- Ein Blickfang im Garten – So sieht der Amberbaum aus
- Diese Sorten sind auch für kleine Gärten geeignet
- Standort und Pflege: So fühlt sich der Amberbaum wohl
- Ein besonderer Tipp zum Formen des Amberbaums
Jetzt im Herbst freuen wir uns über jeden Farbtupfer im Garten. Das können die letzten Blüten im Staudenbeet sein – aber besonders spektakulär ist das farbenprächtige Finale der Bäume mit Herbstfärbung. Unser SWR4 Gartenexperte Volker Kugel hat seit Jahren einen "Herbstliebling" unter den Bäumen: den Amberbaum.
"Die schönste Färbung im "Reich der Bäume" hat für mich der aus Amerika stammende Amberbaum, der auch bei uns immer beliebter wird."
Ein Blickfang im Garten – So sieht der Amberbaum aus:
- Blätter: Die Blätter des Amberbaums sind dunkelgrün und fingerförmig. Das heißt, die Blattfläche ist in fünf bis sieben einzelne Segmente geteilt. Sie erinnern an Ahornblätter, sind aber oft feiner und graziler.
- Triebe: Die mehrjährigen Triebe haben sogenannte Korkleisten, die gerade im Winter sehr dekorativ sind. Es handelt sich dabei um Teile der Rinde, die überstehen und sehr eigenwillig aussehen.
- Wuchs: Der Amberbaum wächst aufrecht und bekommt im Alter eine kegelförmige Krone. Er wird eher hoch als breit und wirkt dadurch sehr elegant.
- Früchte: Die kugeligen Kapselfrüchte des Amberbaums sind zunächst grün, beim Vertrocknen färben sie sich dunkelbraun. Im Herbst können sie zum Basteln verwendet werden.
- Herbstfärbung: Sein besonderes Merkmal ist die faszinierende Herbstfärbung. Je nach Sorte leuchten die Blätter dann in Gelb, Orange, Scharlachrot oder Purpurfarben. Das farbenfrohe Spektakel beginnt oft schon im September und endet mit dem Blattfall Anfang November.
Diese Sorten sind auch für kleine Gärten geeignet
Der Amberbaum ist eigentlich ein etwa 15 Meter hoher Parkbaum, der sich eher für größere Gärten eignet. Es gibt aber inzwischen auch Sorten, die viel kleiner bleiben.
- Die Sorte "Autumn Red" erreicht nach 20 bis 25 Jahren nur etwa fünf Meter Höhe und wird auch nur drei bis vier Meter breit. Die Herbstfärbung ist weinrot bis dunkel purpurrot, ein echter Hingucker!
- Auch die Sorte "Gum Ball" wächst sehr langsam. Dieser Baum wird nur vier Meter hoch und drei Meter breit und ist ebenfalls für kleine Gärten und Innenhöfe geeignet. Die Blätter färben sich zunächst orange bis gelb und erst ganz spät schlägt die Farbe in Purpur um.
Standort und Pflege: So fühlt sich der Amberbaum wohl
Der Amberbaum passt sehr gut in unsere Zeit. Er kommt mit Hitze zurecht und verträgt sowohl zeitweilige Trockenheit als auch viel Wasser. Er mag volle Sonne und einen nährstoffreichen, sandig-humosen Boden. Ein weiterer Pluspunkt: Amberbäume haben bis heute keine speziellen Krankheiten oder Schädlinge, die Ärger bereiten könnten.
Ein besonderer Tipp zum Formen des Amberbaums
Der amerikanische Amberbaum wächst nicht zu schnell und wir können ihn mit etwas Geschick als sogenanntes Formgehölz gestalten. Einen Amberbaum in Spalierform zu "erziehen" ist gar nicht so schwer: Man braucht dazu Bambusstäbe und Schnur und natürlich eine gute Gartenschere.
So geht’s:
- Nehmen Sie sechs Bambusstäbe (1,50 bis zwei Meter lang), die Sie in "Kuvert-Form" mit Schnur zusammenbinden. Also ein "Rahmen" aus vier Stäben und innen zwei über Kreuz.
- Nun schauen Sie am Baum nach einer Stelle, an der drei oder vier dickere Äste in eine Richtung wachsen. Hier befestigen Sie das Gerüst am Baumstamm und binden die ausgesuchten Äste an.
- Die anderen Äste (die in eine andere Richtung wachsen) werden abgeschnitten. So haben Sie eine platzsparende Spalier-Grundform geschaffen.
Wem das zu viel Aufwand ist: In der Baumschule gibt es die Spalierbäume fertig zu kaufen.