Tipp 1: Sex mit allen Sinnen statt Lustverlust
Frauen und Männer kommen häufig mit dem Thema zu mir: Ich bin beim Sex so viel im Kopf, ich will mehr erleben. Und da helfen unsere Sinne sehr.
Folgende Fragen könnten die Lust und Leidenschaft steigern: Was rieche ich am Gegenüber, an mir oder im Raum? Kann mich der Geschmackssinn unterstützten? Was kann ich erotisch wahrnehmen mit den Fingern und auf der ganzen Hautfläche?
Wir sind häufig geprägt, ganz viel über den Sehsinn zu machen. Über erotische Bilder, über Fantasien oder Pornografie. Das heißt, der Sehsinn ist schon viel abgeholt und die Frage ist: Können wir die anderen Sinne nicht auch nutzen, um noch mehr ins Spüren von Innen reinzukommen?
Tipp 2: Wiederholen von schönen Sex-Erlebnissen
Die Lust auf Sex in der Beziehung ist eingeschlafen? Um wieder Leidenschaft ins Bett zu bringen, vergleicht Julia Sparmann guten Sex mit gutem Essen. Dieser sei wie eine köstliche Lasagne, die man mal gegessen hat. Bei der Vorstellung einer erneuten Lasagne mit dem leckeren Tomatengeschmack entstehe Vorfreude.
Wenn ich wirklich schöne Erfahrungen hatte, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass ich das wieder haben möchte.
Tipp 3: Wie ticke ich beim Sex?
"Wichtig ist: Was ist meine persönliche Lustlogik und wie ticke ich beim Sex?", fragt Julia Sparmann. Unsere Sexualität entwickle sich unser Leben lang weiter. Verschiedene Lebensphasen bringen andere Fragen und Herausforderungen, so Sparmann. Deshalb seien die Fragen an uns selbst wichtig: Welche Glaubenssätze haben wir, welche Verbote habe ich mir gegenüber oder was erlaube ich mir sexuell?
Tipp 4: Sex ist nicht nur der klassische Orgasmus
Die Sexologin räumt mit Klischees auf. Viele würden denken: "Alle anderen haben guten Sex, nur ich nicht." Das erzeuge oft einen großen Leidensdruck. Außerdem sei die Annahme weit verbreitet, dass ein richtiger Orgasmus allein der vaginale Orgasmus sein. Sex sei jedoch so viel mehr. Die Sexologin ermutigt Frauen, selbstbewusst mit ihrer Sexualität umzugehen und ein positives Körpergefühl zu entwickeln.
Sex ist das, was Lust macht. Das kann an jedem Körperteil und mit allem, was wir zur Verfügung haben stattfinden.
Angus Young, Alice Cooper und Ozzy Osbourne Diese Rockstars sind besonders treu!
Sex, Drugs & Rock 'n' Roll – das Beziehungsimage von Rockstars ist zwar nicht immer das beste, aber es gibt auch positive und sehr prominente Gegenbeispiele.
Tipp 5: So schläft der Sex in langen Beziehungen nicht ein
Die Beziehung läuft seit Jahren gut, nur der Sex wird immer seltener oder schläft gänzlich ein? Laut der Sexualwissenschafterin liegt das vor allem am Emotionalen, das bereits anderweitig gut abgedeckt sei. Wir fühlen uns auf anderen Ebenen eng miteinander verbunden, verschmelzen und genießen Vertrauen.
Was helfen könne, sei der Fokus auf die körperliche Lust. Es sei total hilfreich zu spüren und herauszufinden, was der eigene sexuelle Impuls ist. Ebenso aber auch, wo die eigene Grenze ist. Auch bei sich zu schauen, welche Möglichkeiten es gebe und neugierig zu sein. Dafür brauche es soetwas wie die eigene Erlaubnis.