Auf Wunsch und Initiative der Schülervertretung werde ein Imagefilm erstellt, zu dem alle Klassen verschiedene Beiträge wie Videos, Tanz und Kunst leisten sollen. Das teilten das Bildungsministerium und die Schulaufsicht ADD mit.
Die Realschule in Ludwigshafen war zuletzt wegen Polizeieinsätzen immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Zuerst hatte die Bild-Zeitung über den Image-Film berichtet.
Karolina-Burger-Schule immer wieder in den Schlagzeilen
Im Januar war an drei Tagen in Folge in der Schule Reizgas versprüht worden, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte mussten ärztlich behandelt werden.
Im vergangenen Oktober kam es in der Schule zu einem Großeinsatz der Polizei. Da wurde das Gebäude geräumt und durchsucht. Zeugen hatten eine bewaffnete Person gemeldet, gefunden wurde nichts. Im Mai 2025 soll eine Schülerin mit einem Messer auf eine Lehrerin losgegangen sein.
17-Jährige bedroht Lehrerin Messerangriff an Realschule in Ludwigshafen: Staatsanwaltschaft legt Revision gegen Urteil ein
Nach dem Messerangriff an der Karolina-Burger-Realschule in Ludwigshafen muss eine Schülerin in die Psychiatrie. Gegen dieses Urteil legt die Staatsanwaltschaft Revision ein.
Imagefilm durch Förderprogramm finanziert
Die Schülervertretung wolle mit dem Projekt das Image ihrer Schule verbessern, erklärten ADD und Bildungsministerium. Auftraggeber dieses Projekts sei nicht das Bildungsministerium gewesen.
Unterstützung bei dem Projekt erhielten die Schüler durch einen externen Trainer, der ehrenamtlich an der Schule sei und kein Honorar erhalte. Den Kontakt habe das Ministerium hergestellt.
Zu den konkret angefallenen Kosten machten Ministerium und Schulaufsicht keine Angaben. Das Filmteam habe eine branchenübliche Rechnung gestellt. Diese werde aus Mitteln des Startchancen-Programms beglichen. Über die Dauer des Projekts und wann und wo der Film gezeigt wird, würden die Verantwortlichen vor Ort entscheiden.
Imagefilm der Karolina-Burger-Schule in Ludwigshafen: AfD fordert Sondersitzung
Die AfD-Fraktion kritisiert das Vorhaben und forderte eine Sondersitzung des Bildungsausschusses im rheinland-pfälzischen Landtag. Dabei sollte unter anderem geklärt werden, wie viel Geld für den Imagefilm verwendet wurde.