1. Die "Wiederbelebung" des Mammuts
Auch Forschende schauen sich gerne Jurassic-Park-Filme im Kino an. Und am nächsten Tag im Labor denken dann einige wohl darüber nach, wie sie längst ausgestorbene Lebewesen selbst wieder erschaffen können - zum Beispiel ein Mammut.
Da hatten in diesem Jahr Forschende in den USA ihren ganz eigenen und - zugegebenermaßen - sehr kleinen Jurassic-Park-Moment. Sie experimentieren nämlich mit Mammutgenen und schufen eine Mammutmaus. Nein, das ist keine elefantengroße Maus, sondern eine kleine Maus, die wohl auch Käse mag, aber in ein prächtiges braunes zotteliges Mammut-Fell gehüllt ist.
2. Abnehmhilfe für Katzen
Die einen Forschenden wollen dicke Tiere schaffen - andere wollen, dass Tiere Gewicht verlieren. Hunderttausende Katzen auf der Welt sind Schätzungen zufolge übergewichtig und leiden an Krankheiten wie Diabetes. In den vergangenen Jahren wurden viele neue Diabetes- und Abnehm-Medikamente wie die Abnehmspritze für Menschen entwickelt.
Jetzt probieren amerikanische Forschende solche Medikamente an übergewichtigen Katzen aus. Die übergewichtigen Katzen sollen aber keine Spritzen bekommen, sondern ihnen soll eine Kapsel unter die Haut eingesetzt werden, die dann den Abnehmwirkstoff nach und nach abgibt.
3. Kastration für ein längeres Leben?
Bei der Suche nach dem Schlüssel für ein langes Menscheneben haben internationale Wissenschaftler auch ins Tierreich geschaut. Sie haben entdeckt, dass kastrierte Tiere länger leben. Die Forschenden untersuchten für ihre Studie die Daten von mehr als 100 Tierarten in Zoos und Aquarien.
Außerdem analysierten sie alte Aufzeichnungen über das lange Leben von Eunuchen in Asien. Die Aufzeichnungen deuten wohl darauf hin, dass kastrierte Männer im Durchschnitt rund 18 Prozent länger lebten als nicht kastrierte Männer.
4. Ratten sind Quasselstrippen
Ratten reden wohl gerne. New Yorker Forschende haben herausgefunden, dass vor allem Stadtratten das ständig tun. New York ist das optimale Forschungsfeld - denn hier leben etwa drei Millionen Wanderratten. Mit ihren Spezialmikrofonen konnten die Forschenden hören, wie sich die Ratten größtenteils mit Ultraschall unterhalten.
Die hochfrequenten Laute können Menschen meist nicht hören. Sonst hätten sie ja schon mitbekommen, dass Ratten echte Quasselstrippen sind. Jetzt arbeiten die Wissenschaftler daran, die Ratten richtig zu verstehen.
5. Hundespeichel gegen Depressionen?
Hundehalter haben seltener Depressionen und stressbedingte Störungen. Das liegt aber wohl nicht nur am weichen Fell, am wedelnden Schwanz und den lustigen Kunststückchen des Hundes. Japanische Wissenschaftler sagen: Es liegt am Hundesabber.
Wenn bestimmte Bakterien aus dem Speichel von Hunden in den Körper der Hundehalter gelangen, dann reduzieren sie dort teilweise biochemischen Stress und sorgen für gute Gefühle. Die Forschenden untersuchen noch, wie das genau funktioniert und vielleicht später auch, was die menschlichen Bakterien mit den Gefühlen des Hundes machen.
6. Säugetiere sind gar nicht mal so monogam
Was die Wissenschaft aber geklärt hat, ist die Frage, wer das treueste Säugetier ist - uns Menschen eingeschlossen. In einer Untersuchung englischer Forscher ist die Kalifornische Maus der Treuesieger. Auch die untersuchten Wölfe und Hunde sind ihren Partnern wohl treuer als wir Menschen.
Sogar der Biber steht in dieser Rangliste vor uns. Aber wir sind besser als Makaken, Orcas und eine Hausschafrasse. Zum Trost, sagen die Forschenden, dass insgesamt nur neun Prozent der untersuchten Säugetiere monogam lebten. Das ist nicht viel - aber immerhin nun auch wissenschaftlich geklärt.