Die Zutaten gibt es in jedem Haushalt

Gemüse natürlich düngen

Eigene Ernte aus dem Garten? Damit das Jahr für Jahr gut klappt, muss gedüngt werden! Einiges, was in der Küche anfällt oder im Garten sowieso wächst, kann dafür verwendet werden!

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Von Autor/in Christiane Gorse

Es gibt gekauften Dünger, klar, aber auch selbst gemachten – mit Resten aus der Küche kann so einiges angestellt werden! Wer im Garten also nachhaltig sein möchte, sollte so viel wie möglich von dem verwenden, was schon da ist. Denn: viele Dinge, die oft im Kompost oder Biomüll landen, sind eigentlich zu schade zum Wegwerfen!

Jauche aus Brennnesseln und Beinwell

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So wird´s gemacht: Auf 10 Liter Wasser kommt 1 Kilo Grünmasse oder 150 g getrocknete Pflanzen. Bei der Jauche vergären die Stängel innerhalb von 2-3 Wochen. Einmal am Tag umrühren. Wenn es aufhört zu schäumen, sollten die matschigen Blätter abgesiebt werden. Dem jauchigen Geruch können wir mit Eichenblättern, Gesteinsmehl oder Lehmerde entgegenwirken. Die fertige Jauche verdünnt man 1:10 mit Gießwasser.

Das bringt´s: Brennnesseln liefern wichtige Mineralien und Nährstoffen wie Kieselsäure, Kalium und ordentlich Stickstoff.

Beinwell enthält Kalium, Phosphat und Stickstoff, aber auch Spurenelemente, Kieselsäure und verschiedene Gerbstoffe. Für die Jauche eignet sich jeder Beinwell

Tipp: attraktiv im Garten ist der Kaukasus-Beinwell, der ein sehr robuster Bodendecker und gleichzeitig eine hervorragende Hummelweide im Frühjahr ist. Mit dieser Pflanze hat man immer einen guten Vorrat an Beinwell im Garten.

Besonders geeignet für: Tomaten, Kartoffeln, Artischocken, Kürbis

Kaffeesatz

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So wird´s gemacht: Den Kaffeesatz nach dem Aufgießen des Kaffees sammeln. Um zu verhindern, dass sich Schimmel bildet, gerne in ein feines Sieb geben. Hat man eine gute Portion (an-) getrockneten Kaffeesatz gesammelt, wird er um die Pflanze verteilt und eingeharkt. Ohne Einharken dauert das Zersetzen zu lange, um einen Effekt zu haben.

Das bringt´s: Kaffeesatz enthält reichlich Stickstoff, Schwefel und Phosphor. Kaffee ist pures Kraftfutter für den Kompost und in der Erde, denn die Würmer lieben Kaffeesatz und machen besten Humus daraus. Wie Kaffeesatz sind auch Teeblätter, vor allem von Schwarz- und Grüntee, ideal für Pflanzen, die sauren Boden mögen.

Besonders geeignet für: Heidelbeeren sowie Rhododendren und Hortensien.

Eierschale

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So wird´s gemacht: Die Eierschalen sammeln. Sie sollten gut zerkleinert, am besten sogar gemörsert werden, damit sie sich schneller zersetzen. Außerdem empfiehlt es sich dafür zu sorgen, dass keine Eierreste an der Schale hängen, denn das lockt Ungeziefer an. Bewährt hat sich daher, die Eierschalen im Ofen mitzubacken.

Das bringt´s: Eierschalen liefern Kalzium, ideal für Pflanzen, die es kalkhaltig mögen.

Besonders geeignet für: Rosmarin, Schnittlauch, Zist- und auch Lenzrosen

Kartoffelwasser

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So wird´s gemacht: Das Kochwasser von Pellkartoffeln nicht wegschütten, sondern in ein Gefäß geben. Das Wasser darf nicht gesalzen sein. Das Kochwasser einfach kalt werden lassen, dann unverdünnt damit gießen.

Das bringt´s: Pellkartoffelwasser enthält viel Kalium und Vitamine. Wichtig: Die Kartoffelschale ist der Lieferant der wertvollen Inhaltsstoffe, daher funktioniert es nur mit Pellkartoffeln. Ein Überdüngen mit Kartoffelwasser ist nicht möglich.

Besonders geeignet für: Tomaten profitieren von der Extraportion Kalium. Auch Zimmerpflanzen mögen das kalte Kochwasser.

Im Garten: Heike Boomgaarden, Gartenbauingenieurin

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Christiane Gorse