Ursprünglich sollten in ein ehemaliges Hotel in Gerolstein-Michelbach bis zu 60 Geflüchtete einziehen. Das Unternehmen Musleh GmbH schloss als Eigentümer des seit Jahren leerstehenden Gebäudes dafür mit dem Kreis Vulkaneifel im Jahr 2023 einen Vertrag ab. Der Investor hoffte auf einen Geldregen. Doch dieser blieb aus, denn im früheren Hotel wurden nie Geflüchtete untergebracht.
Das sorgte beim Investor für Unmut. Er verklagte im vergangenen Oktober den Kreis vor dem Landgericht Trier. Die Forderung: Rund zwei Millionen Euro Entschädigung.
Einigung im Streit um Flüchtlingsunterkunft in Gerolstein-Michelbach
Nun haben sich der Eigentümer und der Kreis Vulkaneifel im Streit um die geplante Flüchtlingsunterkunft geeinigt. Demnach wurde der Vertrag aufgelöst. Das bestätigten Investor und Kommune dem SWR. Zu Details wollten sich beiden Seiten nicht äußern.
Nach SWR-Informationen hat es einen Vergleich gegeben, wonach der Kreis dem Betreiber eine Abfindung zahlt. Damit dürfte der Plan für eine Flüchtlingsunterkunft in Michelbach nun endgültig vom Tisch sein.
Der Kreis muss nun für die Instandhaltung des Gebäudes künftig kein Geld mehr an den Investor überweisen. Denn der bisher bestehende Vertrag zwischen dem Kreis Vulkaneifel und dem Eigentümer hatte eine monatliche Zahlung der Kommune an den Investor vorgesehen.
Gespräche mit Hotel-Eigentümer geplant
Gerolsteiner Stadtbürgermeister Winfried Wülferath (CDU) zeigt sich erleichtert. "Ich bin froh, dass das jetzt geregelt ist und die Sache vom Tisch ist", sagt Wülferath. Er hoffe darauf, dass das leerstehende Gebäude in Zukunft anderweitig wieder genutzt werden könne.
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Das wünscht sich auch Michelbachs Ortsvorsteher Martin Adrian (parteilos). Er will jetzt mit dem Eigentümer des früheren Hotels sprechen: "Wir haben in Michelbach bislang kein Dorfgemeinschaftshaus. Es wäre schön, wenn wir das Gebäude dafür in Zukunft nutzen könnten."