Nach Pannen in der Vergangenheit

Papierflut vor der Landtagswahl: Wie es mit Wahlunterlagen und Briefwahl läuft

Die Briefwahl-Nachfrage für die Landtagswahl am 8. März ist in Heilbronn-Franken hoch. Viele Kommunen melden bereits tausende Anträge - größere Probleme gibt es bislang wohl nicht.

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Stand

Von Autor/in Aleyna Tas

Schon Wochen vor dem Wahltag zeigt sich in vielen Rathäusern in Heilbronn-Franken ein ähnliches Bild: Die Wahlbenachrichtigungen sind größtenteils verschickt und die Briefwahlanträge gehen zahlreich ein - obwohl die gesetzliche Frist für den Versand der Wahlbenachrichtigungen erst am 15. Februar endete. Nach früheren Problemen berichten die Wahlämter dieses mal überwiegend von einem reibungslosen Ablauf. Beschwerden über fehlende Unterlagen oder Verzögerungen gebe es bislang kaum.

Landtagswahl 2026: Hohe Wahlbeteiligung in Heilbronn und Künzelsau

Im Stadtkreis Heilbronn hat das Wahlamt nach eigenen Angaben bereits rund 12.000 Briefwahlunterlagen bis zum vergangenen Wochenende ausgestellt. Die etwa 75.500 Wahlbenachrichtigungen seien schon Ende Januar verschickt worden, deutlich vor Ablauf der gesetzlichen Frist. Rückmeldungen über nicht zugestellte Unterlagen habe es bislang nur aus wenigen Haushalten gegeben, darunter eine Anfrage aus Thailand, "wo die Postzustellung bekanntermaßen sehr lang dauert", heißt es aus dem Rathaus.

Auch in Künzelsau (Hohenlohekreis) ist die Nachfrage hoch: Dort liegen - Stand Samstag - über 1.700 Briefwahlanträge vor. Die Zahl dürfte bis zum Wahltag weiter steigen, teilt das Wahlamt mit. Für die Landtagswahl rechnet die Stadt mit rund 2.200 Anträgen, nachdem es 2021 noch etwa 2.600 waren. Schwierigkeiten oder technische Probleme gebe es nicht, das Briefwahlteam habe frühzeitig mit den Vorbereitungen begonnen.

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Trotz früherer Pannen: Kommunen sehen sich im Zeitplan

In Neckarsulm (Kreis Heilbronn) sind bislang mehr als 2.500 Briefwahlanträge eingegangen - das sind gut 15 Prozent der Wahlberechtigten. Beschwerden über nicht erhaltene Unterlagen gebe es auch hier bislang keine. Bei der Kommunalwahl 2024 war das noch anders, da waren teilweise Unterlagen kurz vor der Wahl noch nicht bei der Empfängerin oder dem Empfänger angekommen. Und im Januar 2025 wurden Grundsteuerbescheide an falsche Adressen verschickt. "Ein Systemfehler beim Dienstleister und bedauerlicher Einzelfall", betont ein Sprecher der Stadt.

Probleme gab es in den vergangenen Jahren auch in Eppingen (Kreis Heilbronn): Bei der Kreistagswahl 2024 waren Stimmzettel fehlerhaft. Für die Landtagswahl laufe es diesmal ohne Auffälligkeiten, teilt die Stadt auf Anfrage des SWR mit. Rund 2.920 Briefwahlanträge seien bereits eingegangen, bei etwa 15.200 Wahlberechtigten. "Wir gehen wieder von einer starken Briefwahlbeteiligung aus", so eine Sprecherin.

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"Reibungsloser Ablauf": Auch in kleineren Gemeinden

Kleinere Gemeinden berichten ebenfalls von einem reibungslosem Ablauf: So etwa in Königheim (Main-Tauber-Kreis), wo rund 400 Briefwahlanträge eingegangen sind, in Rosengarten (Kreis Schwäbisch Hall) etwa 560. Der Versand der Unterlagen liege im Zeitplan, größere Probleme gebe es nicht. Auch das Landratsamt Schwäbisch Hall teilt mit, der Kreiswahlleitung seien bislang keine Unregelmäßigkeiten bekannt.

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