Mehr als 140.000 Menschen haben bei der Wahl zum Vogel des Jahres 2025 mitgemacht, eine Mehrheit stimmte für den Hausrotschwanz. Wer macht in diesem Jahr das Rennen?
Amsel, Rebhuhn, Schleiereule, Waldohreule oder Zwergtaucher?
Die wohl bekannteste und am häufigsten vorkommende unter den Vogel-Kandidaten und Kandidatinnen ist die Amsel. Laut Naturschutzbund (NABU) braucht sie "Beeren, statt Beton". Das heißt: In naturnahen Gärten und Parks mit heimischen Sträuchern als Rückzugsort und Futterquelle fühlt sie sich wohl. Einzig seien die Amsel-Bestände in den vergangenen Jahren immer mal wieder durch das Usutu-Virus kleiner geworden, so der NABU.
Neben der Amsel steht auch das Rebhuhn zur Wahl. Dessen Bestände sind 1990 stark eingebrochen, da das Rebhuhn gerne auf Wiesen, Feldern und Brachflächen lebt. Diese seien durch intensive Landwirtschaft mit großflächigen Monokulturen allerdings weniger geworden.
Außerdem stehen noch zwei Eulen-Arten zur Wahl: Die Schleiereule und die Waldohreule - beides Vögel, die zum Teil vergeblich nach geeigneten Nistplätzen suchen. Die findet die Schleiereule gerne in Kirchtürmen und Scheunen, die Waldohreule nutzt dafür verlassene Krähennester oder alte Bäume.
Der letzte Kandidat im Rennen ist der kleinste heimische Wasservogel: Der Zwergtaucher, der an natürlichen und sauberen Gewässern vor allem zu hören ist.
Virtuelles Wahllokal bis Anfang Oktober geöffnet
Hier geht's zur Abstimmung des NABU. Sie ist offen für alle und läuft bis zum 9. Oktober 2025, 11 Uhr. Am selben Tag wird bekannt gegeben, welcher Kandidat gewonnen hat. Der erste Vogel des Jahres wurde vor mehr als 50 Jahren gekürt.