Hörspiel

Tristram Shandy ... Unglücksrabe oder Von der Bahre bis zur Wiege

Das Hörspiel steht auf unserer Internetseite und in ARD Sounds in „große Geschichten“ bereit.

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Von Autor/in Laurence Sterne

Laurence Sternes „Tristram Shandy“ revolutionierte den Roman: Ein Werk voller Abschweifungen, Wortspiele und radikaler Erzählexperimente. Statt einer geordneten Biografie bietet es ein labyrinthisches Spiel mit Form und Lesererwartung.

Der Ich-Erzähler Tristram will sein Leben schildern – doch er wird ständig unterbrochen, etwa durch seinen pedantischen Vater Walter oder den kriegsbesessenen Onkel Toby. Mit schwarzen Seiten, fehlenden Kapiteln und verspäteten Vorworten brach Sterne alle Konventionen. Goethe pries ihn als „schönsten Geist“, Nietzsche als „freiesten Schriftsteller“. Lessing wollte für ein weiteres Buch von Sterne sogar “fünf Jahre seines Lebens” opfern.

Sternes verspieltes Werk voller Abschweifungen, Verschachtelungen und Einschübe, erschien in neun Bänden über acht Jahre hinweg, zwischen 1759 und 1767, und machte den Autor, bevor es überhaupt als Ganzes erschien, über Englands Grenzen hinaus berühmt.

"Das ist doch das Buch der Bücher, dieser 'Tristram Shandy'! Und eigentlich ist es schon eine Tollkühnheit, diese neunhundert Seiten zu einem Hörstück bändigen zu wollen. Die Balance zu erhalten, das Verhältnis zwischen Abschweifung und fortschreitender Erzählung, Gedankensprüngen und philosophischen Eskapaden, bewusster Irreführung und logischem Beweis. Sehr froh war ich, als mir die Idee mit der Rahmenhandlung kam, dem Davonlaufen vor dem Tod ... Denn was ist dieses ganze Buch anderes als ein Davonlaufen vor dem Tod?"

"Tristram Shandy", Sternes verspieltes Werk voller Abschweifungen, Verschachtelungen und Einschübe, erschien in neun Bänden über acht Jahre hinweg, zwischen 1759 und 1767, und machte den Autor, bevor es überhaupt als Ganzes erschien, über Englands Grenzen hinaus berühmt

Ein hypochondrisches Hörspiel in einem Prolog, Hauptstück und Epilog nach Laurence Sterne
Mit: Traugott Buhre, Siemen Rühaak, Peter Capell, Karl Renar u. v. a.
Hörspielbearbeitung und Regie: Heinz von Cramer
BR/SDR 1986

Erstmals publiziert am
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Autor/in
Laurence Sterne