Die deutlich gestiegenen Spritpreise treffen auch Handwerksbetriebe in der Region Trier hart. Warum der Geschäftsführer der Handwerkskammer Trier, Matthias Schwalbach, eine dauerhafte Senkung der Energiesteuer für den besten Weg hält und was das für Handwerkerinnen, Handwerker und Pendler bedeutet, erklärt er im Interview.
SWR Aktuell: Herr Schwalbach, wie hart treffen die aktuellen Spritpreise die Handwerksbetriebe in der Region Trier?
Matthias Schwalbach: Die Handwerksbetriebe sind sehr stark von den gestiegenen Preisen betroffen. Der Preis hat sich innerhalb von zwei Monaten um etwa 50 Cent erhöht, und die Kostensituation ist ohnehin schon sehr angespannt. Viele andere Preise steigen ebenfalls, und jetzt setzen sich die Energiepreise an die Spitze. Das ist eine große Belastung für die Betriebe.
SWR Aktuell: Was fordern Sie, welche konkrete Hilfe braucht es jetzt aus Ihrer Sicht?
Schwalbach: Der beste Weg wäre eine Absenkung der Energiesteuer. Sie kommt sowohl den Betrieben als auch den Verbraucherinnen und Verbrauchern zugute.
Eine Preissenkung von ungefähr 17 Cent pro Liter wäre gut.
Eine gute Lösung wäre, auf den EU-Mindestsatz zurückzugehen. Das würde eine Preissenkung an den Zapfsäulen von ungefähr 17 Cent pro Liter ausmachen. Wichtig ist uns: Das darf nicht nur für zwei Monate gelten, wie beim früheren Tankrabatt. Es müsste ein längerer Zeitraum sein, denn die Betriebe kalkulieren mittel- bis langfristig. Sie stellen keine Leute ein, nur weil zwei Monate lang der Spritpreis gesenkt wird.
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SWR Aktuell: Warum halten Sie eine niedrigere Steuer auf Kraftstoff für die bessere Lösung – gerade im Vergleich zu einem Preisdeckel oder anderen Vorschlägen?
Schwalbach: Das ist eine Lösung, die man sehr schnell realisieren kann. Es dauert etwa zwei bis drei Wochen, bis das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen ist. Dann kann die Senkung direkt an den Tankstellen umgesetzt werden.
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Auch die Pendler brauchen Entlastung.
Und wir erreichen damit genau die Menschen, die wir erreichen wollen. Zum Beispiel die Pendlerin oder den Pendler, der jeden Tag 50 Kilometer aus dem Hunsrück oder aus der Eifel nach Trier fährt. Diese Menschen brauchen die Entlastung – und mit einer Senkung der Energiesteuer bekommen sie sie auch.