Mit einem exzellent besetzten Sextett interpretiert er einige der größten Hits von Miles Davis neu und ergänzt sie durch Stücke von anderen Jazzgrößen oder Eigenkompositionen.
Die Musiker schaffen es, mit bekannter Musik eigene Geschichten zu erzählen. Genau das wollte Hutchinson erreichen: Den Spirit der legendären Kollegen in Bewegung halten, aber keine Heldenverehrung betreiben. Vorzüglich gelungen – sagt unser Musikredakteur Georg Wasmuth.
„Seven Steps to Heaven“ aus dem Album „Kind of Now“ von Gregory Hutchinson
Album Tipp Jazz Australischer Jazz in Bestform - Hilary Geddes Quartet
„Redleaf“ heißt ein bemerkenswerter Jazz-Import aus Downunder. Dahinter steckt die Gitarristin Hilary Geddes. Sie hat die Stücke während der Coronapandemie geschrieben, als Sydney wie so viele andere Städte im Lockdown steckte und die Natur für viele besonders wichtig war. „Redleaf“ ist der Strand, an den sich Hilary Geddes gerne flüchtete, und die Musik des Albums klingt genauso: Die Melodien erinnern an Meer, Steppe, Himmelsspektakel. Die Gitarre hat eindeutig die Führung, gibt aber auch genügend Raum für die Interpretationen und Improvisationen der anderen drei Musiker. Hilary Geddes lässt in ihrem Spiel immer wieder Bluesklänge aufblitzen. Auch dadurch bekommt das Album eine besondere Note und wird von Musikredakteur Niklas Wandt unbedingt zum Hören empfohlen.
Album Tipp Jazz „The Tokyo Sessions“ – Benjamin Herman
Mit über 50 Alben als Solokünstler zählt der Saxophonist Benjamin Herman zu den produktivsten Musikern der Niederlande. Außerdem ist er bekannt dafür, dass er auf unkonventionelle Art und Weise Jazztraditionen mit modernen Einflüssen verbindet.
Für sein neues Album ist Benjamin Herman mit dem Bassisten Thomas Pol und dem Schlagzeuger und Produzenten des Albums, Jimmi Jo Hueting, nach Tokio gereist. Dort haben sich die drei Musiker in der Underground-Musikszene umgesehen und zahlreiche Konzerte von Noise-Künstlern und Free-Jazz-Musikern besucht. Für die Produktion des Albums hat Herman dann einige japanische Musiker ins Studio eingeladen. Herausgekommen sind meisterhafte Kompositionen, die einen in sein Japan-Universum reinziehen, schwärmt unsere Jazzkritikerin Marlene Küster.
Album Tipp Jazz Highlife, Afrobeat und Jazzfunk - „Chasing Shadows" von der britischen Band Nubiyan Twist
In den letzten Jahren haben eine Reihe Bands aus Großbritannien für Furore weit über die Jazzszene hinaus gesorgt - darunter auch Nubiyan Twist. Basis ihrer Musik ist ein zugänglicher, groove-basierter Sound, der sich aus einem reichen Fundus der Stile speist - neben Jazz, Fusion und Hiphop verarbeiten sie vor allem die Musiken der afrikanischen und afrokaribischen Diaspora.