Sie selbst spielt verschiedene Holzblasinstrumente: Saxophon, Querflöte, Klarinette und Bassklarinette. Ihre Kompositionen zeichnen sich durch eine Klangfarbenvielfalt aus und sind geprägt von einer großen Offenheit. Denn ihre Mitmusiker besitzen durchaus die Freiheit, eigene Ideen einzubringen. Trotzdem klingt diese Musik rund, stimmig und wie aus einem Guss – meint unser Jazzkritiker Johannes Kaiser.
„Abysses“ aus dem Album „Perception“ vom Hélène Duret Synestet
Album Tipp Jazz Stephanie Wagner & Norbert Dömling – Flute ’n’ Bass „Elektrolyte“
Stephanie Wagner hat klassische und Jazz-Querflöte an der Musikhochschule Mainz studiert und als Stipendiatin ein Studium am Berklee College of Music in Boston (USA) absolviert. Zusammen mit dem Bassisten Norbert Dömling entstand die rein akustische Debüt-CD „Flute 'n' Bass“, die 2023 für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert wurde. Nun hat das Duo ein neues Album nachgelegt, das sich in einer elektrifizierten, hochflexiblen Besetzung präsentiert: C-Flöte, Alt-Flöte und Bass-Flöte treffen auf E-Bass und 6-string fretless Bass. „Elektrolyte“ ist ein stimmiges Werk mit einfallsreichen innovativen Sounds, unkonventionellen sphärischen Klängen und einzigartigen Grooves, meint Musikkritikerin Marlene Küster.
Album Tipp Jazz „Perspectivity“ - Elmo Nero
Die Bassistin Gina Schwarz, der Gitarrist Christoph Helm und der Schlagzeuger Chris Parker kennen sich aus verschiedenen Ensemble-Projekten des Wiener Konservatoriums. Im Jahr 2022 beschlossen die drei eine Band zu gründen, weil sie sich musikalisch geradezu perfekt ergänzen. Einen Eindruck davon vermittelt das Album „Perspectivity“ des Trios aus Österreich.
Album Tipp Jazz Kind of Now – Das Erbe Miles Davis' lebendig halten
Schon im Titel seines aktuellen Albums stellt Schlagzeuger Gregory Hutchinson eine enge Verbindung zu Miles Davis her. Der schrieb 1959 mit „Kind of Blue“ Jazzgeschichte. Mit einem exzellent besetzten Sextett interpretiert er einige der größten Hits von Miles Davis neu und ergänzt sie durch Stücke von anderen Jazzgrößen oder Eigenkompositionen.
Die Musiker schaffen es, mit bekannter Musik eigene Geschichten zu erzählen. Genau das wollte Hutchinson erreichen: Den Spirit der legendären Kollegen in Bewegung halten, aber keine Heldenverehrung betreiben. Vorzüglich gelungen – sagt unser Musikredakteur Georg Wasmuth.