Plattenspieler
Platten sind wieder stark im Kommen, in den USA haben die Plattenverkaufszahlen die Verkaufszahlen von CDs überholt; es gibt wieder etliche Plattenspieler neu zu kaufen, in allen Preislagen.
Bei sogenannten Riemen-Plattenspielern ist der häufigste Fehler, dass der Gummiriemen nach vielen Jahren sich entweder auflöst oder so lockert und gedehnt hat, dass er den Plattenteller nicht mehr richtig antreiben kann.
Auch die Abtastnadel, ein kleiner Industriediamant, unterliegt einem deutlichen Verschleiß.
"Normale" Ersatzteile von Plattenspielern sind gut zu bekommen, schwieriger wird es, wenn es um spezielle Teile der Mechanik bei sogenannten Vollautomaten geht.
Kassettenspieler/-deck
Hier liegen die häufigsten Probleme in der Mechanik. Gummirollen und Riemchen, die die Drehung eines oder mehrerer Motoren auf den Antrieb der Cassette übertragen, verschleißen mit der Zeit.
Gummirollen kann man reinigen, austauschen; solche Teile sind recht gut erhältlich; problematisch ist die Erreichbarkeit der Teile im Gerät, die oftmals sehr eng gebaut sind.
CD-Player
Hier kann es Verschleiß und Störungen an der Mechanik der Schublade geben, mit der die CD ein- und ausgefahren wird. Vor allem verschleißt aber die Lasereinheit. Der Laser nutzt sich ab, der Strahl wird schwächer, die Lage des Strahls kann sich verändern, so dass die Spuren der CD nicht mehr richtig gefunden werden.
Lasereinheiten kann man noch kaufen. Der Einbau ist aber nicht ganz einfach.
Verstärker
Hier können im Lauf der Lebensjahre Fehler in der Elektronik auftreten, insbesondere bei Kondensatoren (elektronisches Verschleißteil), aber auch in Verstärkern gibt es mechanische Teile, insbesondere die diversen Regler und Schalter für Lautstärke, Tonhöheneinstellung, Ein- und Ausgangswahlschalter etc., die verschleißen und dann gibt es die bekannten krachenden Geräusche oder Aussetzer wenn man sie bedient. Man kann versuchen, die Drehregler, auch Potentiometer genannt, innen im Verstärker mit Kontaktreinigungsspray oder auch mit dem sogenannten Tunerspray zu reinigen.
Selbstverständlich muss bei allen Reparatur-Versuchen das jeweilige Gerät vom Netzstrom genommen werden. 230 Volt können lebensgefährlich sein.
Allgemeine Infos zum Thema Reparieren
Es lohnt sich fast immer mit den Gerätedaten und dem aufgetretenen Fehler eine Suche im Internet zu starten. Oftmals bekommt man Erläuterungen zum Fehler, Anleitungen oder auch Videos.
Notwendige Ersatzteile muss man nicht immer beim Hersteller des Gerätes kaufen. Es kann auch sein, dass der Hersteller keine Ersatzteile mehr liefert. Es gibt aber etliche Ersatzteilshops, bei denen man entweder die Original-Ersatzteile oder gleichwertige, alternative Ersatzteile günstig kaufen kann.
Oft sind es tatsächlich Kleinigkeiten bzw. sehr günstige einzelne elektronische Bauteile, die durch ihren Ausfall das ganze Gerät außer Betrieb setzen. Und damit im Falle einer Nicht-Reparatur viel Elektroschrott erzeugen.
Reparatur Cafés oder Reparaturinitiativen
Auf diesen beiden Internetseiten findet man ehrenamtliche Reparaturmöglichkeiten.
www.repaircafe.org
www.reparatur-initiativen.de
Im Studio: Bernd Esslinger, Elektronikingenieur