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Neue Bücher von Joy Williams, Thomas Pynchon, Jegana Dschabbarowa, Yavuz Ekinci, ein Paul Auster Comic und ukrainische Klassiker

Eigentlich längst überfällig: Ukrainische Klassiker in moderner deutscher Übersetzung. Die erscheinen nun als „Ukrainische Bibliothek“ im Wallstein Verlag. Neu entdecken kann man auch Paul Austers „New-York-Trilogie“ – jetzt als Comic.

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Stand

Magische Bilder

Auch Comics können sich auf beeindruckende Weise mit menschlicher Komplexität und seelischen Abgründen auseinandersetzen.

Das beweist die großartige Comic-Adaption von Paul Austers New-York-Trilogie, die unter der kreativen Leitung des Cartoonisten Paul Karasik jetzt nach mehr als 30 Jahren abgeschlossen werden konnte.

Ukrainische Klassiker neu entdeckt

Mit zwei Klassikern startet der Wallstein Verlag seine „Ukrainische Bibliothek“: Mit Gedichten von Taras Schewtschenko und Prosa von Lesja Ukrajinka. Beide haben sich während des russischen Imperiums für eine unabhängige ukrainische Kultur eingesetzt. Viele ihrer Texte kann man nun zum ersten Mal in deutscher Übersetzung lesen.

Tanja Maljartschuk ist eine der Herausgeber*innen der „Ukrainischen Bibliothek“ - wir sprechen mit ihr.

Explodierende Genreliteratur

Ein Ermittler auf der Suche nach der Tochter des Käsebarons landet in einem hysterischen Europa der 30er Jahre - zwischen sowjetischen und britischen Geheimagenten, Nazis und Swing-Musikern.

Der neue Roman von Thomas Pynchon „Schattennummer“ spielt mit einem ausgeklügelten Netzwerk von Verweisen und Verknüpfungen.

Angeklagt wegen „Terrorpropaganda“

Mehr als fünf Jahrzehnte ist er alt: Der Konflikt zwischen dem türkischen Staat und der kurdischen Minderheit. Für den Autor Yavuz Ekinci ist der Konflikt ein zentrales Thema. Immer wieder greift er ihn auf, immer wieder bekommt er deshalb Probleme.

Sieben Jahre Haft drohen Ekinci aktuell für ein Buch, das jetzt auch auf Deutsch erschienen ist. „Die, deren Träume zerbrochen sind“ heißt es.

Eine Geschichte des Körpers

Nähen, Putzen, Backen, Kochen, Wischen und Kinder wiegen – das sind die Tätigkeiten, die den Händen von Frauen zugedacht sind. Bis eine Tochter kommt und diesen Kreislauf durchbricht, indem sie ihre Hände zu etwas anderem benutzt, nämlich zum Schreiben.

Die Autorin Jegana Dschabbarowa ist als Teil der aserbaidschanischen Diaspora in Russland aufgewachsen und erfährt dort starke Diskriminierung. In ihrem ersten Roman „Die Hände der Frauen in meiner Familie waren nicht zum Schreiben bestimmt“, bricht die Autorin mit den patriarchalen Traditionen und entdeckt ihre Freiheit im Schreiben.

„Meine Figuren sind Suchende“

Ihre Erzählungen haben Joy Williams vor zwei Jahren endlich auch in Deutschland bekannt gemacht. Nun erscheint eine neue Sammlung auf Deutsch, „Stories 2“, mit Geschichten aus fünf Jahrzehnten.

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Erstmals publiziert am
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Moderator/in
Kristine Harthauer
Kristine Harthauer, SWR Kultur Autorin und Moderatorin
Redakteur/in
Kristine Harthauer