Handtücher auf Liegen und die richtige Bademode

Kuriose Regeln in Urlaubsländern

Das Handtuch oder der Bikini am falschen Ort können teuer werden. Welche (teils) kuriosen Regeln deshalb in beliebten Urlaubsländern beachtet werden sollten, erfahrt ihr hier.

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Von Autor/in John Seegert

Kuriose Regeln in Spanien

In einigen spanischen Städten, wie etwa in Barcelona, ist es untersagt, in Badekleidung oder mit Badelatschen durch die Straßen zu laufen. Wer gegen diese Vorschrift verstößt, muss mit einer Geldstrafe zwischen 120 und 300 Euro rechnen.

Außerdem wird an bestimmten Stränden Spaniens besonders auf Sauberkeit und Hygiene geachtet: In Orten wie A Coruña oder in der Gemeinde Vigo ist das Urinieren im Meer ausdrücklich verboten, um die Wasserqualität zu schützen. Bei Verstoß ist mit einer Strafe von 750 Euro zu rechnen.

Frankreich: Die richtige Hose ist gefragt

In manchen Freibädern ist das Tragen weiter Badehosen für Männer aus hygienischen Gründen unerwünscht. Der Hintergrund: Locker sitzende Badehosen werden häufig auch außerhalb des Schwimmbads als Freizeitkleidung getragen, beispielsweise in der Bahn auf dem Weg zum Bad.

Zwei Männer in Badehosen laufen über einen Steg | Kuriose Regeln in Urlaubsländern
Die lange Badehose mit viel Stoff sollte für den Urlaub in Frankreich vielleicht lieber zu Hause bleiben. Da sie auch außerhalb des Schwimmbads getragen werden können, gibt es hygienische Bedenken und deshalb Regeln. Mit der kurzen Variante ist man hingegen auf der sicheren Seite.

Einheitlich geregelt ist dieses Verbot jedoch nicht. Dennoch heißt es im offziellen Règlement intérieur (zu Deutsch: Betriebsvereinbarung) "les shorts longs et caleçons sont interdits" – lange Shorts und Unterhosen sind verboten. Erlaubt sind dort ausschließlich eng anliegende Badehosen wie Boxer oder Slips, so in der offiziellen Badeordnung der Agglomération de Cergy‑Pontoise, einigen Gemeinden im Großraum von Paris.

Urlaubsland Griechenland: Bitte keine High Heels!

Griechenland ist bekannt für seine weißen Bauten aus Marmor. Und diese sollen auch noch lange erhalten bleiben! Um vor allem die Böden vor Erosion zu schützen, sind in archäologischen Stätten wie der Akropolis keine High Heels erlaubt. Also lieber auf Sandalen oder Sneaker umsteigen – ist auch viel bequemer!

Italien: Liegen reservieren kann teuer werden

Wir Deutschen sind dafür bekannt und machen uns mitunter auch unbeliebt durch das Reservieren von Liegen am Pool oder Strand mit unseren Handtüchern. In Italien wird deshalb in manchen Badeorten dagegen vorgegangen, wie etwa in Livorno in der Toskana.

Zwei bunte Handtücher dienen als Reservierung auf Liegestühlen am Pool | Kuriose Regeln in Urlaubsländern
Mit Badehandtüchern einen Platz am Pool reservieren? Das kommt nicht in allen Urlaubsländern gut an. In einigen Orten in Italien kann dafür sogar ein Bußgeld fällig werden.

Wer sich trotzdem mit seinem Handtuch breitmacht, riskiert, dass das Handtuch eingesammelt und ein Bußgeld in Höhe von 200 Euro fällig wird. Schließlich sollten alle Badegäste das gleiche Recht auf einen Liegestuhl haben, auch wenn sie gerne länger schlafen.

Mainz, Traben-Trarbach, Eppenbrunn und Andernach

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John Seegert
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