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Natron - der Alleskönner im Haushalt?

Natron - der Alleskönner im Haushalt ist ein Klassiker beim Putzen. Doch so vielseitig das Pulver auch ist, es kann nicht alles.

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Von Autor/in Diana Stier

Was ist Natron eigentlich?

Natron, chemisch korrekt Natriumhydrogencarbonat, ist ein weißes Pulver mit leicht basischem pH-Wert. Es wird auch als Speise-Soda oder Back-Soda bezeichnet. Es ist im Gegensatz zu Soda deutlich milder und sogar essbar (Kennzeichnung: E500).

Seine größte Stärke: Es wirkt geruchsbindend, fettlösend, neutralisierend und leicht schmirgelnd. Eine vielseitige Kombination für vielseitige Anwendungen im Haushalt.

Natronpulver auf einem Löffel

Was Natron gut kann

Natron neutralisiert Gerüche - z.B. in Schuhen, Matratzen oder Abflüssen. Es entfernt leichte Verschmutzungen - in Küche, Bad und auf Textilien. Dazu mildert es Kalk, ist ideal für weiches Wasser und neutralisiert Säuren bei der Körperpflege - z.B. Essigreste im Abfluss oder Zitronensäure im WC.

Frau putzt Waschbecken mit Natron

Was Natron NICHT kann

Trotz seiner Vielseitigkeit ist Natron kein Alleskönner.

Hier stößt es an Grenzen: Fettflecken auf Stoffen: Reines Natron wirkt hier nur begrenzt. Für hartnäckige, tiefsitzende Fettflecken braucht es zusätzlich Fettlöser oder Gallseife.

Tipp: Natron funktioniert eher bei leichten organischen Verschmutzungen (z.B. Schweiß).

Backofenreinigung: Bei eingebranntem Fett oder festgesetztem Schmutz im Backofen ist Natron wirkungslos. Hier braucht es stärkere alkalische Reiniger.

Empfindliche Oberflächen: Natron kann kratzen oder entfetten, was auf folgenden Materialien schädlich ist:

  • Holzoberflächen
  • Glas und Spiegel
  • Versiegelte Holzböden und Möbel
  • Aluminium (Oxidation & Kratzer)
  • Naturtextilien wie Wolle und Seide (Verfilzungsgefahr)
Umweltfreundlich reinigen: Frau putzt Backofen

Die richtige Anwendung - vor allem mit Zitronensäure

Natron ist basisch und reagiert chemisch mit Säuren wie Essig oder Zitronensäure. Dabei entsteht ein neutrales Salz und mit Wasser, der sogenannte "Blubereffekt". Das sieht spektakulär aus, bringt aber keine zusätzliche Reinigungskraft.

Wichtiger Anwendungstipp für Bad und WC

  • Zuerst Natron anwenden, z.B. in der Toilette oder auf Fugen
  • Einwirken lassen und abbürsten
  • Danach Zitronensäurepulver (oder Essig) anwenden - z.B. gegen Kalk
  • Zum Schluss gut abspülen

So nutzen Sie beide Wirkstoffe nacheinander optimal, ohne ihre Wirkung gegenseitig aufzuheben.

Putzsachen mit Natron

Kleine Alltagshelfer: Einfach und effektiv - so geht's

Natronpaste: für Fugen, WC und Flecken. Natron mit wenig Wasser zu einer dicken Pate verrühren. Anwendung: Auftragen, einwirken lassen, abbürsten, abspülen.

Natronspray: für Gerüche und Textilien. 1 TL Natron in 1/2 Liter warmen Wasser auflösen und in eine Sprühflasche füllen. Anwendung: Mülltonnen, Matratzen, Sofas besprühen und trocknen lassen.

Textilspray gegen Milben: - 200 ml destilliertes Wasser + 1 TL Natron + 20 ml Wodka + 5-8 Tropfen ätherisches Öl

Tipp: Für Matratzen z.B. Teebaumöl verwenden

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Diana Stier
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