Mobiles Internet fürs Smartphone

Wie viel Datenvolumen brauche ich wirklich?

Eine neue Studie zeigt: Viele Kunden von Telekom, Vodafone oder O2 nutzen das Datenvolumen ihrer Tarife gar nicht - und zahlen dafür unnötig viel.

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Von Autor/in Stephanie Geißler

Mobilfunkkunden verbrauchen zufolge deutlich weniger Datenvolumen, als sie bezahlen. Das geht aus einer neuen Auswertung hervor, die das Vergleichsportal Verivox veröffentlicht hat.

Handynutzer in Deutschland verbrauchen demnach im Schnitt knapp zwölf Gigabyte an Datenvolumen pro Monat. In den Laufzeit-Tarifen der großen Mobilfunkanbieter in Deutschland steht aber rund sechsmal so viel zur Verfügung: 72 Gigabyte sind in den Postpaid-Tarifen durchschnittlich enthalten - 60 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Das hat das Vergleichsportal Verivox herausgefunden, indem es die Vertragstarife der vier größten Anbieter Telekom, Vodafone, O2 und 1&1 analysiert hat.

Je mehr Highspeed-Datenvolumen, desto teurer der Tarif

Damit sei das verkaufte Datenvolumen zuletzt regelrecht explodiert, heißt es von Verivox: Im vergangenen Jahr waren es im Schnitt noch knapp 45 Gigabyte. Schon seit Jahren steigen laut Verivox die angebotenen Gigabytes im Verhältnis zu den tatsächlich verbrauchten unverhältnismäßig.

Schon seit Jahren steigen die Datenbudgets der Tarife unverhältnismäßig an, viel schneller als die tatsächliche Datennutzung der Kunden.

"Dahinter steckt strategisches Kalkül", sagt Verivox-Experte Jörg Schamberg. Je mehr Highspeed-Volumen in einem Tarif stecke, desto teurer könne er verkauft werden: "Das hochgerüstete Tarifportfolio der großen Anbieter sorgt somit für eine zusätzliche Verteuerung im Markt." Angebote für hohes Datenvolumen oder Daten-Flatrates, also unlimitierte Angebote, seien ein Marketing-Instrument.

Prepaid-Karten enthalten im Schnitt weniger Datenvolumen - und sind daher billiger

Für manche Kundin würde sich daher eine Prepaid-Karte besser eignen: Aufs Gigabyte gerechnet seien Prepaid-Karten zwar teurer, denn in den Tarifen der großen Anbieter seien im Schnitt nur 14 Gigabyte enthalten. Das sei aber immer noch mehr, als der Durchschnittsnutzer verbrauche.

Im Schnitt sind Prepaid-Karten günstiger: Die monatlichen Kosten für einen Postpaid-Tarif liegen Verivox zufolge heute im Schnitt knapp dreimal höher als die Kosten einer Prepaidkarte. Je nach Datenbedarf kann eine Prepaid-Karte den Kunden also letztlich billiger kommen.

Wie viel Inklusivdatenvolumen man benötigt, hängt stark von der Art der Nutzung des Smartphones ab. Nur, wer viel unterwegs sei oder kein WLAN zur Verfügung habe, brauche ein hohes Datenkontingent, rät Experte Schamberg. Außerhalb des WLANs viele Videos zu gucken - etwa in Apps wie TikTok, Youtube oder Instagram - kann den mobilen Datenverbrauch schnell in die Höhe treiben.

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Autor/in
Stephanie Geißler
Onlinefassung
Hanna Spanhel
Redakteurin Hanna Spanhel