Löwenzahn und Co.

Kann ich Beikräuter aus der Natur bedenkenlos essen?

Beikräuter aus der Natur können sehr gesund sein. Sabine Schütze erklärt, worauf man beim Sammeln achten sollte.

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Von Autor/in Sabine Schütze

Löwenzahn und Gänseblümchen sind gesunde Beikräuter und sie wachsen überall. Doch irgendwie trauen sich viele nicht so richtig, sie am Wegesrand zu sammeln. Worauf man dabei achten sollte, weiß Sabine Schütze aus unserer Umweltredaktion.

Beikräuter nicht direkt am Wegesrand sammeln

Direkt am Wegesrand würde ich auf keinen Fall sammeln, sondern dafür immer ein paar Meter in die Fläche reingehen, egal ob Wiese oder Wald. An viel befahrenen Straßen habe ich nicht nur viel aufgewirbelten Dreck, sondern auch Abgase und Reifenabrieb, die ihre Spuren hinterlassen.

An Feldrändern sind es möglicherweise Spritzmittel oder Hundehinterlassenschaften, die wir meiden wollen.

Und nicht nur in Naturschutzgebieten, sondern auch auf üblichen, offen zugänglichen Flächen. Hier ist es wichtig, nicht alles wegzusammeln, sondern immer einige Pflanzen stehenzulassen, damit sich die Wildkräuter weiter vermehren können.

Beikräuter aus der Natur vor dem Verzehr reinigen

Einmal abspülen reicht aus, um eventuelle Verunreinigungen durch Hunde oder den Fuchsbandwurm zu beseitigen. Blüten habe ich auch schon direkt beim Pflücken gegessen, also ohne Abspülen.

Wir müssen uns da nicht unnötig verrückt machen, zumal wir sowieso nur Pflanzen sammeln, die top in Ordnung aussehen und nicht offensichtlich verdreckt sind.

Das Risiko sich den Fuchsbandwurm einzufangen, ist auf Wiesen praktisch nicht vorhanden und im Wald extrem gering. Einmal abspülen muss also reichen, weil wir sonst die zarten Kräuter oder Blüten zerstören. Und das wollen wir nicht.

Beikräuter und Bitterstoffe

Löwenzahn schmeckt gewöhnungsbedürftig wegen der Bitterstoffe, aber gerade diese Bitterstoffe sind verdauungsfördernd und wirken sogar appetitanregend. Bittere Geschmacksanteile helfen gegen Blähungen. Sie sind gerade nach fettem Essen gut gegen das schwere Völlegefühl.

Bitterstoffe regen nämlich nicht nur die Produktion von Speichel an, in dem bereits verdauungsfördernde Enzyme enthalten sind. Bitteres fördert auch die Bildung von Gallen- und Magensaft und damit die Fettverdauung.

Hier erklärt die "Maus", wie aus dem Löwenzahn die Pusteblume wird:

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