SWR Kultur bietet eine Fülle an Konzerten für Sie. Einige zum Download, viele ein Jahr lang zum Nachhören. Stöbern Sie und finden Sie schöne Musikschätze.
Sie finden hier außerdem die Radio-Sendetermine von Konzerten aktueller Festivals.
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Ein Konzertbesuch in ihrer Heimatstadt Montreal wurde für Karen Gomyo zum Erweckungserlebnis. Die Geigerin Midori Seiler verzauberte sie damals von der ersten Sekunde an mit Mendelssohns Violinkonzert op. 64 - da war es um die Kanadierin geschehen. Seitdem ist die Geige auch ihr Instrument. Längst ist Karen Gomyo selbst eine feste Größe und tourt als Solistin und Kammermusikerin durch die Konzertsäle dieser Welt. Mit Mendelssohns Violinkonzert macht sie nun Halt beim SWR Symphonieorchester in Stuttgart und gibt gemeinsam mit dem griechischen Dirigenten Constantinos Carydis ihr Debüt.
Konzertmitschnitt vom 25. Februar 2026 in der Harmonie Heilbronn
Württembergisches Kammerorchester Heilbronn
Dominik Wagner, Georg Breinschmid (Kontrabass)
Leitung: Risto Joost
Auf dramatischen Liebesgeschichten basieren nicht nur (die meisten) Opern, auch manche Instrumentalmusik hat darin ihren Ausgangspunkt. Einige Erzählungen haben es so tief ins kulturelle Gedächtnis geschafft, dass sie immer wieder beschrieben oder komponiert wurden. Sie treffen in diesem Konzert aufeinander, in dem neben Tristan und Isolde und Romeo und Julia auch die Ehekrise aus Tolstois "Kreutzersonate" eine Rolle spielt - und ein Werk, das ohne die Liebe des Komponisten zu einer jungen Geigerin nie entstanden wäre.
Benannt nach der Titelfigur in Richard Strauss' Oper „Arabella", wuchs Steinbacher in einer Musikerfamilie auf und begann das Geigenspiel mit drei Jahren. Wenig verwunderlich also, dass ihr der persönliche Bezug zur Musik von Strauss quasi in die Wiege gelegt wurde. Arabella Steinbacher gehört seit vielen Jahren zu den großen Virtuosinnen unserer Zeit. Dabei tritt sie nicht nur als Solistin, sondern auch als Kammermusikpartnerin auf - wie im Duo mit dem vielseitigen Pianisten und Arrangeur Peter von Wienhardt. Das Duo präsentiert sich bei den Bruchsaler Schlosskonzerten mit ausgeklügelten Arrangements bekannter Opern- und Ballettmusiken.
Das Akkordeon ist 2026 "Instrument des Jahres". Für Radu Ratoi ist es das "Instrument des Lebens". Er hat so ziemlich alle Preise abgeräumt, die es bei Wettbewerben zu holen gibt und beherrscht das Akkordeon mit atemberaubender Virtuosität. In Piazzollas Konzert darf er aber auch die lyrische Seite des "Schifferklaviers" zeigen. Nach der Pause spielt die junge amerikanische Geigerin Hana Chang Prokofjews zweites Violinkonzert. Auch sie ist vielfach preisgekrönt, u. a. beim Reine Elizabeth Wettbewerb in Brüssel. Die BBC fördert sie als "New Generation Artist".
"Wagner und die Moderne" könnte das Motto dieses Abends lauten, wenn der 1. Aufzug aus Richard Wagners "Walküre" mit Wolfgang Rihms wuchtigem Orchesterstück "IN-SCHRIFT" verwoben wird. Was Rihm 1995 ursprünglich für die spezielle Räumlichkeit des Markusdoms in Venedig schrieb, komponierte Wagner für die große Opernbühne als Teil seines "Rings". François-Xavier Roth präsentiert in diesem 6. Abo-Konzert eine wichtige dramaturgische Linie, die er als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des SWR Symphonieorchesters verfolgt: Musik aus Oper und Musiktheater ins Konzertprogramm zu integrieren.
Sie gelten als die „drei großen S“ des deutschen Frühbarocks: Heinrich Schütz, Johann Hermann Schein und Samuel Scheidt. Das solistisch besetzte Basler Ensemble Voces Suaves, dessen Mitglieder mehrheitlich von der Schola Cantorum Basiliensis stammen, arbeitet ohne Dirigenten. Hauptwerk des Abends ist Scheins „Israelsbrünnlein“ von 1623: Die Sammlung vertont alttestamentliche Texte für Leipziger Festanlässe und verbindet dabei die Renaissance-Polyphonie mit der Chromatik und Expressivität des italienischen Madrigals.
"Das Klavier ist mein zweites Ich", sagt die Pianistin Elisabeth Leonskaja. Wärme, Präsenz und Nahbarkeit sind Eigenschaften, die nicht nur ihr Klavierspiel prägen. Musizieren nennt sie "heilige Arbeit", die Leonskaja seit fast sieben Jahrzehnten auf die Bühnen dieser Welt führt. Gemeinsam mit dem Dirigenten Thomas Guggeis und dem SWR Symphonieorchester gestaltet sie Brahms' 1. Klavierkonzert beim 5. Meisterkonzert der Konzertdirektion Russ in Stuttgart. Ergänzt wird das Programm durch Dvořáks 7. Sinfonie - die leidenschaftlichste und dramatischste unter den neun Sinfonien des böhmischen Komponisten.
Der junge Komponist Lawson Lawall und der Pianist und Komponist Robert Neumann haben sich letztes Jahr gegenseitig Klaviersonaten gewidmet.
Johann Sebastian Bachs Musik wurde beim letzten Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd in neues Licht gerückt. Basierend auf Forschungen von Meinolf Brüser thematisiert das Programm "Von letzten Dingen" existenzielle Fragen: Trauer und Demut prägen Werke wie die "Kunst der Fuge". Die Geigerin Leila Schayegh und der Organist Freddie James interpretieren diese persönlichen Bekenntnisse Bachs als Spiegel seiner Lebensstationen. Ergänzt wird die Musik durch prägnante Texte des Wortkünstlers Timo Brunke. Sie machen Bach als modernen Menschen greifbar und gewähren tiefgehende Einblicke in seine Seele.
Der Stuttgarter Fernsehturm wird 70. Ein Bauwerk mit Aussicht, für die Stadt und für den SWR. SWR Kultur feiert das Jubiläum mit einem Live-Konzert auf der verglasten Plattform in 144 Metern Höhe - Blick über den Talkessel bis zur Schwäbischen Alb inklusive. Das Viatores Quartet, von SWR Kultur als New Talent gefördert, spielt Musik aus unterschiedlichen Zeiten und Himmelsrichtungen. Vier junge Musiker*innen, präsent, neugierig, temperamentvoll - und offensichtlich höhentauglich.
Die Welt brodelt. Trotzdem erklingt Musik. In den drei neuen Werken für das SWR Symphonieorchester spielen verschiedene Realitäten eine Rolle. Der Gitarrist Frederik Munk Larsen ist für Malin Bang ein "Cicerone", ein Fremdenführer durch orchestrale Erinnerungsräume. Gegensätze bestimmen die Musik von Arnulf Herrmann. Und der scheinbar "ruhig feste Tritt" in Oxana Omelchuks Stück assoziiert Brechts "Kälber" auf dem Weg zur Schlachtbank - ist also alles andere als gesichert. Doch im Orchester steckt, wie Herrmann sagt, auch Wachsamkeit, Gemeinschaft und Interaktion und damit "letztlich eine Utopie."
250 Jahre nach der amerikanischen Unabhängigkeit im Jahr 1776 blickte das Heidelberger Frühling Streichquartettfest in diesem Jahr über den Atlantik und auf die amerikanischen Impulse, die die europäische Quartetttradition geprägt haben. In der zweiten Hälfte des SWR Kultur Mittagskonzerts gibt es neue Aufnahmen mit dem tschechischen Pianisten Jan Čmejla, der seit Jahresbeginn neues SWR Kultur New Talent ist.
Das Bundesjugendorchester, Deutschlands jüngstes Spitzenorchester und mittlerweile beliebter Stammgast im Palatin Wiesloch, steht für musikalische Exzellenz, Energie und Leidenschaft. Mit der estnischen Dirigentin Anu Tali begibt sich das Ensemble auf eine klangliche Entdeckungsreise durch nordische Mythen, romantische Sehnsucht und orchestrale Farbmagie. Als Solist bei diesem Programm wirkt der niederländisch-amerikanische Geiger Stephen Waarts mit.
Wie klang der Jazz-Boom der 1920er in Skandinavien und England? Eine musikalische Spurensuche in den Archiven des Nordens erweckt fast vergessene, elegante Klavierwerke voller Dynamik zu neuem Leben.
Kann man im Konzert spüren, ob die Musiker*innen befreundet sind? Freundschaft ist zwar keine Voraussetzung für ein lebendiges Zusammenspiel, aber wer menschlich auf einer Wellenlänge ist, darf auch musikalisch mehr Freiheiten und Risiken wagen und hat vermutlich mehr Spaß bei der Probenarbeit. Das kann man bei Franziska Hölscher und Marianna Shirinyan erleben. Die Geigerin aus Heidelberg und die Pianistin aus dem armenischen Jerewan kennen sich seit ihrem Studium in Lübeck und spielen seither regelmäßig zusammen - mal mit prominenten Gästen wie Katja Riemann oder Roger Willemsen, mal in Duo-Formation.
Zum Jahresbeginn präsentieren Chefdirigent François-Xavier Roth und das SWR Symphonieorchester ein rein französisches Programm. Emmanuel Pahud spielt das für ihn geschriebene Flötenkonzert "Saccades" - im Wortsinn "Zuckung" oder "Ruck" - von Philippe Manoury, das einen beinahe szenischen Dialog zwischen Solist und Orchester entstehen lässt. Umrahmt wird dieses zeitgenössische Werk von Claude Debussys lyrisch-schwebender Mallarmé-Hommage "Prélude à l'après-midi d'un faune" und Maurice Ravels berauschend schöner und aufwendig besetzter Ballettmusik "Daphnis et Chloé".