Herzpatientinnen und -patienten werden auch künftig in Konstanz medizinisch versorgt. Das Klinikum Konstanz übernimmt Planbetten des privat betriebenen, insolventen Herz-Zentrums Bodensee in Konstanz. Das Sozialministerium habe einen entsprechenden Antrag genehmigt, teilte der Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz (GLKN) mit. Zuvor hatte der "SÜDKURIER" berichtet.
Patientenversorgung nach Insolvenz des Herz-Zentrums in Konstanz gesichert
Damit sei der Weg frei für die Etablierung einer Herzchirurgie am Klinikum Konstanz, heißt es vom GLKN. Die Entscheidung des Ministeriums stärke die medizinische Kompetenz der Region, erhalte wertvolle Arbeitsplätze und biete den Beschäftigten des Herz-Zentrums eine sichere Zukunft im Gesundheitsverbund, so der Konstanzer Landrat Zeno Danner. Er ist Vorsitzender des Aufsichtsrats des GLKN.
Betriebsrat warnte vor Schließung des Herz-Zentrums
Noch im Sommer hatte der Betriebsrat des Herz-Zentrums vor der Schließung gewarnt und eine Petition gestartet. Er betonte, dass Herzpatienten ohne eine Versorgung vor Ort lange Wege nach Freiburg oder Tübingen auf sich nehmen müssten.
Bernd Sieber, Geschäftsführer des GLKN, sieht deshalb in der Entscheidung des Ministeriums ein starkes Signal für die Herzmedizin am Bodensee. Damit werde die wohnortnahe Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen langfristig gesichert.