Das "Post-Holiday-Syndrom"

Vom Urlaub zurück an die Arbeit

Seid ihr gerade erst zurück aus dem Urlaub und schon wieder so erschöpft wie vorher? Viele Menschen kennen das: Kaum ist die Reise vorbei, scheint die Erholung wie weggeblasen.

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Von Autor/in Dörte Tebben

Der Grund dafür liegt im plötzlichen Rhythmuswechsel. Während der Ferien schlafen wir mehr, haben weniger Verpflichtungen und tanken Kraft durch neue Eindrücke. Zurück im Alltag schlägt der volle Terminkalender zu – wie eine Art Jetlag, der psychisch und körperlich belastet.

Die Lösung: Erholung in den Alltag einbauen

Besonders stark ist dieser Effekt nach einem richtig erholsamen Urlaub. Der Kontrast zwischen völliger Entspannung und dem fordernden Alltag ist groß. Im Urlaub sammeln wir täglich neue Energie, doch ironischerweise ist dieses Polster schon am ersten Arbeitstag wieder aufgebraucht.

Das liegt daran, dass wir Erholung nicht wirklich speichern können. Die Lösung dazu ist: Erholungsmomente regelmäßig in unseren Alltag einzubauen. Damit der Start nach dem Urlaub leichter fällt, helfen ein paar einfache Tricks.

So fällt der Start nach dem Urlaub leichter

Oft verschwindet die Erholung aus dem Urlaub sehr schnell, wenn man wieder zurück bei der Arbeit ist. Das ist das so genannte "Post-Holiday-Syndrom". Mit diesen Tipps kann die Erholung etwas länger anhalten.
Oft verschwindet die Erholung aus dem Urlaub sehr schnell, wenn man wieder zurück bei der Arbeit ist. Dann entsteht das so genannte "Post-Holiday-Syndrom". Mit diesen Tipps kann die Erholung etwas länger anhalten. imageBROKER | Aleksei Isachenko
1. Nicht mit Vollgas zurück in den Job starten

Am besten nicht erst spät am Vorabend des ersten Arbeitstags zurückreisen. Wer gleich am ersten Tag nicht alles in die To-do-Liste packt, sondern bewusst mit weniger Druck startet, macht es sich leichter.

Und kleine Brücken zurück in den Alltag sind hilfreich: von den Ferien erzählen, Mitbringsel verschenken, Urlaubsgerichte nachkochen oder in ein Restaurant gehen, das an die Reise erinnert.

2. Sinnvoll sind auch kurze Reisen oder Kurztrips

Spannend ist auch, dass weder ein zu kurzer Urlaub noch eine besonders lange Auszeit automatisch für mehr Erholung sorgen. Sinnvoller sind mehrere kürzere Pausen über das Jahr verteilt.

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3. Plant im Urlaub, was euch guttut

Entscheidend ist, wie wir die freie Zeit nutzen: Bewegung und Natur fördern das Abschalten, egal ob im Pfälzer Wald, im Kurpark oder am Meer. Wichtig ist, dass wir selbst wissen, was uns guttut – ob Entspannung, Kultur oder soziale Kontakte – und dafür bewusst Raum schaffen.

Das sogenannte "Post-Holiday-Syndrom" beschreibt übrigens kein ernstes Krankheitsbild, sondern lediglich den „Blues“, wenn wir vom Urlaubsmodus in die Arbeitsroutine wechseln.

So lange kann das "Post-Holiday-Syndrom" dauern

Meist dauert dieses Gefühl nur wenige Tage, manchmal bis zu zwei Wochen. Hält die Erschöpfung jedoch länger an, steckt häufig eine tiefergehende Unzufriedenheit mit dem Job dahinter – ein Signal, das man ernst nehmen sollte.

Vorbereitung auf den ersten Arbeitstag nach dem Urlaub

Und wie ist es mit der Vorbereitung auf die Rückkehr? Grundsätzlich gilt: besser nicht schon im Urlaub an den Alltag denken – das würde die Erholung trüben. Wer allerdings kurz vor dem Arbeitsstart nervös wird, kann am Vortag ruhig einmal die Mails checken. Das nimmt oft den Druck und sorgt für einen entspannteren Einstieg.

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