Magische Bilder
Auch Comics können sich auf beeindruckende Weise mit menschlicher Komplexität und seelischen Abgründen auseinandersetzen.
Das beweist die großartige Comic-Adaption von Paul Austers New-York-Trilogie, die unter der kreativen Leitung des Cartoonisten Paul Karasik jetzt nach mehr als 30 Jahren abgeschlossen werden konnte.
Magische Bilder - Paul Austers New-York-Trilogie als Comic-Adaption
Ukrainische Klassiker neu entdeckt
Mit zwei Klassikern startet der Wallstein Verlag seine „Ukrainische Bibliothek“: Mit Gedichten von Taras Schewtschenko und Prosa von Lesja Ukrajinka. Beide haben sich während des russischen Imperiums für eine unabhängige ukrainische Kultur eingesetzt. Viele ihrer Texte kann man nun zum ersten Mal in deutscher Übersetzung lesen.
Tanja Maljartschuk ist eine der Herausgeber*innen der „Ukrainischen Bibliothek“ - wir sprechen mit ihr.
Explodierende Genreliteratur
Ein Ermittler auf der Suche nach der Tochter des Käsebarons landet in einem hysterischen Europa der 30er Jahre - zwischen sowjetischen und britischen Geheimagenten, Nazis und Swing-Musikern.
Der neue Roman von Thomas Pynchon „Schattennummer“ spielt mit einem ausgeklügelten Netzwerk von Verweisen und Verknüpfungen.
Ein Muss für Pynchon-Fans: Der neue Roman „Schattennummer“
Angeklagt wegen „Terrorpropaganda“
Mehr als fünf Jahrzehnte ist er alt: Der Konflikt zwischen dem türkischen Staat und der kurdischen Minderheit. Für den Autor Yavuz Ekinci ist der Konflikt ein zentrales Thema. Immer wieder greift er ihn auf, immer wieder bekommt er deshalb Probleme.
Sieben Jahre Haft drohen Ekinci aktuell für ein Buch, das jetzt auch auf Deutsch erschienen ist. „Die, deren Träume zerbrochen sind“ heißt es.
„Meine Verteidigung ist ein Akt des Widerstandes“ – Autor Yavuz Ekinci vor Gericht
Eine Geschichte des Körpers
Nähen, Putzen, Backen, Kochen, Wischen und Kinder wiegen – das sind die Tätigkeiten, die den Händen von Frauen zugedacht sind. Bis eine Tochter kommt und diesen Kreislauf durchbricht, indem sie ihre Hände zu etwas anderem benutzt, nämlich zum Schreiben.
Die Autorin Jegana Dschabbarowa ist als Teil der aserbaidschanischen Diaspora in Russland aufgewachsen und erfährt dort starke Diskriminierung. In ihrem ersten Roman „Die Hände der Frauen in meiner Familie waren nicht zum Schreiben bestimmt“, bricht die Autorin mit den patriarchalen Traditionen und entdeckt ihre Freiheit im Schreiben.
Eine Geschichte des Körpers: Der erste Roman der aserbaidschanischen Autorin Jegena Dschabbarowa
„Meine Figuren sind Suchende“
Ihre Erzählungen haben Joy Williams vor zwei Jahren endlich auch in Deutschland bekannt gemacht. Nun erscheint eine neue Sammlung auf Deutsch, „Stories 2“, mit Geschichten aus fünf Jahrzehnten.
„Meine Figuren sind Suchende“ – Neue Stories von Joy Williams