Wie bleibt weiße Wäsche weiß? Wäsche richtig sortieren, einweichen, Waschmittel auswählen, waschen und entfärben

Strahlend weiß ist die neue Bluse, die makellose Tischdecke oder die feine Unterwäsche. Doch, oh Schreck: nach und nach schleicht sich ein Grauton ein! Hier einige Waschtipps für weiße Wäsche!

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Von Autor/in Antje Kühlmorgen

Welches Waschmittel für weiße Wäsche?

Weißwäsche sollte mit pulverförmigem Vollwaschmittel gewaschen werden. Es enthält Bleichmittel, optische Aufheller und Vergrauungsinhibitoren. Wird weiße Wäsche mit Colorwaschmitteln gewaschen, dann sind keine optischen Aufheller und Bleichmittel im Einsatz. Achten Sie auf die korrekte Dosierung gemäß Ihrer Wasserhärte. Nur so haben Sie alle notwendigen Inhaltstoffe ausreichend am Start, um ein optimales Waschergebnis zu erzielen.

Weiße Wäsche richtig waschen

Weiße Wäsche

1. Sortieren:

Geben Sie Weißes nur mit weißer Wäsche in die Maschinentrommel. Waschen Sie stark verschmutzte oder gar ölige und schmierige Wäsche separat.

2. Wahl des Waschmittels:

Verwenden Sie ein Vollwaschmittelpulver für alle Textilien, die mit einer Waschtemperatur von 60°C bis 90°C gewaschen werden. Es wäscht mit Tensiden und Enzymen besonders sauber und hellt das Gewebe mit Bleiche und Aufhellern auf. Baumwolle ist alkaliunempfindlich, Bleichmittelstabil und verträgt optische Aufheller. Flüssige Waschmittel und Gelkissen, wie Caps, Discs und Pods, waschen schlechter als gute Pulver-Vollwaschmittel und lassen Weißes auch schneller vergrauen.

Synthetikfasern, die nur bis maximal 40°C gewaschen werden dürfen, nie mit höherer Temperatur waschen. Manche Fasern quellen dann auf und der Schmutz wandert leicht in die Faser und vergraut sie dauerhaft. Wählen Sie auch hier ein Vollwaschmittel oder bei feinen Dessous ein Gardinenwaschmittel für weiße Gardinen.

3. Die richtige Dosierung:

Beachten Sie die Hinweise auf der Verpackung. Sie informieren darüber, wie viel Waschmittel für welche Wasserhärte, Verschmutzung und Wäschemenge nötig ist. Dosieren Sie auch hier richtig: Unterwäsche wird auf der Haut getragen und gilt schon deshalb als "normal" verschmutzt. Ist die Waschmittelmenge nicht an die Verschmutzung und die Wasserhärte angepasst, so kann die Waschflotte den Schmutz nicht "festhalten" und er fällt auf die Fasern zurück und wird nicht ausgespült. Zusätzlich bildet sich Kalkseife, die sich auf der Wäsche absetzt und zusätzlich Schmutz bindet.

Wie wird Vergrautes wieder weiß?

Weiße Wäsche

Einweichen:

Saugfähige Weißwäsche wie Frotteehandtücher oder andere Baumwollwäsche können vor dem Waschen sehr gut in eine Bleichmittellösung eingeweicht werden. 50 ml Bleichmittel auf 5 Liter Wasser über Nacht einweichen und anschließend mit der Einweichlösung plus Waschmittel bei der zugelassenen Höchsttemperatur waschen.

Wäsche-Weiß-Tücher:

Im Handel gibt es oft sogenannte Wäsch-Weiß-Tücher. Sie enthalten optische Aufheller, die machen die Weißwäsche also tatsächlich weißer, befreien sie aber nicht von Schmutz und Dreck. Die Substanzen bleiben auch nach dem Waschen auf den Fasern und erzeugen im Zusammenspiel mit UV-Licht ein besonders strahlendes Weiß. Verwenden Sie die Weiß-Wasch-Tücher also höchstens als Zusatz zum üblichen Waschmittel.

Bringen die Tücher etwas, wenn schon vergraut ist?

Die Tücher bringen tatsächlich eine optische Aufhellung, die man sieht. Da sie aber die wirkliche Reinigung der Faser nicht unterstützen, führt es dazu, dass sich darunter immer mehr Schmutz in die Faser einlagert und die Schmutzpartikel durch die optischen Aufheller durchbrechen können. Dann ist die Wäsche dauerhaft vergraut.

Brilliant Weiß Pulver:

Es enthält vor allem Bleichmittel, zusätzlich aber auch Tenside und Enzyme und erhöht so, zur Waschmittelmenge dazu gegeben, die Waschkraft.

Gardinenwaschmittel für weiße Gardinen:

Empfindliche Dessous können mit Gardinenwaschmittel in kalter Lauge eingeweicht und anschließend gewaschen werden. Füllen Sie die Waschtrommel nur locker und geben das Gardinenwaschmittel direkt in die Trommel. So erhält man gute Ergebnisse.

Entfärben

Spezielle Entfärber können helfen, wenn Weißes durch Farbübertragung vergraut ist. Am besten nach Anleitung einweichen, dann mit Voll­wasch­mittel waschen.

Was bringen Hausmittel Zitronensäure und Natron?

Natronpulver auf einem Löffel

Zitronensäure hilft bei Kalkablagerungen.Bringt aber als Zugabe zu vergrauter Wäsche nicht die gewünschten Erfolge. Einweichen mit Natron oder Spülmaschinentabs können leicht entfärbende Wirkung haben, wenn die Wäsche über Nacht in heißem Wasser eingeweicht und dann mit der Einweichlauge plus Waschmittel gewaschen wird.

Entfärbt die Sonne?

Sonnenlicht ist tatsächlich ein natürliches Bleichmittel, das die Wäsche weißer macht, wenn man sie draußen auf der Leine trocknet!

Bieten chlorhaltige Reinigungsmittel eine Alternative?

Chlorreiniger haben eine bleichende Wirkung. In unseren europäischen Nachbarländern findet man chlorhaltige Waschmittel weit verbreitet. Darum sind im Urlaub Hand- und Bettwäsche oftmals blütenreiner als zuhause. Aus ökologischer Sicht ist trotzdem davon abzuraten, weil sie in der Waschmaschine chlororganische Verbindungen bilden, die unsere Gewässer belasten.

Fazit: Ein gutes pulverförmiges Vollwaschmittel wäscht Weißes meist am besten. Seine Tenside lösen Staub, Fett und Schweiß und halten den Schmutz in der Waschlauge.

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Antje Kühlmorgen