Hier ist für jeden etwas dabei

Günstig campen: Dachzelt, Wohnwagen oder Wohnmobil im Vergleich

Camping boomt – und die Möglichkeiten sind so vielfältig wie die Urlaubswünsche. Ob Dachzelt, Wohnwagen oder Wohnmobil: Jede Variante hat ihre eigenen Vor- und Nachteile.

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Von Autor/in Regina Winter

Dachzelt: Flexibel und günstig unterwegs

Dachzelte sind in den vergangenen Jahren zum echten Trend geworden. Sie lassen sich meist in wenigen Minuten aufbauen, sorgen mit einer integrierten Matratze für mehr Schlafkomfort als ein klassisches Zelt und machen spontanes Reisen besonders einfach.

Auto mit einem Dachzelt
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Je nach Modell kosten Dachzelte zwischen etwa 1.000 und 4.000 Euro. Damit sind sie deutlich günstiger als Wohnwagen oder Wohnmobile, aber natürlich teurer als ein normales Zelt. Besonders leichte Modelle für kleinere Pkw gibt es bereits ab 500 bis 800 Euro.

Zur Auswahl stehen verschiedene Bauarten – etwa Modelle mit Hartschale oder Stoffhülle sowie Dachzelte, die seitlich oder nach oben aufgeklappt werden. Je nach Konstruktion unterscheiden sie sich beim Aufbau und beim Komfort.

Wichtig ist, dass das Dachzelt zur zulässigen Dachlast des Fahrzeugs während der Fahrt passt.

Ein Dachzelt bietet weder Küche noch Kühlschrank oder Stauraum. Außerdem braucht es außerhalb der Reisesaison einen Lagerplatz. Wer diese Punkte berücksichtigt und unkompliziert mit überschaubarem Budget reisen möchte, für den kann ein Dachzelt eine interessante Option sein.

Wohnwagen: Viel Komfort für vergleichsweise wenig Geld

Campen mit dem Wohnwagen
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Ein Wohnwagen ist in der Regel erheblich günstiger als ein Wohnmobil – sowohl bei der Anschaffung als auch im Unterhalt. Da kein Motor eingebaut ist, entfallen viele Wartungskosten wie Ölwechsel oder andere motorbedingte Reparaturen.

Ein weiterer großer Pluspunkt: Am Urlaubsort bleibt das Auto jederzeit für Ausflüge oder Einkäufe verfügbar. Wichtig: Der Pkw muss über eine passende Anhängerkupplung und ausreichend Anhängelast verfügen.

Neue Wohnwagen der Einstiegsklasse kosten etwa 16.000 bis 20.000 Euro. Empfehlenswert können Ausstattungspakete mit Heizung, Warmwasser oder zusätzlicher Sicherheitsausstattung sein, die allerdings noch einmal rund 1.000 bis 2.000 Euro extra kosten. Wer auch im Winter unterwegs sein möchte, sollte mit 25.000 bis 50.000 Euro für besser isolierte Modelle mit hochwertiger Bordtechnik rechnen.

Um die Anschaffungskosten niedrig zu halten, lohnt sich immer der Blick auf den Gebrauchtmarkt. Gut erhaltene Wohnwagen sind bereits ab etwa 5.000 Euro erhältlich.

Im Vergleich zum Zelt bietet ein Wohnwagen deutlich mehr Komfort: Küche, Kühlschrank, Sitzgruppe und meist auch ein Bad sind bereits an Bord. Mit einem Vordach oder Vorzelt lässt sich der Wohnbereich zusätzlich erweitern. Die günstigste Lösung ist ein einfaches Tarp mit zwei Stangen für rund 100 Euro. Markisen oder komplette Vorzelte kosten – je nach Ausstattung – bis zu 3.000 Euro.

Welcher Führerschein reicht aus?

Für Gespanne mit einer zulässigen Gesamtmasse bis 3,5 Tonnen genügt der normale Führerschein der Klasse B. Bis 4,25 Tonnen wird die Erweiterung B96 benötigt, darüber hinaus die Führerscheinklasse BE.

Vor dem Kauf sollte außerdem bedacht werden, dass der Wohnwagen außerhalb der Urlaubszeit einen Stellplatz benötigt. Wer sich das Rangieren erleichtern möchte, kann ein elektrisches Rangiersystem nachrüsten. Dafür sollten je nach Modell etwa 1.500 bis 2.500 Euro eingeplant werden.

Wohnmobil: Hoher Reisekomfort – zu einem höheren Preis

Campen mit dem Wohnmobil
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Wer möglichst unkompliziert unterwegs sein möchte, ist mit einem Wohnmobil gut beraten. Es bietet viel Komfort auf Reisen, ist aber auch die teuerste Campinglösung. Neue Fahrzeuge kosten ab etwa 60.000 Euro, hochwertige Modelle liegen schnell im sechsstelligen Bereich.

Der Preis hängt vor allem von Ausstattung und Ausbau ab – weniger allein von der Fahrzeuggröße. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Kastenwagen, Alkoven, teilintegrierten und integrierten Wohnmobilen. Je umfangreicher die Ausstattung, desto komfortabler wird das Reisen – etwa durch bessere Isolierung, größere Tanks oder eine wintertaugliche Bordtechnik.

Ein großer Vorteil des Wohnmobils ist die hohe Flexibilität: Es muss nichts an- oder abgekuppelt werden, der Wohnbereich ist bei Pausen sofort nutzbar und das Fahrzeug ist schnell startklar. Zudem stehen Wohnmobilen oft mehr Stellplätze zur Verfügung als Gespannen mit Wohnwagen. Gerade Kastenwagen oder kompakte teilintegrierte Modelle sind außerdem häufig leichter zu rangieren als ein Pkw mit Wohnwagen.

Dem stehen allerdings höhere Unterhaltskosten gegenüber. Motor, Fahrwerk und weitere Technik müssen regelmäßig gewartet werden. Außerdem steht am Urlaubsort in der Regel kein separates Auto für Ausflüge oder Einkäufe zur Verfügung.

Wer beim Kauf sparen möchte, sollte genau überlegen, auf welche Ausstattung verzichtet werden kann. Auch der Gebrauchtmarkt bietet oft attraktive Möglichkeiten. Dabei ist weniger das Alter des Fahrzeugs entscheidend als sein Zustand. Vor dem Kauf sollten unter anderem Dichtigkeit, mögliche Schimmelbildung, Rost, Wartungsnachweise, eine gültige Hauptuntersuchung und die aktuelle Gasprüfung sorgfältig geprüft werden. Im Zweifel lohnt sich die Begutachtung durch einen unabhängigen Sachverständigen.

Allgemeine Spartipps für den Campingurlaub

Mann entspannt sich beim Campen
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Egal, ob Dachzelt, Wohnwagen oder Wohnmobil: Sparen lässt sich bei jeder Reise. Wer in der Nebensaison unterwegs ist, zahlt häufig deutlich weniger für Stell- oder Campingplätze. Apps wie Pincamp, ACSI oder der Stellplatz-Radar helfen dabei, günstige oder kostenlose Stellplätze zu finden.

Hier finde sie alle Apps direkt zum Downloaden

Pincamp

Im Playstore: pincamp
Bei Apple: pincamp

ACSI

Im Playstore: acsi
Bei Apple: acsi

Stellplatz-Radar

Im Playstore: stellplatz-radar
Bei Apple:stellplatz-radar

Und wer auf der Autobahn einfach gemütlich mit etwa 80 km/h statt mit der maximal erlaubten Geschwindigkeit fährt, spart häufig spürbar Kraftstoff – und reist meist auch entspannter. Ein Tempomat kann dabei zusätzlich helfen.

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Regina Winter