Die Vorteile einer grünen Hecke
Das sind die Nachteile des Doppelstabmattenzauns
Sind Schlupflöcher im Stahlzaun eine gute Idee?
Welche Sträucher Schmetterlinge lieben
Die Vorteile einer grünen Hecke
Hecken sind nicht nur schön fürs Auge, sondern sie sind ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz und zur Lebensqualität. Lebendige, vielfältige Hecken sind weit mehr als nur ein Sichtschutz. Sie sind naturnahe Lebensräume und verbessern das Mikroklima.
Kurz zusammengefasst: Hecken sind ein natürlicher Windschutz und sie sind Sauerstoffproduzenten. Man braucht weniger Wasser im Garten, weil durch die Hecken weniger Wind weht. Dadurch bleibt der Boden feucht. Und Hecken verbessern das Kleinklima und schaffen Lebensräume für viele nützliche Insekten und Tiere.
Das sind die Nachteile des Doppelstabmattenzauns
Die Hecke ist out – der Doppelstabmattenzaun ist in. Könnte man meinen, wenn man mit offenen Augen durch die Nachbarschaft läuft, meint SWR4 Gartenexpertin Heike Boomgaarden. Überall stehen diese Stahlgitter, die mit Steinen gefüllt oder mit Plastikbändern durchzogen sind.
Aber dieser Heckenersatz hat negative Auswirkungen auf die Biodiversität in unseren Gärten. Solche Zäune wirken wie ökologische Barrieren. Sie verhindern, dass Kleintiere wie Igel, Amphibien oder Reptilien von Garten zu Garten wandern können. Diese Zäune unterbrechen wichtige Lebenswege. Denn Tiere müssen regelmäßig zwischen Lebensräumen wechseln – sei es zur Nahrungssuche, Fortpflanzung oder für ein Winterquartier.
Durch die fest im Boden verankerten Zäune, in denen es kaum einen Durchschlupf für Tiere gibt, sinkt die Artenvielfalt in Wohngebieten, weil Tiere keinen Zugang mehr zu Nahrung, Unterschlupf oder Partnern finden.
Sind Schlupflöcher im Stahlzaun eine gute Idee?
Die Idee eines Schlupflochs im vorhandenen Zaun ist auf den ersten Blick super, aber ein paar Probleme bleiben trotzdem:
Im Gegensatz zu Hecken oder bepflanzten Zäunen bieten diese sterilen Konstruktionen keinen Lebensraum für Insekten, Vögel oder Kleinsäuger. Es fehlen Nistmöglichkeiten und Nahrungspflanzen.
Darüber hinaus heizen sich Plastik und Stahl im Sommer auf und verschlechtern das Kleinklima in der Nachbarschaft. Und wenn die Plastikstreifen wegen zu starker Sonneneinstrahlung zerbröseln, landen sie als Mikroplastik im Boden.
Außerdem wirken diese Zäune oft abweisend und monoton, besonders in Neubaugebieten. Statt schöner Gärten sieht man nur steriles Grau.
Und ein Schwätzchen mit dem Nachbarn ist bei diesen hohen Zäunen auch kaum möglich.
Welche Sträucher Schmetterlinge lieben
SWR4 Gartenexpertin Heike Boomgaarden empfiehlt eine Hecke für Schmetterlinge. Denn die machen unsere Gärten noch schöner und lebendiger. Damit sich Schmetterlinge überhaupt im Garten ansiedeln, braucht es aber mehr als nur Blüten.
So lieben über 100 Raupenarten die Salweide, die Raupen vom Tagpfauenauge, vom Kleinen Fuchs oder vom Admiral futtern am liebsten den Faulbaum.
Viele Nachtfalter-Raupen lieben die frischen Blätter der Haselnuss. Weitere schöne Sträucher für die die Schmetterlinge sind der Schneeball, Bluthartriegel oder der Blasenstrauch. Wenn wir diese Sträucher als neue Hecke pflanzen, haben wir im Garten mehr bunte Falter als vorher!