Vorwürfe sollen bis Ostern aufgearbeitet sein

Skandal bei Fallschirmjägern Zweibrücken: Bundeswehr startet Gegenmaßnahmen

Nach Vorwürfen von Extremismus, Drogenkonsum und sexualisiertem Fehlverhalten bei den Fallschirmjägern in Zweibrücken setzt die Bundeswehr jetzt einen Aktionsplan um.

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Nach vermuteten Vorfällen von Rechtsextremismus, sexualisiertem Fehlverhalten und Drogenkonsum bei den Fallschirmjägern in Zweibrücken hat die Bundeswehr damit begonnen, den angekündigten Aktionsplan umzusetzen.

"Ich habe heute Morgen den Aktionsplan der Luftlandetruppe hier in Kraft gesetzt", sagte der Generalleutnant Christian Freuding am Mittwoch in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne in Altenstadt in Oberbayern. Dort ist auch die Luftlande- und Lufttransportschule der Bundeswehr, in der auch das Regiment in Zweibrücken ausgebildet wird.

Bundeswehr: Aktionsplan für Zweibrücken soll bis Jahresende geprüft werden

Das Paket soll vier Schwerpunkte umfassen:

  • mehr Beobachtungsbesuche vor Ort
  • organisatorische Änderungen 
  • verstärkte Prävention und mehr Resilienz
  • Änderungen bei den militärischen Werdegängen

Bis Ende 2026 will die Bundeswehr die Wirksamkeit des Maßnahmenplans kontrollieren. Geplant seien regelmäßige Quartalsberichte in einem sogenannten "Jour Fixe Luftlandetruppe".

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Die Vorfälle bei den Fallschirmjägern sollen nach Angaben Freudings bis Anfang April weitgehend aufgearbeitet sein. Ziel sei es, bis Ostern - also zum Beginn des zweiten Quartals - soweit wie möglich Klarheit zu schaffen. Da jedoch noch Handys und andere Geräte ausgewertet werden, könne derzeit nicht gesagt werden, wann die Untersuchungen endgültig abgeschlossen sind und ob weitere Konsequenzen folgen.

Freuding: Bereits zehn Entlassungen bei Fallschirmjägern in Zweibrücken

"Sexualisiertes Fehlverhalten, Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, extremistische Verhaltensweisen sowie eine in Teilen toxische militärische Gemeinschaft haben keinen Platz in der Bundeswehr und in unserem Heer", schreibt Freuding in seinem Papier. Erste Konsequenzen wurden nach Freudings Angaben bereits gezogen: Zehn Soldaten wurden bereits im Fallschirmjägerregiment 26 in Zweibrücken entlassen, weitere Verfahren laufen.

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