SWR Kultur bietet eine Fülle an Konzerten für Sie. Einige zum Download, viele ein Jahr lang zum Nachhören. Stöbern Sie und finden Sie schöne Musikschätze.
Sie finden hier außerdem die Radio-Sendetermine von Konzerten aktueller Festivals.
SWR Kultur bietet eine Fülle an Konzerten für Sie. Einige zum Download, viele ein Jahr lang zum Nachhören. Stöbern Sie und finden Sie schöne Musikschätze.
Sie finden hier außerdem die Radio-Sendetermine von Konzerten aktueller Festivals.
Cellist und SWR Kultur New Talent Arne Zeller eröffnet den Prolog der Schwetzinger SWR Festspiele – ein Debüt, das eine große Zukunft verspricht.
Im Rokokotheater des Schwetzinger Schlosses hing am vergangenen Sonntag eine große Europa-Fahne am Bühnenhintergrund. Davor saßen die jungen Musikerinnen und Musiker des European Union Baroque Orchestra, eines 1985 gegründeten Kulturbotschafters der Europäischen Union. Zu den Schwetzinger SWR Festspielen kam das European Union Baroque Orchestra unter der Leitung des Cembalisten Christophe Rousset mit einem Programm rund um Jean-Philippe Rameaus Musik.
Es muss sich ja nicht immer nur um den Mann drehen, es darf auch mal die Frau im Mittelpunkt stehen, haben sich Jörg Halubek und Il Gusto Barocco gedacht und deshalb einen Abend rund um die große Liebe von Orpheus gemacht: Eurydike. Musik und Gedichte von Dichterinnen aus der Zeit, in der Claudio Monteverdi seine Orfeo-Oper komponiert hat, rücken jetzt Eurydike in den Mittelpunkt und bringen weibliche Perspektiven zur Geltung.
Vogelgezwitscher und Meeresrauschen: Für sein Wiedersehen mit dem SWR Vokalensemble hat Marcus Creed Perlen angelsächsischer Naturlyrik auf die Schnur gefädelt. Im Zentrum steht Stanfords Klassiker „The Blue Bird“, dessen Beschwörung eines stillen Sees Generationen britischer Komponisten als Vorbild diente. Doch unter der Oberfläche lauert Abgründiges: Judith Bingham knüpft an Stanford an, während Edward Elgar in „Owls“ eine fast nihilistische Fantasie entwirft. Madrigale der Renaissance verbinden sich mit modernen Klangwelten zu einem Bestiarium – berückend schön und „very british“.
Frank Dupree, der Klavier-Tausendsassa aus Rastatt, brilliert auf den Tasten des Flügels wie kaum ein anderer. In der Konzertreihe "ClassicClash" von Villa Musica und SWR Kultur Musik RLP überschreitet er die Grenze zwischen Klassik und Jazz und verleiht den "Bildern einer Ausstellung" ein völlig neues Gesicht. Auch beim Franzosen Debussy und beim Brasilianer Villa-Lobos entdeckt er jazzige Facetten - gemeinsam mit seinem Jazz-Trio und brillanten Nachwuchsmusikern der Villa Musica. Originalwerke für Jazz-Trio und klassische Instrumente von Bolling und Kapustin runden das Programm ab.
Der Gesang des Orpheus bewegt Menschen und Götter. Die tragische Geschichte von Orpheus und Eurydike wird seit Jahrhunderten erzählt - vor allem in der Oper. In der diesjährigen Orchesterakademie mit dem SWR Symphonieorchester erkundet der Tenor Julian Prégardien die wenig bekannte Orpheus-Oper Joseph Haydns: "L'anima del filosofo". Mit Fabio Biondi am Pult bringt das Orchester anschließend Mozarts späte Es-Dur-Sinfonie KV 543 zum Strahlen.
Tabea Dupree und Gregor A. Mayrhofer im Gespräch über das Recycling Concerto mit einer Aufnahme von Vivi Vassileva und dem SWR Symphonieorchester.
Klassik trifft Rock: Das Signum Quartett vereint Beethoven, Mozart und Rock-Legenden zu einem energiegeladenen Dialog voller Überraschungen.
"Schwingt die Wiege des Kindes, Schwankt die Wage seines Schicksals; Schwindet der Weg des Lebens, Schwindet hin, in die ewigen Fernen", diese Zeilen stellte Ferruccio Busoni seiner "Berceuse élégiaque" voran. Sie entstand quasi autobiografisch als "Wiegenlied" eines Mannes "am Sarge seiner Mutter". Ganz anders Johannes Brahms: Er dachte bei seiner 4. Sinfonie nach eigenem Bekunden an den Geschmack saurer Kirschen, denn sie entstand in der steirischen Sommerfrische. Je tiefer man in das Werk hineingucke, desto mehr Sterne tauchen auf, befand eine Freundin des Komponisten.
Mit mehr als 40 Auszeichnungen bei renommierten Klavierwettbewerben und Konzerten weltweit hat die junge russisch-armenische Pianistin Eva Gevorgyan bereits einen rasanten Karrierestart vorgelegt. Beim Heidelberger Frühling tritt die 2004 geborene Künstlerin mit einem eigenen Recital auf. „Ihre Artikulation hat alle Genauigkeit und Persönlichkeit, die man sich nur wünschen kann", schreibt die britische Zeitschrift „Grammophon" über sie, „die Marmorpatina ihrer Klangfülle auf allen dynamischen Ebenen weckt Erinnerungen an namhafte russische Koryphäen wie Emil Gilels und Bella Davidovich.“
Das Signum Quartett stellt rund um Leoš Janáčeks große Liebe Kamila Stösslová einen musikalischen Dialog zusammen. Dazu gehört nicht nur sein zweites Streichquartett mit dem sprechenden Titel "Intime Briefe", sondern auch noch sein erstes, das sich auf Leo Tolstois Novelle „Die Kreutzersonate“ bezieht. Außerdem spielt das Quartett Musik der tschechischen Komponistin, Vítězslava Kaprálová, die nach ihrem frühen Tod 1940 fast vollkommen in Vergessenheit geriet.
Die Residenzkünstlerin Dorothee Oberlinger und ihr Duo-Partner Edin Karamazov denken Antonio Vivaldis "Die Vier Jahreszeiten" neu für Blockflöte und Laute. Ergänzt um weitere Stücke schließen sie den Jahreskreis. Dabei führen sie, ganz nach Kurt Tucholsky, auch um eine fünfte Jahreszeit ein: Den leisen Moment zwischen Sommer und Herbst, in dem die Zeit stillzustehen scheint.
Die kreativen Musiker*innen des Ensembles Continuum holen Claudio Monteverdis Oper „L’Orfeo“ ins Konzert. Wer singen will, braucht dafür nicht unbedingt eine Stimme, sondern kann auch die E-Gitarre benutzen, das Akkordeon, die Gambe, den Zink, die Blockflöte, Cembalo und Orgel. L' Orfeo ohne Worte ist komprimierte Opern-Essenz, die beweist, dass es von heute bis zurück ins Uraufführungsjahr 1607 nur ein Katzensprung ist.
Der Schwetzinger Residenzkünstler Jörg Halubek und sein Ensemble Il Gusto Barocco zeigen die Vielfalt und die Extreme der Musik um 1600. Auf der einen Seite die Lichtgestalt Giovanni Gabrieli, der nicht nur für Instrumente, sondern auch für Räume komponiert, ihm geht es um Überwältigung und um Repräsentation. Auf der anderen Seite Musik von G.A. Pandolfi Mealli, Heinrich Ignaz Franz Biber oder Antonio Bertali, die individuell, emotional und sehr virtuos ist.
In der Walpurgisnacht vom 30. April auf den 1. Mai wird der Winter vertrieben und der Sommer begrüßt, mit großen Feuern, Tänzen und Kostümen, mit Geschichten von Hexen und Dämonen, wie es die Legende vom Hexentanz auf dem Blocksberg beschreibt. Für Komponisten und Dichter sind diese von jeher Vorlagen für besondere Werke gewesen: 1830 war Felix Mendelssohn Bartholdy bei Goethe in Weimar und nahm von dort die Ballade "Die erste Walpurgisnacht" mit, um daraus eine Kantate zu vertonen. Johannes Brahms schrieb 1878 ein packendes Duett für zwei Soprane, das den Titel "Walpurgisnacht" trägt und das Ulrich Eisenlohr für seine neue Gesamtaufnehme der Brahms-Lieder eingespielt hat.
Seit 2024 ist das SWR Symphonieorchester offizieller Partner des internationalen Dirigentinnen-Wettbewerbs „La Maestra“. Im selben Jahr gewann dort Bar Avni und räumte zudem fünf Sonderpreise ab. Seither legt die in Israel geborene und als Schlagzeugerin ausgebildete Dirigentin eine beachtliche Karriere hin und überzeugt sowohl mit ihrem klaren, eleganten Dirigierstil als auch mit ihrer fantasievollen Programmgestaltung. Mit Schostakowitschs Konzert für Klavier, Trompete und Streicher op. 35 und Dvořáks "Das goldene Spinnrad" gibt sie nun ihr Debüt im Mittagskonzert des SWR Symphonieorchesters.
Obwohl noch jung an Jahren, ist die 2003 in Malaysia geborene Pianistin Magdalene Ho bereits ein hell leuchtender Stern am Klassikhimmel. 2023 gewann sie den Clara Haskil-Wettbewerb - nur eine von zahlreichen Auszeichnungen. Die Kritik bescheinigt ihr differenzierte Emotionen und kraftvolle Leidenschaft sowie ein "melodiös federleicht dahinperlendes Piano", wobei Ho das Publikum in ihre musikalische Klangwelt förmlich hineinzieht. Ihre Konzentration auf das, was ihr wichtig ist, brachte Ho als Zehnjährige dazu, die Heimat Richtung London zu verlassen, wo sie seit 2022 an der Royal Academy of Music von Dmitri Alexeev ausgebildet wird.
Stürmischen Beifall gab es für die Blockflötistin Dorothee Oberlinger und ihr Ensemble 1700 im Mozartsaal des Schwetzinger Schlosses. Die Residenzkünstlerin hat verschiedene Concerti aus einem Manuskript ausgesucht, das heute noch in einer Bibliothek in Neapel liegt. Concerti, in denen man den alten und den neuen Stil findet: Mal fügt sich die Blockflöte in das Geflecht der Streicher ein, mal brilliert sie virtuos über den Streicherstimmen. Mal klingt es hochbarock, mal galant.