Das war der BW-Newsticker am Dienstag

Nach Unfall aus brennendem Auto befreit - Mann stirbt trotz Rettungsmaßnahmen, Bürgermeister muss nach Angriff ins Krankenhaus und kritisiert Mitmenschen, Beim Sex in der S-Bahn erwischt - Paar greift Bahnmitarbeiter an

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker, heute von Jakob Fandrey.

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Stand

Von Autor/in Jakob Wilking Fandrey

Ciao

Das war's für heute. Morgen ist ab 6 Uhr mein Kollege Luca Mader für euch da. Bis dahin gibt es die Nachrichten für Baden-Württemberg wie gewohnt unter SWRAktuell.de/bw, in der SWR Aktuell App, in unserem Newsletter am Morgen, auf WhatsApp, bei Instagram, Facebook, TikTok oder YouTube und natürlich auch im Radio und TV.

Nach Unfall aus brennendem Auto befreit: Mann stirbt trotz Rettungsmaßnahmen

Bei einem schweren Unfall auf der B462 bei Rastatt-Nord ist in der Nacht ein 25 Jahre alter Autofahrer ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war der Mann von Gaggenau in Richtung Rastatt unterwegs, als er in Höhe der Anschlussstelle Rastatt-Nord mit einem abbiegenden Sattelzug zusammenprallte. Der Lastwagenwagenfahrer soll den 25-Jährigen noch aus dem brennenden Auto befreit und zusammen mit weiteren Ersthelfern Reanimationsmaßnahmen eingeleitet haben. Dennoch starb der junge Mann, der laut Zeugen vorher zu schnell unterwegs gewesen sein soll.

Nach tödlichem Unfall in Esslingen: Staatsanwaltschaft legt Berufung gegen Bewährungsstrafe ein

Angehörige bezeichneten das Strafmaß als "Frechheit". Und auch die Staatsanwaltschaft ist mit dem Urteil nicht zufrieden. Nach dem tödlichen Unfall in Esslingen Ende Oktober 2024, bei dem eine 39-jährige Mutter und ihre beiden 3 und 6 Jahre alten Söhne starben, hat die Behörde Berufung gegen das Urteil gegen den Fahrer des Wagens eingelegt. Das Amtsgericht Esslingen hatte vor eineinhalb Wochen den 55-jährigen Unfallfahrer wegen fahrlässiger Tötung in drei Fällen schuldig gesprochen. Er erhielt eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung. Sollte er sich an die Bewährungsauflagen halten, muss er nicht ins Gefängnis. Zudem wurde ihm der Führerschein für mindestens drei Jahre entzogen.

"6 AM Club": Wachwerden mit einem Sprung in die kalte Donau

Wäre das etwas für euch? Kurz nach 6 Uhr morgens springen in Ulm einige Frühaufsteher in die Donau. Der "6 AM Club" hat das zu seinem Morgenritual erhoben - und was als spontane Idee begann, hat sich zu einer echten Bewegung entwickelt. Das zehnminütige Bad im eiskalten Fluss macht jeden putzmunter. Nach dem Adrenalinkick im Wasser gibt's draußen am Ufer warmen Kaffee und Tee. "War mega, ich fühl' mich jetzt total wach", sagt etwa Eisbaderin Amelie. Auf die Idee kam Tim Nöring, der die Aktionen mit seinem Kumpel Philipp Botsch organisiert. Ihr Instagram-Kanal hat mittlerweile mehr als 1.400 Follower. Auch über eine WhatsApp-Gruppe geben sie die nächsten Termine weiter. Immer sonntags, manchmal auch am Donnerstagmorgen, treffen sie sich. Tim hat schon weitere Ideen für den "6 AM Club": Künftig wollen sie neben dem Eisbaden zum Beispiel auch Jogging-Gruppen anbieten.

Keine Einspeisevergütung mehr für Solardachbesitzer

Wer überschüssigen Strom durch eigene Photovoltaikanlagen produziert, soll dafür in Zukunft kein Geld mehr vom Staat bekommen. Laut Handelsblatt sieht ein Gesetzentwurf von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche von der CDU vor, dass Solardachbesitzer ihren Strom selbst vermarkten sollen oder selbst mehr speichern und nutzen. Außerdem soll das Situationen wie am 1. Mai verhindern: da gab es so viel Strom auf dem Markt, dass der Staat pro Megawattstunde fast 500 Euro draufgezahlt hat.

Viele fragen sich: Rechnet sich die Investition in eine Solaranlage noch? Immerhin kann diese ungefähr ein Drittel des Energiebedarfs eines Einfamilienhauses decken. Doch was passiert mit dem überschüssigen Strom? Kevin Schad, Projektleiter der Energieagentur Mittelbaden, spricht im Video über die Hintergründe:

Stuttgart soll am Neckar eine Uferpromenade bekommen

"Unsere Uferpromenade soll schöner werden" - beziehungsweise erstmal entstehen. Da sind sich die meisten Stuttgarterinnen und Stuttgarter einig. In Stuttgart-Bad Cannstatt soll es im kommenden Jahr so weit sein, zumindest in Teilen. Konkret sehen die Pläne so aus: Direkt am Wasen-Gelände entlang soll ein circa vier Meter breiter Radweg entstehen, der mit einem rund drei Meter breiten Grünstreifen von einem separaten Fußgängerweg getrennt ist. Bisher gibt es nur einen schmalen Weg, der von Fußgängern und Radfahrern gleichermaßen genutzt wird - und somit nicht selten für Ärger sorgt. Über Treppen soll der Fußgängerweg runter zur Uferpromenade führen, an der man dann auch direkt am Wasser entlang spazieren kann.

Beim Sex in der S-Bahn erwischt: Paar greift Bahnmitarbeiter an

An einem Bahnsteig in Schopfheim (Kreis Lörrach) haben ein 35-jähriger Mann und eine 29-jährige Frau zwei Bahnmitarbeiter angegriffen. Wie die Bundespolizei gestern mitteilte, hatten die Mitarbeiter das Paar zuvor beim Sex in der S-Bahn erwischt. Die Frau und der Mann hatten nachts in der ersten Klasse der Wiesental-S-Bahn bei Schopfheim einvernehmlich Sex. Als die Sicherheitsmitarbeiter der Bahn dies bemerkten, forderten sie das Pärchen auf, aufzuhören und die erste Klasse zu verlassen. Als das Pärchen das ignorierte, wurde es in Schopfheim aus dem Zug verwiesen. Dort griff das Pärchen dann die Sicherheitsleute an. Der 35-jährige Mann soll die Sicherheitsleute dabei ins Gesicht geschlagen haben. Gegen das Paar wird wegen mutmaßlicher Körperverletzung ermittelt.

Motorradfahrer gerät in Gegenverkehr und stirbt in Schwäbisch Gmünd

Gestern Morgen ist laut Polizei ein 55-jähriger Motorradfahrer auf der Landstraße zwischen den Stadtteilen Bargau und Bettringen verunglückt und gestorben. Der Fahrer sei auf gerader Strecke in den Gegenverkehr geraten und mit einer Autofahrerin zusammengestoßen. Das Auto geriet in die Böschung. Die 35-Jährige wurde ebenfalls verletzt, ihre beiden Kinder blieben laut Polizei unverletzt. Die genaue Unfallursache ist noch nicht bekannt.


Naturschützer kritisieren fehlende Ökologie von Biogasanlagen

Vor dem ersten Biogas-Gipfel in Ulm fordern Naturschutzverbände wie BUND und NABU, Biogasanlagen ausschließlich mit Reststoffen zu betreiben. Dazu zählen etwa Mist und Gülle. Laut Verbänden blockiert der großflächige Anbau von Mais, der als Energiepflanze genutzt wird, Flächen für die Produktion von anderen Nahrungsmitteln. Außerdem gefährde das auch die Artenvielfalt. Laut Badischem Landwirtschaftlichem Hauptverband ist der Anbau von Energiepflanzen notwendig, um Biogasanlagen wirtschaftlich betreiben zu können. Auch für Landwirt Simon Frey aus Bräunlingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) ist die Nutzung von Mais unverzichtbar, um Strom und Wärme zu erzeugen. "Ohne nachwachsende Rohstoffe könnte ich meine Anlage nicht weiter betreiben", erzählt Frey.

Grundschüler starten Spendenlauf für schwangere Frauen in Not

Im Februar 2025 wurde in Steinen (Landkreis Lörrach) eine Babyleiche gefunden. Das Thema bewegte viele - auch die Grundschüler im Ort. Jetzt haben rund 100 Kinder bei einem Sponsorenlauf Geld für Frauen in Not gesammelt und an die Kreiskliniken Lörrach übergeben. 1.400 Euro kamen bei dem Lauf zusammen und sollen nun Angebote wie die Babyklappe und Informationen zur anonymen Geburt stärken. "Das hat uns alle sehr berührt", erzählt Tilman Humpl, Ärztlicher Direktor der Kreiskliniken Lörrach.

Fahrgäste stoppen offenbar betrunkenen Busfahrer nach Dorffest

30 Menschen im Bus, am Steuer ein offenbar betrunkener Busfahrer: Kaum auszudenken, was alles hätte passieren können bei Rammingen im Alb-Donau-Kreis. Entsprechend haben die Gäste im Bus den Fahrer laut Polizei gestoppt, nachdem der Bus von einem Dorffest kommend am Ortseingang von Rammingen mit den Reifen auf eine Verkehrsinsel geriet. Es entstand kein Sachschaden, aber mehrere Fahrgäste forderten den Busfahrer daraufhin auf, anzuhalten. Seine Fahrweise sei unsicher. Sie vermuteten, dass der Busfahrer alkoholisiert sei und riefen die Polizei. Der Busfahrer verweigerte einen Alcotest vor Ort, er wurde in eine Klinik gebracht, dort nahm ihm ein Arzt Blut ab, das Ergebnis steht noch aus. Laut Polizei ist der Bus später in der Nacht vom Chef des Busfahrers abgeholt worden.

Gibt es in Zukunft nur noch eine Klinik im Neckar-Odenwald-Kreis?

Sie schreiben tiefrote Zahlen: Gestern hat sich Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) zur Zukunft der Kliniken in Buchen und Mosbach (beides Neckar-Odenwald-Kreis) geäußert. Die Kliniken machen jährlich ein Defizit von rund 12 Millionen Euro. Weder Kreis noch Städte und Gemeinden können sich die Defizite ihrer Krankenhäuser wohl noch lange leisten. Ein Gutachten schlägt vor, das Buchener Krankenhaus zu erweitern und zum einzigen Krankenhaus des Kreises zu machen. Auch Lucha riet bei seinem Besuch in Buchen, schnell auf eines der Krankenhäuser zu setzen.

Feuerwehr stundenlang in Einsatz: Großbrand in Firma in Achern

Ein Großbrand in einer Holzbaufirma in einem Industriegebiet von Achern im Ortenaukreis hat in der Nacht einen Schaden von mehreren hunderttausend Euro angerichtet. Wie die Polizei berichtete, gingen erste Notrufe aufgrund der weithin sichtbaren Rauchsäule bereits gestern Abend ein. Stundenlang habe die Feuerwehr mit einem Großaufgebot das Feuer bekämpft. Ein Wohncontainer brannte vollständig nieder, Teile einer Fertigungshalle wurden beschädigt. Verletzt wurde laut Polizei niemand, die Brandursache ist noch unklar.

Ärztin wegen fahrlässiger Tötung von 18-Jährigem verurteilt

Im September 2023 ist ein 18-Jähriger von seinem Fahrrad gestürzt, in das Klinikum Friedrichshafen eingeliefert worden und anschließend gestorben. Gestern wurde am Amtsgericht Tettnang (Bodenseekreis) die behandelnde Ärztin des Jungen wegen fahrlässiger Tötung zu 18 Monaten auf Bewährung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft warf der Notärztin vor, bei dem 18-Jährigen keine Computertomographie angeordnet zu haben. Mit dieser Untersuchung hätten die Schädelfraktur und Hirnblutung des jungen Mannes erkannt werden können. Neben ihrer Freiheitsstrafe muss die Frau 20.000 Euro Schmerzensgeld an die Eltern des Jungen zahlen. Die Staatsanwaltschaft hatte außerdem ein Arbeitsverbot der Ärztin gefordert - das Gericht hat ihr jedoch nicht die ärztliche Zulassung entzogen.

Bürgermeister schildert Angriff und kritisiert fehlende Hilfe der Menschen vor Ort

Über die Ereignisse um Werbachs Bürgermeister Georg Wyrwoll von der CDU in der Mai-Nacht haben wir vorhin bereits berichtet. Neben der Tatsache, dass der 52-Jährige tätlich angegriffen wurde und ins Krankenhaus musste, bewegt den Rathauschef der Gemeinde im Main-Tauber-Kreis allerdings ein Begleitumstand der Tat. Seinen Ausführungen zufolge haben umstehende Personen nämlich gewusst, wer der Mann war, der ihn angegriffen hat. In einem Posting auf seinem Facebook-Account schildert Wyrwoll dies. Zudem sei nur ein einziger Mann der Anwesenden geblieben und habe nach dem Angriff als Zeuge auf die Polizei gewartet, während andere gegangen waren, ohne zu helfen. "Hier liegt der Kern dessen, was mich umtreibt", so Wyrwoll. "Ein falsch verstandener Korpsgeist, das Decken durch Spitznamen, das Schweigen unter Kameraden, das Wegsehen aus Bequemlichkeit oder aus Angst, verschafft solchen Tätern erst den Raum, immer wieder zuzuschlagen", so der Bürgermeister.

Waldbrandgefahr sinkt nach Wetterwende

Bleiben wir beim Wetter: Es soll ja heute in vielen Teilen Baden-Württembergs regnen. Laut Deutschem Wetterdienst ist auch morgen vielerorts mit Regen zu rechnen, was nach dem trockenen April die Feuerwehren im ganzen Land aufatmen lässt. Denn mit dem Wetterumschwung sinkt auch die Waldbrandgefahr. Noch am Sonntag hatte der Index an fast jeder zweiten der rund 60 Stationen eine hohe Waldbrandgefahr ergeben. Mit der kühleren Luft und dem Regen sinkt dann auch die Waldbrandgefahr. In den vergangenen Wochen mussten Feuerwehren im Land bereits mehrfach zu kleineren Bränden ausrücken, wie etwa in der Region Stuttgart.

So wird das Wetter heute in BW

In der vergangenen Nacht ist eine dichte Wolkendecke nach Baden-Württemberg gekommen, die vor allem in der Früh im Süden Regen ablassen wird. Im Laufe des Tages soll es dann im ganzen Land regnen. Vormittags ist es mit 6 Grad noch ziemlich kalt, am Nachmittag steigt die Temperatur auf bis zu 23 Grad.

Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr jederzeit in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Den Wetterbericht von gestern Abend könnt ihr hier anschauen:

Wird Tankrabatt verlängert?

Und wenn wir schon vor wenigen Minuten beim Thema Tanken waren: Der seit 1. Mai geltende Tankrabatt könnte unter Umständen verlängert werden. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat die Senkung der Energiesteuer verteidigt. "Der Tankrabatt ist eine richtige Entscheidung", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Zum 1. Mai wurden die Steuern für einen Liter Sprit um 17 Cent gesenkt. Dem Staat entgehen dadurch Einnahmen in Milliardenhöhe. Die Maßnahme ist zunächst auf zwei Monate befristet. Schnieder schloss aber nicht aus, dass sie verlängert werden könnte. "Darüber müssen wir nicht heute entscheiden", sagte er dem RND. "Wir behalten die Lage im Blick und schauen, was erforderlich ist, damit das Tanken für alle bezahlbar bleibt."

BW-SPD sucht neuen Landesvorsitz

Nach dem Debakel bei der Landtagswahl will sich die SPD in Baden-Württemberg neu aufstellen. Bislang haben sich mehrere Kandidaten auf den Posten beworben. Die Mannheimer Bundestagsabgeordnete Isabel Cademartori und Robin Mesarosch, ehemaliger Bundestagsabgeordneter aus Sigmaringen, kandidieren gemeinsam. Als Einzelkandidatin tritt die stellvertretende Parteivorsitzende Dorothea Kliche-Behnke an, Landtagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Tübingen. Ein weiterer Bewerber ist Carsten Lotz, Autor und Dozent an der Uni Mannheim. In den kommenden Wochen soll in einer Mitgliederbefragung über die neue Landesspitze entschieden werden. 

April war teuerster Tankmonat aller Zeiten

Viele haben es geahnt, jetzt bestätigen es auch die Zahlen: Noch nie war das Tanken in Deutschland so teuer wie im April. Es war der teuerste Tankmonat aller Zeiten. Wie der ADAC mitteilte, kostete der Liter Super E10 im vergangenen Monat im Schnitt 2,11 Euro. Der Preis für den Liter Diesel lag bei 2,26 Euro. Seit dem 1. April dürfen Tankstellen die Spritpreise nur noch einmal am Tag um 12 Uhr erhöhen. Diese Regelung habe keinen entlastenden Effekt für die Verbraucher gezeigt, heißt es vom ADAC weiter. SWR-Recherchen hatten ergeben, dass viele Tankstellen die Regelung bewusst missachten und die Preise auch vor und nach 12 Uhr erhöhen.

Bürgermeister zeigt Zivilcourage und wird verprügelt

Es sollte ein schöner Tanz in den Mai werden - für den Bürgermeister von Werbach im Main-Tauber-Kreis, Georg Wyrwoll von der CDU, endete der Abend im Krankenhaus. Der 52-Jährige hat sich über die Sozialen Netzwerke selbst zu dem Fall geäußert. Demnach habe er beobachtet, "wie eine Person eine andere, deutlich kleinere, gegen ein Garagentor drückte und aggressiv bedrängte." Als er helfen wollte, habe ihm der Angreifer selbst "unvermittelt mit der Faust ins Gesicht" geschlagen. Der Angreifer habe Wyrwoll wohl als Bürgermeister erkannt und ihn aufgefordert zu gehen. "Weiterzugehen wäre der bequemere Weg gewesen", schreibt er weiter. Doch den habe er nicht gewählt. Erst spät, so Wyrwoll, hätten Umstehende eingegriffen und den Mann weggezogen. Er selbst habe den Notruf gewählt, sagte er dem SWR. Der Bürgermeister erlitt nach eigenen Angaben Prellungen, Hämatome und ein Knall-Trauma auf dem linken Ohr. Polizei und Rettungskräfte seien schnell vor Ort gewesen. Wyrwoll wurde nach eigenen Angaben im Krankenhaus untersucht und versorgt. Er hatte "Glück im Unglück", sagte er dem SWR. Er wolle "weder Opfer sein, noch Held". Wyrwoll hat Anzeige erstattet. Nach ersten Erkenntnissen sei der Angreifer "polizeibekannt". Es soll sich laut Polizei um einen 25-jährigen Mann handeln.

Anwohner zahlen in Heilbronn das vierfache an Parkgebühren

Parken in Heilbronn wird deutlich teurer - nach über 20 Jahren steigen erstmals die Gebühren für Bewohnerparkausweise. Das hat der Gemeinderat beschlossen und die Jahresgebühr ab kommendem Jahr von bisher gut 30 auf 120 Euro festgesetzt. Begründet wird das mit gestiegenen Preisen und wachsendem Parkdruck. Gleichzeitig werden die Bewohnerparkzonen neu zugeschnitten: Es gibt weniger, dafür größere Zonen. Anwohner können damit flexibler parken, heißt es. Auch im öffentlichen Straßenraum steigen die Preise. In der Innenstadt kostet das Parken künftig doppelt so viel - ein Euro pro 20 Minuten. Ziel ist es, den Parksuchverkehr zu verringern und Autos stärker in Parkhäuser zu lenken.

Guten Morgen!

Wir starten den Dienstag mit einer neuen Ladung Nachrichten aus und für Baden-Württemberg. Mein Name ist Jakob Fandrey und bis 10 Uhr halte ich euch hier auf dem Laufenden. Wenn ihr Fragen, Wünsche, Lob oder Kritik habt, schreibt mir gerne per E-Mail an newsticker-bw@SWR.de.

SWR-Redakteur Jakob Wilking Fandrey
SWR-Redakteur Jakob Fandrey
Baden-Württemberg

Das war der BW-Newsticker am Montagmorgen ++ Nach Suizidversuch: Wolfgang Grupp gibt Waffe ab ++ A5 nach Unfall am Morgen gesperrt ++ Kein Sieger bei OB-Wahl in Weinheim ++

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