Warum Leinen ideal für den Sommer ist
Leinenfasern nehmen Feuchtigkeit gut auf und geben sie schnell wieder ab. Das sorgt für angenehme Verdunstungskühle auf der Haut. Der Stoff ist strapazierfähig, antistatisch, fusselarm und besitzt die höchste Nassfestigkeit aller Naturfasern. Perfekt also für sommerliche Kleidung, Bettwäsche oder Handtücher.
Was Leinen zum Knittern bringt
Leinen ist von Natur aus wenig elastisch. Deshalb entstehen beim Tragen Falten. Das ist der sogenannte "Edelknitter". Besonders bei locker geschnittener Kleidung gilt das als typischer Leinenlook. Wer es glatter mag, greift zu Mischgeweben mit Baumwolle oder Modal.
Waschtipps für Leinen: Schonend und gründlich
- Weiße Leinenstoffe: bis 60 Grad
- Bunte oder empfindliche Stücke: max. 40 Grad
- Möglichst viel Wasser verwenden, Waschtrommel nur halb befüllen
- kurzer Schonwaschgang mit wenig Schleudern
- Kein Weichspüler!
Tipp: Kleidung vor dem Waschen einweichen - das verhindert übermäßiges Knittern.
Leinen richtig trocknen
Leinen gehört nicht in den Trockner! Besser: feucht in Form ziehen und lufttrocknen lassen. Etwas Luftfeuchtigkeit hilft, Knitter zu glätten. Ideal: Blusen, Hemden und Kleider auf Bügeln trocknen.
Extra-Tipp: Kleidungsstück in ein saugfähiges Tuch rollen und auswringen - so entfernen Sie schonend überschüssige Feuchtigkeit.
Bügeln mit Gefühl
Leinen bügelt sich am besten, wenn es noch leicht feucht ist. Nutzen Sie hohe Temperaturen (bis 220 Grad) und bügeln Sie helle Stoffe erst von links, dann von rechts - für schönen Glanz. Dunkle Stücke nur von links bügeln, um Glanzstellen zu vermeiden.
Traditionelles Hausmittel: ein Sprühnebel aus Krauseminzewasser hilft gegen starke Falten.
Flecken entfernen
Aggressive Fleckenentferner sind tabu! Sie können die Faser beschädigen. Besser: Einweichen und dann komplett waschen. Weiße Teile dürfen mit Fleckensalz oder Oxidationsbleiche behandelt werden.
Fazit: Leinenpflege leicht gemacht Mit den richtigen Pflegetipps bleibt Leinen nicht nur schön, sondern auch länger haltbar. Der Sommer ist dadurch auf jeden Fall auch modisch zu genießen.
Im Studio: Martina Schäfer, hauswirtschaftliche Fachberaterin