Das neue Album „The Life of a Showgirl" von Taylor Swift bricht Streaming- und Verkaufsrekorde – doch Autorin Tatjana von der Beek sieht darin einen Bruch mit der Haltung, die Swift einst zu einer feministischen Ikone machte.
„Sie hat jetzt sehr deutlich gezeigt, dass kommerzieller Erfolg das wichtigste Kriterium ist“, sagt von der Beek. Besonders irritiere sie, „dass Swift im Album eine Erzählung aufmacht, in der sie von einem Mann gerettet wird“.
Für viele Fans sei das ein „Bruch mit der unabhängigen, selbstbestimmten Frau“, die Swift früher verkörpert habe. Von der Beek, die ihren Roman „Blaue Tage“ 2025 veröffentlicht hat, zieht Konsequenzen: „Ich kann mich nach diesem Album nicht mehr als Swifty bezeichnen.“
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Im Video zu „The Fate of Ophelia“ steigt Taylor Swift aus einem Bild, das eine blasse Ophelia als Wasserleiche zeigt. Dieses Bild hängt im Museum Wiesbaden.
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Sie ist ein Megastar am Pop-Himmel: mehr als 200 Millionen verkaufte Tonträger, auf den Streamingdiensten ist sie die meistgeklickte Sängerin und sie hat mehr Nummer-eins-Alben als jede andere Künstlerin der vergangenen Jahrzehnte. Der Hype um die Mitte 30jährige US-amerikanische Musikerin Taylor Swift ist beispiellos. Ihre Fans, die Swifties, lassen sich Konzerte und Merchandising einiges kosten, was der Medienforscher Dan Fleetwood auf folgenden Nenner bringt: „Wenn Taylor Swift eine Volkswirtschaft wäre, wäre sie größer als 50 Länder.“