SWR Kultur bietet eine Fülle an Konzerten für Sie. Einige zum Download, viele ein Jahr lang zum Nachhören. Stöbern Sie und finden Sie schöne Musikschätze.
Sie finden hier außerdem die Radio-Sendetermine von Konzerten aktueller Festivals.
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Wer den Sibelius-Wettbewerb gewinnt, dem liegt das Violinkonzert des finnischen Komponisten im Blut. 2022 erspielte sich der Südkoreaner Inmo Yang damit den 1. Preis in Helsinki und debütiert nun beim SWR Symphonieorchester mit diesem Paradestück. An seiner Seite: die finnische Dirigentin Eva Ollikainen. Nach ihrem erfolgreichen Debüt 2024 kehrt sie zurück nach Stuttgart und kombiniert Sibelius mit Anton Bruckner. Dass letzterer seiner 4. Sinfonie die Bezeichnung "Romantische" gab, wird sofort klar, wenn gleich zu Beginn mit dem Horn eines der urromantischen Instrumente schlechthin erklingt.
Nach Grieg und Nielsen (im Mittagskonzert vom 10. April nachzuhören) gesellt sich in der zweiten Konzerthälfte Jean Sibelius mit seiner opulenten zweiten Sinfonie in den skandinavischen Klangreigen des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie. Die Französin Chloé Dufresne, ausgebildet an der Sibelius-Akademie in Helsinki und Dudamel Fellow beim Los Angeles Philharmonic, leitet die Rheinische Philharmonie durch diesen nordischen Abend.
Die Posaune ist im Aufwind: Längst wird sie nicht mehr nur als behäbiges, lautes Orchesterinstrument wahrgenommen, sondern hat sich als solistisches Instrument etabliert. Von sachte bis herrschaftlich, von laut bis leise, von Barock bis Jazz - die Posaune hat viele Facetten und genau diese will das junge „Sélean Trio“ auf die Bühne bringen - in einem bunten Programm, das von modernen Originalkompositionen bis hin zu Neuinterpretationen von bekannten Klassikern reicht.
Johann Sebastian Bach hat sich einige Gedanken gemacht, als er in den späten 1730er-Jahren seine vier "lutherischen Messen" komponiert hat. Diesen Messen, die aus Kyrie und Gloria bestehen, liegen bereits komponierte Sätze aus verschiedenen Kantaten zugrunde. Dank wirkungsvoller Umgestaltung schafft er es, die bestehende Musik eindringlich und aussagekräftig mit dem lateinischen Text der Messe zu verbinden. Das macht er so gut, dass Einzelsätze daraus schon im 18. Jahrhundert gedruckt wurden und schon 1818 kommt die Partitur der A-Dur Messe auf den Markt.
Werke der Mannheimer Schule spielt das Kurpfälzische Kammerorchester seinem französischen Leiter Paul Meyer und dem französischen Pianisten Éric Le Sage. Der in Aix-en-Provence geborene Le Sage hat sich als berühmter Vertreter der französischen Klavierschule etabliert und wird regelmäßig für seinen sehr subtilen Klang, seinen echten Sinn für Struktur und poetische Phrasierung gerühmt. So lobte beispielsweise die ZEIT 2010 seine „ideale französische Klavierästhetik und Klarheit“. Éric Le Sage war Preisträger großer internationaler Wettbewerbe und ist inzwischen Professor an der Hochschule für Musik in Freiburg.
Musik und Tanz sind seit jeher Ausdruck von Lebensfreude, Tradition und Gemeinschaft. Gerade die slawisch-ungarische Musik mit ihren feurigen Rhythmen, sehnsuchtsvollen Melodien und mitreißenden Wechseln zwischen Leidenschaft und Leichtigkeit verkörpert diese Kunst auf einzigartige Weise - Musik für alle Jahreszeiten und jede Gelegenheit. Die DRP nimmt ihr Publikum mit in die Klangwelt dieser lebensbejahenden Kompositionen, unter der Leitung des feurigen Katalanen Pons ein ganz besonderes Erlebnis.
Das Nerida Quartett gehört zur Spitze des europäischen Klassik-Nachwuchses. Seit 2024 musiziert das Ensemble in der jetzigen Besetzung, die noch im nämlichen Jahr mit dem Preis des Bundespräsidenten beim Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb ausgezeichnet wurde. 2025 folgte dann ein Platz auf dem Siegertreppchen des international renommierten Wettbewerbs des Heidelberger Quartettfrühlings. Für SWR Kultur musizierte das Quartett der Zukunft Klassik und druckfrisch Neues aus der Königsklasse der Kammermusik.
Unter der Leitung des Maestros persönlich erklingt HK Grubers "Frankenstein!!", ein komisch-skurril-schauriges Pandämonium, das zwischen Popmusik, Wiener Kabarett, Kurt Weill, Hanns Eisler und Strawinskys Neoklassizismus changiert. Perfekt ergänzt wird die Performance durch Auszüge aus Friedrich Cerhas "Wiener Kaleidoskop", eine Hommage an die Klänge seiner Kindheit: Walzer, Polkas, Operettenmelodien - durch Verfremdung überdreht, pointiert und auf Distanz gebracht.
Sein Name ist Programm: Als einer der führenden Bratschisten der Gegenwart setzt Lawrence Power sowohl als Solist wie auch als Kammermusiker starke Akzente für die Erweiterung des Bratschenrepertoires. Gemeinsam mit seinem langjährigen Duopartner, dem vielseitigen Pianisten und Dirigenten Simon Crawford-Phillips, hat Power ein Programm kreiert, das einen spannenden Querschnitt von Original- und arrangierten Werken für Viola und Klavier vorstellt und einen besonderen Schwerpunkt auf die Musik englischer Komponisten legt.
Die Stadthalle Heidelberg ist seit der Gründung des Heidelberger Frühling im Jahr 1997 die Hauptspielstätte und das Herzstück des Festivals gewesen. Nach einer umfangreichen Sanierung von 2019 bis 2025 kehrt das Musikfestival in diesem Jahr zurück in das modernisierte Konzerthaus und hat sich dazu internationale Spitzenorchester wie das Royal Stockholm Philharmonic Orchestra eingeladen. Das in den vergangenen Jahren auf mehreren internationalen Tourneen gefeierte Königlich-philharmonische Orchester aus Stockholm und sein Chefdirigent Ryan Bancroft konzertiert mit Clara-Jumi Kang, der in Mannheim geborenen Stargeigerin.
Mensch, Masse und Macht waren Thema eines Musiktheaters, das das SWR Vokalensemble beim Taschenopernfestival Salzburg aufführte. Drei der dafür komponierten Werke erlebten im Festival Eclat ihre Uraufführung als Konzertstücke. Sie thematisieren Manipulation und Macht, Ohnmacht oder Widerstand mit stimmlichen, chorischen klanglichen Mitteln, nicht mit Worten. "The work does not tell; it listens", sagt der Komponist Vito Zuraj. Auch die beiden neuen Werke für das Aleph Gitarrenquartett horchen: fantasievoll auf Spektren der Instrumente oder auf die Farben von Lupinen.
Classic FM wählte Philipp Schupelius im März 2024 unter die 30 spannendsten Nachwuchsmusiker der Welt. Der vielfach ausgezeichnete junge Cellist begeisterte sein Publikum als Solist und Kammermusiker bereits auf zahlreichen europäischen Bühnen. Mit Leidenschaft widmet er sich besonderen Konzertformaten, Themenkonzerten und der Verbindung verschiedener Kunstformen in einem Konzerterlebnis. Derzeit studiert er an der Kronberg Academy in der Klasse von Wolfgang Emanuel Schmidt. Nach Bruchsal kommt Philipp Schupelius mit der japanischen Pianistin Yukino Kaihara und seinem Bruder Georg Schupelius.
Wege zu Bach heißt das Motto in diesem Jahr beim Internationalen Bachfest Stuttgart und diese Wege sind vielfältig: neben Bachs Kyrie-Gloria Messen, der berühmten h-Moll Messe und den vier Kurzmessen, den "lutherischen Messen", bringen Jazz-Akkordeonist Vincent Peirani oder die Sopranistin Hana Blažíková und das Ensemble Constantinopel ganz andere Farben ins Bachfest. Die Eröffnung ist prunkvoll: die Gaechinger Cantorey musiziert Messen von Heinichen und Zelenka, die sie für den katholischen Hof der sächsischen Kurfürsten geschrieben haben. Prunkvolle Musik von Bachs Kollegen am Dresdner Hof.
Dietrich Buxtehude, Organist an der Marienkirche in Lübeck, komponiert für die Passionszeit 1680 seinen berühmten Zyklus "Membra Jesu Nostri". In den sieben Kantaten betrachtet er die Gliedmaßen des Gekreuzigten: er beginnt bei den Füßen, geht hoch zu den Knien, danach zu den Händen, der Brust, und zuletzt zum Herzen. Dabei verwendet er Bibeltexte und geistliche Texte aus dem Mittelalter. Neben diesem außergewöhnlichen Zyklus erklingen noch zwei Triosonaten von Buxtehude. Seine Musik ist damals so herausragend, dass der junge Johann Sebastian Bach zu Fuß nach Lübeck geht, um sie live zu hören.
Das Abschlusskonzert der Residenz des O/Modernt-Ensembles beim Heidelberger Frühling Musikfestival wandelt auf den Spuren der kühnsten musikalischen Ideen seit dem 16. Jahrhundert. Nico Muhly, der 1981 in Vermont geborene Komponist, arrangierte für Hugo Ticciati und sein Ensemble dafür Sätze zweier englischer Renaissance-Meister neu. Der dreitägige Aufenthalt in Heidelberg gehört für Hugo Ticciati und sein vielgepriesenes Kammerorchester O/Modernt zu den ersten größeren Residenzen außerhalb Schwedens. Unter dem Motto "Hausbesetzung“ präsentierten die Musikerinnen und Musiker in der wiedereröffneten Heidelberger Stadthalle sehr unterschiedliche Formate.
Johann Sebastian Bach hat sich einige Gedanken gemacht, als er in den späten 1730er-Jahren seine vier "lutherischen Messen" komponiert hat. Diesen Messen, die aus Kyrie und Gloria bestehen, liegen bereits komponierte Sätze aus verschiedenen Kantaten zugrunde. Dank wirkungsvoller Umgestaltung schafft er es, die bestehende Musik eindringlich und aussagekräftig mit dem lateinischen Text der Messe eindringlich zu verbinden. Das macht er so gut, dass Einzelsätze daraus schon im 18. Jahrhundert gedruckt wurden und schon 1818 kommt die Partitur der A-Dur Messe auf den Markt.
Der georgische Pianist David Khrikuli, Finalist des Chopin-Klavierwettbewerbs 2025 in Warschau, sprang in Bad Kreuznach kurzfristig für den erkrankten Alexander Gadjiev ein. Im Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens steht Chopins Musik, und so konzentrierte er sich auch im Rahmen von Kreuznach Klassik auf dessen Werke. Khrikulis Interpretationen zeichnen sich durch stilistische Klarheit, differenzierte Klanggestaltung und ein ausgeprägtes Verständnis für die formalen und tänzerischen Grundlagen dieser Musik aus. Sein Credo: "Der Komponist drückt Gefühle aus, mit denen man sich identifizieren kann. Ehrlich zu sich selbst und zum Publikum zu sein, ist der Schlüssel."
Im Zentrum des Konzerts stand Felix Mendelssohn Bartholdys "Lobgesang", eine Sinfonie-Kantate von romantischer Klangpracht. Mit bewegenden Melodien und Texten vermittelt das Werk Trost, Hoffnung und die Überwindung von Dunkelheit - eine Botschaft, die aktueller nicht sein könnte. Unter der Leitung von Katharina Morin gestalteten Solistinnen und Solisten der Mainzer Musikhochschule gemeinsam mit herausragenden musikalischen Nachwuchstalenten des Landes in Chor und Orchester einen Abend, der Vergangenheit und Gegenwart verbindet.