SWR Kultur bietet eine Fülle an Konzerten für Sie. Einige zum Download, viele ein Jahr lang zum Nachhören. Stöbern Sie und finden Sie schöne Musikschätze.
Sie finden hier außerdem die Radio-Sendetermine von Konzerten aktueller Festivals.
SWR Kultur bietet eine Fülle an Konzerten für Sie. Einige zum Download, viele ein Jahr lang zum Nachhören. Stöbern Sie und finden Sie schöne Musikschätze.
Sie finden hier außerdem die Radio-Sendetermine von Konzerten aktueller Festivals.
Die Stadthalle Heidelberg ist seit der Gründung des Heidelberger Frühling im Jahr 1997 die Hauptspielstätte und das Herzstück des Festivals gewesen. Nach einer umfangreichen Sanierung von 2019 bis 2025 kehrt das Musikfestival in diesem Jahr zurück in das modernisierte Konzerthaus und hat sich dazu internationale Spitzenorchester wie das Royal Stockholm Philharmonic Orchestra eingeladen. Das in den vergangenen Jahren auf mehreren internationalen Tourneen gefeierte Königlich-philharmonische Orchester aus Stockholm und sein Chefdirigent Ryan Bancroft konzertiert mit Clara-Jumi Kang, der in Mannheim geborenen Stargeigerin.
Mensch, Masse und Macht waren Thema eines Musiktheaters, das das SWR Vokalensemble beim Taschenopernfestival Salzburg aufführte. Drei der dafür komponierten Werke erlebten im Festival Eclat ihre Uraufführung als Konzertstücke. Sie thematisieren Manipulation und Macht, Ohnmacht oder Widerstand mit stimmlichen, chorischen klanglichen Mitteln, nicht mit Worten. "The work does not tell; it listens", sagt der Komponist Vito Zuraj. Auch die beiden neuen Werke für das Aleph Gitarrenquartett horchen: fantasievoll auf Spektren der Instrumente oder auf die Farben von Lupinen.
Classic FM wählte Philipp Schupelius im März 2024 unter die 30 spannendsten Nachwuchsmusiker der Welt. Der vielfach ausgezeichnete junge Cellist begeisterte sein Publikum als Solist und Kammermusiker bereits auf zahlreichen europäischen Bühnen. Mit Leidenschaft widmet er sich besonderen Konzertformaten, Themenkonzerten und der Verbindung verschiedener Kunstformen in einem Konzerterlebnis. Derzeit studiert er an der Kronberg Academy in der Klasse von Wolfgang Emanuel Schmidt. Nach Bruchsal kommt Philipp Schupelius mit der japanischen Pianistin Yukino Kaihara und seinem Bruder Georg Schupelius.
Wege zu Bach heißt das Motto in diesem Jahr beim Internationalen Bachfest Stuttgart und diese Wege sind vielfältig: neben Bachs Kyrie-Gloria Messen, der berühmten h-Moll Messe und den vier Kurzmessen, den "lutherischen Messen", bringen Jazz-Akkordeonist Vincent Peirani oder die Sopranistin Hana Blažíková und das Ensemble Constantinopel ganz andere Farben ins Bachfest. Die Eröffnung ist prunkvoll: die Gaechinger Cantorey musiziert Messen von Heinichen und Zelenka, die sie für den katholischen Hof der sächsischen Kurfürsten geschrieben haben. Prunkvolle Musik von Bachs Kollegen am Dresdner Hof.
Dietrich Buxtehude, Organist an der Marienkirche in Lübeck, komponiert für die Passionszeit 1680 seinen berühmten Zyklus "Membra Jesu Nostri". In den sieben Kantaten betrachtet er die Gliedmaßen des Gekreuzigten: er beginnt bei den Füßen, geht hoch zu den Knien, danach zu den Händen, der Brust, und zuletzt zum Herzen. Dabei verwendet er Bibeltexte und geistliche Texte aus dem Mittelalter. Neben diesem außergewöhnlichen Zyklus erklingen noch zwei Triosonaten von Buxtehude. Seine Musik ist damals so herausragend, dass der junge Johann Sebastian Bach zu Fuß nach Lübeck geht, um sie live zu hören.
Das Abschlusskonzert der Residenz des O/Modernt-Ensembles beim Heidelberger Frühling Musikfestival wandelt auf den Spuren der kühnsten musikalischen Ideen seit dem 16. Jahrhundert. Nico Muhly, der 1981 in Vermont geborene Komponist, arrangierte für Hugo Ticciati und sein Ensemble dafür Sätze zweier englischer Renaissance-Meister neu. Der dreitägige Aufenthalt in Heidelberg gehört für Hugo Ticciati und sein vielgepriesenes Kammerorchester O/Modernt zu den ersten größeren Residenzen außerhalb Schwedens. Unter dem Motto "Hausbesetzung“ präsentierten die Musikerinnen und Musiker in der wiedereröffneten Heidelberger Stadthalle sehr unterschiedliche Formate.
Johann Sebastian Bach hat sich einige Gedanken gemacht, als er in den späten 1730er-Jahren seine vier "lutherischen Messen" komponiert hat. Diesen Messen, die aus Kyrie und Gloria bestehen, liegen bereits komponierte Sätze aus verschiedenen Kantaten zugrunde. Dank wirkungsvoller Umgestaltung schafft er es, die bestehende Musik eindringlich und aussagekräftig mit dem lateinischen Text der Messe eindringlich zu verbinden. Das macht er so gut, dass Einzelsätze daraus schon im 18. Jahrhundert gedruckt wurden und schon 1818 kommt die Partitur der A-Dur Messe auf den Markt.
Der georgische Pianist David Khrikuli, Finalist des Chopin-Klavierwettbewerbs 2025 in Warschau, sprang in Bad Kreuznach kurzfristig für den erkrankten Alexander Gadjiev ein. Im Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens steht Chopins Musik, und so konzentrierte er sich auch im Rahmen von Kreuznach Klassik auf dessen Werke. Khrikulis Interpretationen zeichnen sich durch stilistische Klarheit, differenzierte Klanggestaltung und ein ausgeprägtes Verständnis für die formalen und tänzerischen Grundlagen dieser Musik aus. Sein Credo: "Der Komponist drückt Gefühle aus, mit denen man sich identifizieren kann. Ehrlich zu sich selbst und zum Publikum zu sein, ist der Schlüssel."
Im Zentrum des Konzerts stand Felix Mendelssohn Bartholdys "Lobgesang", eine Sinfonie-Kantate von romantischer Klangpracht. Mit bewegenden Melodien und Texten vermittelt das Werk Trost, Hoffnung und die Überwindung von Dunkelheit - eine Botschaft, die aktueller nicht sein könnte. Unter der Leitung von Katharina Morin gestalteten Solistinnen und Solisten der Mainzer Musikhochschule gemeinsam mit herausragenden musikalischen Nachwuchstalenten des Landes in Chor und Orchester einen Abend, der Vergangenheit und Gegenwart verbindet.
Konzertmitschnitt vom 25. Februar 2026 in der Harmonie Heilbronn
Württembergisches Kammerorchester Heilbronn
Dominik Wagner, Georg Breinschmid (Kontrabass)
Leitung: Risto Joost
Benannt nach der Titelfigur in Richard Strauss' Oper „Arabella", wuchs Steinbacher in einer Musikerfamilie auf und begann das Geigenspiel mit drei Jahren. Wenig verwunderlich also, dass ihr der persönliche Bezug zur Musik von Strauss quasi in die Wiege gelegt wurde. Arabella Steinbacher gehört seit vielen Jahren zu den großen Virtuosinnen unserer Zeit. Dabei tritt sie nicht nur als Solistin, sondern auch als Kammermusikpartnerin auf - wie im Duo mit dem vielseitigen Pianisten und Arrangeur Peter von Wienhardt. Das Duo präsentiert sich bei den Bruchsaler Schlosskonzerten mit ausgeklügelten Arrangements bekannter Opern- und Ballettmusiken.
Das Akkordeon ist 2026 "Instrument des Jahres". Für Radu Ratoi ist es das "Instrument des Lebens". Er hat so ziemlich alle Preise abgeräumt, die es bei Wettbewerben zu holen gibt und beherrscht das Akkordeon mit atemberaubender Virtuosität. In Piazzollas Konzert darf er aber auch die lyrische Seite des "Schifferklaviers" zeigen. Nach der Pause spielt die junge amerikanische Geigerin Hana Chang Prokofjews zweites Violinkonzert. Auch sie ist vielfach preisgekrönt, u. a. beim Reine Elizabeth Wettbewerb in Brüssel. Die BBC fördert sie als "New Generation Artist".
Sie gelten als die „drei großen S“ des deutschen Frühbarocks: Heinrich Schütz, Johann Hermann Schein und Samuel Scheidt. Das solistisch besetzte Basler Ensemble Voces Suaves, dessen Mitglieder mehrheitlich von der Schola Cantorum Basiliensis stammen, arbeitet ohne Dirigenten. Hauptwerk des Abends ist Scheins „Israelsbrünnlein“ von 1623: Die Sammlung vertont alttestamentliche Texte für Leipziger Festanlässe und verbindet dabei die Renaissance-Polyphonie mit der Chromatik und Expressivität des italienischen Madrigals.
Johann Sebastian Bachs Musik wurde beim letzten Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd in neues Licht gerückt. Basierend auf Forschungen von Meinolf Brüser thematisiert das Programm "Von letzten Dingen" existenzielle Fragen: Trauer und Demut prägen Werke wie die "Kunst der Fuge". Die Geigerin Leila Schayegh und der Organist Freddie James interpretieren diese persönlichen Bekenntnisse Bachs als Spiegel seiner Lebensstationen. Ergänzt wird die Musik durch prägnante Texte des Wortkünstlers Timo Brunke. Sie machen Bach als modernen Menschen greifbar und gewähren tiefgehende Einblicke in seine Seele.
Der Stuttgarter Fernsehturm wird 70. Ein Bauwerk mit Aussicht, für die Stadt und für den SWR. SWR Kultur feiert das Jubiläum mit einem Live-Konzert auf der verglasten Plattform in 144 Metern Höhe - Blick über den Talkessel bis zur Schwäbischen Alb inklusive. Das Viatores Quartet, von SWR Kultur als New Talent gefördert, spielt Musik aus unterschiedlichen Zeiten und Himmelsrichtungen. Vier junge Musiker*innen, präsent, neugierig, temperamentvoll - und offensichtlich höhentauglich.
Wie klang der Jazz-Boom der 1920er in Skandinavien und England? Eine musikalische Spurensuche in den Archiven des Nordens erweckt fast vergessene, elegante Klavierwerke voller Dynamik zu neuem Leben.