Material
- 2 Holzleisten, z. B. Buche oder Esche (je ca. 35–40 cm lang, 2–3 cm breit, 1 cm dick)
- Holzleim (optional)
- Schleifpapier (120–240er Körnung)
- Optional: Leinöl zur Oberflächenbehandlung
Werkzeug
- Forstnerbohrer (ø 10,15,mm)
- Bohrmaschine, Akkuschrauber oder Ständerbohrmaschine
- Säge (z. B. Feinsäge oder Bandsäge)
- Schraubzwingen
- Bleistift
- Lineal
- Winkel
So geht's:
1. Holzleisten vorbereiten: Zwei gleich lange Leisten zuschneiden (35–40 cm lang). Alle Kanten und Oberflächen mit Schleifpapier glätten.
2. Schräge Enden für Öffnung ansägen: An einem Ende jeder Leiste einen schrägen Schnitt (ca. 10 Grad Winkel) über ca. 3–5 cm Länge markieren. Die Enden so sägen, dass sie später beim Zusammendrücken gut greifen können (die Schrägen zeigen später innen zueinander).
3. Griffmulden mit Forstnerbohrer bohren: Auf jeder Leiste den Bereich, wo die Finger greifen sollen; etwa 8–12 cm vom oberen Ende markieren. Die Leiste sicher einspannen. Mit dem Forstnerbohrer ca. 3–5 mm tiefe Mulden bohren (nicht durchbohren!). Es reicht aus einer Seite.
Optional: Für den Daumen kann eine Mulde auf der gegenüberliegenden Seite angebohrt werden.
4. Biegepunkt (Flexzone) erstellen: Beide Leisten mit Schraubzwingen so zusammen spannen, dass die Griffmulden jeweils nach außen zeigen. 10 cm und 20 cm von der Unterkante den Mittelpunkt der Leisten markieren (also der Seite, die sich beim Zusammendrücken berührt) und dann mit dem Forstnerbohrer 4mal durchbohren. Diese Bohrungen dienen als Sollbiegestelle, die beim Zusammendrücken elastisch arbeitet. Anschließend den Raum zwischen den zwei Bohrungen auf 2-4 mm Endstärke runter feilen.
5. Zusammenbau & Justierung: Die beiden Leisten so zusammen legen, dass die schrägen Greifenden aufeinander zeigen und die Biegemulden aufeinanderliegen. Ein Tropfen Holzleim zwischen den Leisten im Bereich der Schräge angeben und mit einer Schraubzwinge nur dort zusammenpressen – nicht die ganze Länge verleimen! Den Leim gut trocknen lassen (ca. 12 Stunden)
6. Finish: Kanten abrunden und alles feinschleifen.
Optional: Oberfläche mit lebensmittelechtem Öl (z. B. Leinöl) behandeln.
Im Studio: Ruben Keitel, Schreiner