Um ein altes Möbelstück wie ein Nachtschränkchen oder eine kleine Kommode aufzupeppen, benötigt man:
Bei Entfernung von alten Aufklebern oder Kleberesten:
- Schwamm, weiches Tuch, Wasser, Spülmittel oder Essig
- Föhn oder Heißluftpistole (optional)
Für die weiteren Schritte:
- Holzspachtelmasse und Spachtel
- Schleifpapier (Körnung 120 und 220)
- Kreidefarbe, Pinsel und kleine feinporige Schaumstoffwalze
- Schraubenzieher
- Neue Knäufe (Porzellan/Keramik)
- Geschenkpapier oder selbstklebende Folie (für Schubladen innen)
Bei Verwendung im Außenbereich:
- Holzlack (wetterfest, falls für draußen)
- Teichfolie (falls bepflanzt werden soll)
- Cutter oder Schere
So geht's
Schritt 1: Möbelstück von Aufklebern und Schmutz befreien
Zuerst alte Aufkleber entfernen. Dafür kann man einen Föhn oder eine Heißluftpistole auf niedriger Stufe verwenden, um die Klebereste zu erwärmen. Anschließend lassen sich die Aufkleber vorsichtig mit einem Spachtel oder einer alten Plastikkarte ablösen.
Klebereste entfernt man mit etwas Speiseöl oder Essig auf einem weichen Tuch, ohne das Holz zu beschädigen. Danach reinigt man das gesamte Möbelstück mit Wasser und etwas Spülmittel.
Schritt 2: Kratzer und Macken ausbessern
Tiefe Kratzer oder kleine Löcher werden mit Holzspachtelmasse ausgebessert. Dazu trägt man die Spachtelmasse mit einem Spachtel auf die beschädigten Stellen auf und lässt sie nach Packungsanweisung trocknen. Überschüssige Masse kann man nach dem Trocknen vorsichtig abschleifen.
Schritt 3: Abschleifen
Nun schleift man das Möbelstück ab. Für den ersten Schliff eignet sich Schleifpapier mit Körnung 120, um alte Lack- oder Farbreste zu entfernen und das Holz anzurauen. Für den Feinschliff verwendet man Schleifpapier mit Körnung 220. So wird die Oberfläche schön glatt und die neue Farbe hält besser.
Schritt 4: Streichen mit Kreidefarbe
Nach dem Schleifen entfernt man Staub mit einem feuchten Tuch. Dann kann man das Möbelstück mit Kreidefarbe streichen. Für größere Flächen eignet sich eine kleine Walze, für Kanten und Ecken ein Pinsel. Die Farbe gut trocknen lassen und ggf. eine zweite Schicht auftragen.
Schritt 5: Shabby Chic-Look (optional)
Wer den beliebten Shabby Chic-Look möchte, schleift nach dem Trocknen der Farbe einzelne Kanten und Flächen leicht mit feinem Schleifpapier (Körnung 220) an, sodass das Holz oder die Grundfarbe leicht durchscheint.
Schritt 6: Neue Knäufe anbringen
Nun schraubt man die alten Schubladenknäufe ab und bringt neue aus Porzellan oder Keramik an. Das gibt dem Möbelstück einen individuellen Look.
Schritt 7: Schubladen innen gestalten
Für den Innenbereich: Die Schubladen kann man mit schönem Geschenkpapier oder selbstklebender Folie auskleiden. Dafür das Papier passend zuschneiden, einlegen und ggf. mit doppelseitigem Klebeband fixieren.
Weitere Idee: Statt Papier kann man auch Stoffreste verwenden, die mit Sprühkleber befestigt werden. Das sorgt für einen weichen, edlen Look.
Schritt 8: Möbelstück für den Außenbereich vorbereiten
Soll das Möbelstück draußen stehen, versiegelt man es nach dem Streichen mit wetterfestem Holzlack. Die Schubladen können mit Teichfolie ausgekleidet werden, um sie bepflanzen zu können. Die Folie wird passend zugeschnitten und mit doppelseitigem Klebeband oder einem Tacker befestigt.
Schritt 9: Finaler Check & Dekorieren
Zum Schluss prüft man, ob alles fest sitzt und die Oberflächen sauber sind. Jetzt kann das Möbelstück nach Belieben dekoriert oder bepflanzt werden.
Viel Spaß beim Upcycling!
Im Studio: Franziska Huber, Lehrerin für Hauswirtschaft und Textil