Dass Christoph Graupner im Jahr 1722 der Berufung zum Thomaskantor in Leipzig nicht folgte, hat der damalige Arbeitgeber des Komponisten verhindert. So ist Bach in Leipzig zum Zug gekommen. Der hoch produktive Graupner hingegen hat die Musik am Darmstädter Hof zwar zu großer Blüte geführt, steht aber bis heute im Schatten seiner großen Kollegen. Es gibt nicht einmal eine Porträtzeichnung des Komponisten. Jetzt aber hat das Ensemble Il Gardellino unter der Leitung des belgischen Flötisten, Dirigenten und Graupner-Forschers Floran Heyerick einige von Graupners 112 Sinfonien aufgenommen.