Es gibt unzählige Ensembles, die bis heute die Klassiker von Django Reinhardt interpretieren, aber nur wenige haben dem „Gypsy-Jazz“ auch neue Impulse eingehaucht. Zu diesen Ausnahmen gehört zweifelsohne das Trio „Die Drahtzieher“. Beim Label Fine Music haben die Musiker nun ihr neues Album „Mer Diga Men“ veröffentlicht - das ist Romanes und bedeutet so viel wie „Wir sehen uns".
Überschäumend und mitreißend ist diese hervorragend abgemischte Produktion der drei Instrumentalisten - meint unser Jazzkritiker Georg Waßmuth.
„The Japanese Sandman“ aus dem Album „Mer Diga Men“ vom Trio „Die Drahtzieher“
Album-Tipp Jazz Brad Mehldau: „Ride Into The Sun“
Auf seinem neuen Album feiert der Pianist - der vor allem als Jazz-Mann bekannt ist, den Singer-Songwriter Elliott Smith, der 2003 verstarb. „Ich bekomme von seiner Musik etwas Ähnliches wie von Schuberts Sonaten, Mahlers Symphonien, den Beatles Songs, Radiohead - diese Mischung einer dunklen, düsteren Stimmung und zugleich einer großen Schönheit.“
Ein ungewöhnliches Album, meint unser Jazzkritiker Johannes Kaiser.
Album-Tipp Jazz Ruhe und Klarheit -„Zen Garden“ von Max Treutner
Für den jungen Saxophonisten und Komponisten Max Treutner ist der Zen-Garten der persönliche Ort, um zu sich selbst zu kommen. Davon ließ er sich auch bei der Arbeit an seinem ersten Album inspirieren. „Zen Garden“ wurde in New York aufgenommen im hippen Stil der 1960er Jahre. Dafür hat Treutner starke Mitspieler ausgesucht, die das feine Gespür für Atmosphäre, Tempo und Intonation eint. Die Altersspanne zwischen den Musikern beträgt über 20 Jahre. So gesehen ist „Zen Garden“ auch ein Generationenprojekt. Ein sensationelles Debut, findet unsere Jazzkritikerin Fanny Opitz.
Album-Tipp Jazz „In.Sight“ - Fabia Mantwill Orchestra
Klavier und Saxophon, das waren die Instrumente, die es Fabia Mantwill bereits in jungen Jahren angetan hatten. Später studierte sie am renommierten Jazz-Institut Berlin, merkte aber schnell, dass es der Jazz alleine nicht sein kann. Und so hat sie sich mit der finnischen Musik und mit afrikanischen Rhythmen auseinandergesetzt. Ob Jazz, Folklore, Americana, Pop oder Klassik, für Fabia Mantwill gibt es keine Grenzen.