Mobilitätsministerin Katrin Eder (Grüne) sagte im Anschluss an ein Treffen mit Verkehrsunternehmen, Gewerkschaften und Zweckverbänden, die Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter im Land seien nach dem tödlichen Angriff verunsichert und schockiert.
Bodycams zur Deeskalation
Um den Schutz von Schaffnerinnen und Schaffnern zu verbessern, will das Ministerium unter anderem die Anschaffung von Bodycams finanzieren. Bereits 2019 hat die MittelrheinBahn Bodycams demnach in einem Modellversuch bei ihrem Zugpersonal eingesetzt. Seit 2024 teste zudem die DB Regio in der Pfalz und im Rhein-Neckar-Raum den Einsatz von Bodycams. Die bisherigen Erfahrungen, so das Ministerium, zeigten: "Bodycams wirken deeskalierend, erhöhen die Hemmschwelle für Übergriffe, dienen im Ernstfall als Beweismittel und stärken zugleich das subjektive Sicherheitsgefühl der Beschäftigten."
Mehr Bodycams in Zügen Tödliche Attacke auf Zugbegleiter Serkan C. - Mehr Personal und Sicherheit gefordert
Die tödliche Attacke auf einen Zugbegleiter im Kreis Kaiserslautern sorgt für Entsetzen. Von vielen Seiten werden nun mehr Personal und bessere Sicherheitsvorkehrungen verlangt.
Den Verkehrsunternehmen wird zudem die Doppelbesetzung von Zugbegleitern ermöglicht - damit diese nicht allein kontrollieren müssen. Die personelle Verstärkung "soll dort erfolgen, wo es häufiger zu Konfliktsituationen kommt - etwa zu bestimmten Zeiten, auf bestimmten Linien oder an bekannten 'Hotspots'."
Angriffe direkt in Datenbank melden
Eingeführt werden soll auch eine Sicherheitsdatenbank. Darin sollen Mitarbeiter von Bus- und Bahnunternehmen Vorfälle wie körperliche Angriffe direkt melden können. Eder sprach von einem mittleren einstelligen Millionenbetrag, den das Ministerium für mehr Sicherheit im ÖPNV bereitstellen werde.