Was sind Second-Hand-Onlineportale?
Auf Second-Hand-Portalen im Internet werden gebrauchte Artikel wie Kleidung, Schmuck, Bücher etc. von Privatpersonen zum Kauf angeboten. Dort kann jeder die Artikel ansehen oder gezielt suchen. Sobald man etwas kaufen möchte, ist eine Registrierung und anschließende Anmeldung notwendig. Die meisten Onlineportale gibt es auch als App fürs Smartphone.
Es gibt viele Onlineportale, die Second-Hand-Verkäufe oder -Käufe anbieten. Zu den drei relevantesten in Deutschland gehören Vinted, Ebay und Kleinanzeigen.
So funktioniert die Suche
Um einen Artikel gezielt zu suchen, steht in der Regel eine Kombination aus Schlagworten, Filtern und ggf. eine Bildersuche zur Verfügung. So kann man z.B. zunächst über einen Suchbegriff oder die Bildersuche starten und dann die Suche weiter verfeinern, indem man die gewünschten Kriterien eingibt, also z.B. Größe, Farbe, Preis oder Zustand. So erhält man Ergebnisse, die den Suchkriterien entsprechen. Mehr Details zum Artikel erfährt man, indem man auf das Produkt klickt. Bei Unklarheiten oder Fragen ist es in der Regel möglich, den Anbieter oder die Anbieterin direkt anzuschreiben, um noch Genaueres über den Artikel zu erfahren.
Wie kann ich erkennen, ob die Qualität in Ordnung ist?
Die Filter-Funktion bietet die Möglichkeit, von vornherein nach Zustand zu filtern. Wichtige Hinweise können außerdem die Fotos und die Beschreibung liefern: Warum wird der Artikel verkauft? Gibt es Mängel? Klingt der Text authentisch oder eher wie ein Werbetext? Achten Sie auch auf das Profil des Verkäufers oder der Verkäuferin und die Bewertungen, die vorherige Käufer bereits geschrieben haben. Wenn möglich, schreiben Sie den Verkäufer an und stellen Sie zusätzliche Fragen. Bei einem Preis, der zu gut ist, um wahr zu sein, sollten Sie skeptisch werden.
Sicher bezahlen
Bezahlungen über Paypal oder per Überweisung sollten Sie vermeiden oder nur vornehmen, wenn Sie absolut sicher sind, dem Verkäufer vertrauen zu können. Sicherer ist die Bezahlung über die Bezahlfunktion der Plattform selbst.
Schutz vor Betrug
Betrugsversuche über sogenannte Fake-Accounts sind sicher nicht der Regelfall, können aber auch nicht ausgeschlossen werden. Fake-Accounts sind gefälschte Benutzerprofile, auf denen Betrüger Fotos nutzen, die ihnen nicht gehören, um Artikel anzubieten, die sie in Wirklichkeit gar nicht besitzen. Werden Sie daher hellhörig, wenn ein Verkäufer um direkte Überweisung an ihn und nicht über das Portal bittet.
Tipp: Achten Sie auf die Hintergründe der Fotos im Profil. Unterscheiden sich diese stark voneinander, könnte das ein Indiz für ein Fake-Profil mit fremden Fotos sein.
Weitere Sicherheitstipps:
- Niemals auf Links klicken oder QR-Codes scannen.
- Vorsicht bei E-Mails, die etwas anderes aussagen als das, was auf der Plattform einsehbar ist.
- Vorsicht bei Nachrichten oder E-Mails, welche Links oder Anweisungen zum Überweisen von Geld enthalten oder Ähnliches.
Versand
Wurde der Kauf des Artikels direkt über die Plattform abgewickelt, erhält zunächst die Plattform das Geld. Sobald der Verkäufer den Artikel versendet hat, lässt sich je nach Versandart einsehen, wann er beim Käufer oder der Käuferin eintreffen wird. Erst wenn der Artikel eingetroffen ist, gibt die Plattform das Geld an den Verkäufer frei.
Was, wenn die Ware nicht gefällt?
Sofern die Ware dem entspricht, wie sie online beschrieben und gezeigt wurde, ist eine Rückgabe in der Regel nicht möglich. Wurden bei der Beschreibung online falsche Angaben gemacht, sollte zunächst der Verkäufer kontaktiert und eine Einigung gesucht werden. Bei rechtlichen Schritten können Anwaltskosten entstehen. Viele Verkäufer schützen sich mit einem Haftungsausschluss davor, für Mängel, von denen sie nichts wussten, verantwortlich gemacht werden zu können.
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Im Studio: Lea Spraul, SWR Wirtschaft und Umwelt