Größe der Körbe
Die Größe der Aufbewahrungskörbe ist variabel und kann ganz individuell festgelegt werden. Sie hängt natürlich auch ab von der Jeans, die zur Verfügung steht. Der mittelgroße Korb mit den rot-weißen Henkeln hat einen Durchmesser von 22 cm und eine Höhe von 25 cm.
Material
- 1-2 abgelegte Jeanshosen
- 60 cm Webband für die Henkel (ca. 2,5 – 3,5 cm breit) – hier kann z.B. auch ein alter Stoffgürtel wiederverwertet werden
- doppelseitig aufbügelbare Vlieseinlage, zwei Reststücke in Größe der Gesäßtaschen der Jeans
- farblich passendes Jeansnähgarn
- Jeansnähnadel, Nm 100 – 110
- Maßband
- Schneiderkreide oder Markierstift
- Lineal
- Stoffschere
Schnittmuster
Da die Schnittteile aus einem Kreis und einem Rechteck bestehen (die jeweils doppelt ausgeschnitten werden), muss kein spezielles Schnittmuster heruntergeladen werden. Die Größe der Aufbewahrungskörbe kann beim Nähen ganz spontan festgelegt werden. Alternativ können Sie sich im Vorfeld ein Schnittmuster aus Papier in der gewünschten Größe erstellen.
Größe der Aufbewahrungskörbe “spontan” festlegen
Sie können die Größe des Aufbewahrungskorbes spontan beim Nähen und abhängig von der Größe und Beschaffenheit der Jeans festlegen. Den kreisrunden Boden können Sie dann mithilfe eines Tellers oder eines anderen runden Haushaltsgegenstands direkt auf die Jeans aufzeichnen. Die Seitenteile zeichnen Sie ebenfalls direkt auf die Jeans. Wie das geht, wird weiter unten in der Anleitung erklärt.
Aufbewahrungskorb nähen in vorab festgelegter Größe
Wenn Sie eine bestimmte Größe nähen möchten, können Sie sich natürlich auch ein Schnittmuster aus Schnittmusterpapier oder Packpapier erstellen. Das geht so:
- Kreis in der gewünschten Bodengröße auf Papier aufzeichnen (mit Zirkel oder passendem Teller) und ausschneiden
- Umfang des Bodens mit dem Maßband messen, dieses Maß ergibt die Breite des Seitenteils
- Höhe des Korbes festlegen, dieses Maß ergibt die Höhe des Seitenteils
- Seitenteil auf Papier aufzeichnen und ausschneiden
- Vor dem Zuschnitt an allen Kanten der zwei Schnittteile 1 cm Nahtzugabe zugeben
Nahtzugaben
Beim Zuschnitt an allen Nähten und Kanten 1 cm Nahtzugabe dazugeben.
Zuschnitt
Für einen Korb benötigen Sie je zwei schnittgleiche kreisrunde Bodenstücke und zwei schnittgleiche rechteckige Seitenteile. Da jede Jeans anders ist, sollten Sie vor dem Ansetzen der Schere gut überlegen, ob der Stoff für die festgelegte Größe ausreicht. Am besten ist es, einfach zwei Jeans zur Verfügung zu haben, dann kann nichts schiefgehen!
Wenn die zur Verfügung stehenden Jeans zu schmal sein sollten, dann nähen Sie sich vor dem Zuschnitt erst einmal kleinere Stoffstücke zu einem größeren zusammen:
Passende Stücke aus den Hosenbeinen ausschneiden und zusammenstellen. Die Teile rechts auf rechts zusammensteppen und die Nahtzugaben auseinanderbügeln. Die Nahtzugaben von rechts knappkantig feststeppen.
Nähanleitung
1. Hosenbeine aufschneiden
Beide Hosenbeine quer und so weit oben wie möglich von der Jeans abschneiden. Dann entlang der einfacheren (dünneren) Naht aufschneiden oder auftrennen, bügeln und glatt auf den Tisch legen.
2. Gesäßtaschen abschneiden und zwei Bodenteile ausschneiden
Die Gesäßtaschen grob und mit ca. 1,5 – 2,0 cm Abstand zu den Kanten aus der Jeans ausschneiden. Schöne Label oder andere Details (Aufnäher, ein Stück Hosenbund etc.) von der Jeans abtrennen oder abschneiden.
Die Größe des Bodens festlegen.
TIPP für den Bodenkreis: einfach einen passend großen Teller oder eine Schüssel suchen, dann Kontur mit Schneiderkreide oder Markierstift anzeichnen (hier hat die Porzellanschüssel einen Durchmesser von 23 cm). Die Bodenkreise möglichst weit oben auf dem linken und rechten Gesäßstück der Jeans anzeichnen.
Den Umfang des Bodenstücks mit dem Maßband abmessen und notieren (hier sind es z.B. 71,5 cm).
Beide Bodenteile mit 1 cm Nahtzugabe ausschneiden.
3. Seitenteile zuschneiden
Der Umfang des Bodenstücks (mit dem Maßband entlang der aufgezeichneten Kontur messen) ergibt die Breite der zwei Seitenteile.
Die Höhe der Seitenteile kann nun individuell festgelegt werden. (z.B. 22 cm).
TIPP: Erfahrungsgemäß ist das Seitenteil immer etwas zu lang bemessen und es kommt zu Faltenbildung beim Zusammensteppen von Seitenteil und Boden. Ziehen Sie daher von der Seitenteilbreite 1 cm (bei festen Jeansstoffen) und 2 cm (bei Jeansstoffen mit Elasthananteil) ab.
Wenn die Breite der Hosenbeine nicht ausreicht, muss hier “gestückelt” werden: Passende Stücke aus den Hosenbeinen ausschneiden und zusammenstellen oder wie hier die beiden Hosenbeine längs zusammensteppen.
Die Teile rechts auf rechts zusammensteppen und die Nahtzugaben auseinanderbügeln. Die Nahtzugaben von rechts knappkantig feststeppen.
Die zwei Seitenteile mithilfe von Maßband und Lineal auf den Hosenbeinen aufzeichnen und rundum mit 1 cm Nahtzugabe ausschneiden.
4. Gesäßtaschen und Zierelemente aufsteppen
Auf eine oder zwei Gesäßtaschen linksseitig doppelseitig aufbügelbare Vlieseinlage aufbügeln.
Die Taschen sauber mit 1 cm Abstand zu den Taschenkanten ausschneiden.
Das Trägerpapier abziehen und die Taschen auf die rechte Stoffseite des äußeren Seitenteils aufbügeln. Die Taschen feststeppen, dabei rundum auf der einlagigen Nahtzugabe nähen, dann kommt Ihnen keine dicke Naht oder Niete in die Quere.
Wenn Sie ca. 0,5 cm Abstand zur Außenkante lassen, dann franst diese schön lässig aus. Sie können auch noch Label oder andere coole Details auf das äußere Seitenteil heften und feststeppen.
5. Seitennähte Außenkorb steppen
Die Seitennähte des äußeren Seitenteils rechts auf rechts heften und zusammensteppen.
Die Nahtzugaben auseinanderbügeln. Am unteren Rand des äußeren Seitenteils und am äußeren Boden Viertelstrecken markieren.
6. Seitenteil Außenkorb an Boden steppen
Das äußere Seitenteil mithilfe der Markierungen rechts auf rechts an das äußere Bodenstück heften und feststeppen.
Das Feststeppen gelingt am besten, wenn der Kreis mit der linken Seite unten glatt auf dem Nähmaschinentisch liegt und das Seitenteil darüber. So hat man den besten Einfluss darauf, dass die Teile beim Steppen glatt zusammen kommen.
Die Nahtzugaben rundum bis ca. 2 mm vor die Naht einschneiden.
7. Innenkorb nähen
Die Seitennähte des Innenteils rechts auf rechts heften und zusammensteppen. Dabei eine ca. 8 cm lange Wendeöffnung (für später) 5 cm oberhalb der Bodenunterkante lassen. Den Boden ansteppen, dabei genauso verfahren wie beim Außenteil.
8. Außen- und Innenkorb miteinander verstürzen
Die Korbteile rechts auf rechts ineinanderziehen und die obere Kante rundum aufeinanderheften
Die obere Kante zusammensteppen. Den Aufbewahrungskorb durch die Wendeöffnung auf rechts wenden, die Kanten der Wendeöffnung aufeinanderheften und knappkantig aufeinandersteppen.
Die Korbteile “richtig” (links auf links) ineinanderziehen. Den oberen Rand glatt aufeinanderbügeln und heften.
Den oberen Rand 0,7 cm von der Kante absteppen.
9. Aufbewahrungskorb fertigstellen
Das Webband in zwei 30 cm lange Stücke teilen und die Schnittkanten mit Zickzackstich versäubern (bei Kunstfaser kann man die Kanten auch vorsichtig mit einem Feuerzeug verschmelzen). Den ersten Henkel wie abgebildet an den inneren Korbrand heften.
Den zweiten Henkel genau gegenüberliegend am inneren Rand des Korbes festheften.
Die Henkelenden im Rechteck und über Kreuz feststeppen. Und schon ist er fertig, Ihr cooler Ordnungshelfer; so leicht lässt sich ein Aufbewahrungskorb nähen!
Ach ja, was ich noch sagen wollte: Auch wenn es nach draußen geht – zum Beispiel auf den Spielplatz, ins Freibad oder aufs Wasser – auch hier leisten die robusten Jeanskörbe einen tollen Dienst!
Schritt für Schritt zum Ausbewahrungskorb
Im Studio: Laura Wilhelm, Textildesignerin