Rosafarbene Blütenpracht vor dem Laub
Namensgeber: Ganzjährig blutrote Blätter
Vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten im Garten
Standortwahl: Sonne bevorzugt für maximale Blütenfülle
Pflegeleicht, schnittverträglich und klimafest
Sortenvielfalt: Hollywood, Nigra und Woodii
Wespengefahr und Flecken vermeiden
Die Blutpflaume (Prunus cerasifera) ist ein echter Blickfang im Garten – und trotzdem geriet sie in den letzten Jahren etwas in Vergessenheit. Dabei bietet dieser Zierbaum viele Vorteile: Je nach Schnitt kann die Blutpflaume als großer Strauch mit mehreren Stämmen oder als kleiner Baum wachsen. Wird sie als Baum veredelt, erreicht sie stolze vier bis sechs Meter Höhe.
Rosafarbene Blütenpracht vor dem Laub
Das größte Highlight der Blutpflaume sind ihre üppigen, rosafarbenen Blüten, die außen zart weißlich schimmern. Sie erscheinen bereits im Frühjahr vor dem Laubaustrieb und sind ein Magnet für Bienen, Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge. Nach der Blüte folgen die ganzjährig tiefroten Blätter – nicht nur im Herbst, sondern vom Frühjahr bis zum Winter.
Namensgeber: Ganzjährig blutrote Blätter
Den Namen "Blutpflaume" verdankt sie ihren intensiven, blutroten Blättern. Dazu kommen die duftenden Blüten mit ihrem starken Mandelaroma, das bei Windstille durch den ganzen Garten zieht. Und ja, die Blutpflaume trägt tatsächlich essbare Früchte. Sie sind rund zweieinhalb Zentimeter groß und etwas kleiner als klassische Pflaumen. Die Sorte "Hollywood" bringt besonders große, leckere Früchte hervor.
Vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten im Garten
Ob als kleiner Baum oder mehrstämmiger Strauch – die Blutpflaume lässt sich vielfältig gestalten. Schneidet man die unteren Äste bis etwa 1,50 Meter Höhe weg, entsteht ein eindrucksvolles, blutrotes Blätterdach, unter dem man hindurchschauen kann. Vor einer dunklen Eibenhecke wirken die roten Blätter zusammen mit den rosa Blüten besonders intensiv.
Standortwahl: Sonne bevorzugt für maximale Blütenfülle
Die Blutpflaume liebt sonnige Standorte. Im Halbschatten wächst sie zwar auch, doch dann gibt es rund 20 Prozent weniger Blüten. Gartenexperte Volker Kugel empfiehlt die Blutpflaume als Solitärpflanze, also freistehend, als echten Star im Garten. Auch in einer Blütenhecke – kombiniert mit Schlehen, Hartriegel oder Wildrosen – entfaltet sie ihre volle Wirkung.
Pflegeleicht, schnittverträglich und klimafest
Pflegeleicht und schnittverträglich ist sie obendrein: Wächst sie in eine unerwünschte Richtung, kann man einfach zurückschneiden. Sie kommt mit nahezu jedem Boden klar, ist hitze- und trockenheitsverträglich und damit bestens gerüstet für die kommenden Jahrzehnte im Zeichen des Klimawandels. In den ersten zwei bis drei Jahren benötigt sie etwas Anwachspflege , bevor sie sich selbst überlassen werden kann. Ein Auslichten alle ein bis zwei Jahre sorgt dafür, dass die Äste nicht zu dicht stehen. Krankheiten oder Schädlinge treten nur selten auf.
Sortenvielfalt: Hollywood, Nigra und Woodii
Neben "Hollywood" lohnt sich ein Blick auf die Sorte "Nigra". Ihre Blätter sind so dunkelrot, dass sie fast schwarz wirken – zusammen mit den rosa Blüten entsteht ein besonders starker Farbkontrast. Für kleine Gärten ist die Sorte "Woodii" ideal: Sie bleibt unter vier Meter, hat große Blüten und gedeiht sogar im Pflanzkübel .
Wespengefahr und Flecken vermeiden
Ein Tipp zur Standortwahl: Reife Früchte ziehen viele Wespen an. Wer die Blutpflaume direkt neben die Terrasse setzt, muss damit rechnen von den Insekten genervt zu werden. Besser ist ein Platz etwas entfernt, zum Beispiel auf einer Rasenfläche. Das verhindert auch, dass die tiefroten Früchte unschöne Flecken auf Naturstein hinterlassen. Sie sind nur schwer zu entfernen.
Mit ihrer Kombination aus rosafarbener Blütenpracht, ganzjährig roten Blättern, leckeren Früchten und hoher Klimafestigkeit ist die Blutpflaume eine vielseitige und attraktive Wahl für jeden Garten – ob freistehend, in einer Blütenhecke oder im Pflanzkübel.