- Auf den Kompost: Laub ist ein wertvoller Rohstoff für den Garten
- Kann man jedes Laub kompostieren?
- Alternative zum Komposter: Flächenkompostierung
- Laubhaufen sind wichtig für Tiere
Auf den Kompost: Laub ist ein wertvoller Rohstoff für den Garten
Alles, was im Garten anfällt, bleibt im Garten.
Herbstlaub ist nicht nur schön anzusehen, sondern als wertvolle Ressource auch unglaublich nützlich. Laub ist eines der besten Materialien für den Kompost. Vermischen Sie es mit anderen Gartenabfällen und schichten Sie es in einem Komposthaufen oder einer sogenannten Laubmiete (eine Art Behälter aus Hasendraht) auf.
- Tipp: Die Laubmiete an den Seiten mit Erde bedecken, damit das Laub nicht verweht.
Kann man jedes Laub kompostieren?
Grundsätzlich kann jedes Laub kompostiert werden, allerdings verrotten manche Laubarten schwerer – zum Beispiel Eichen-, Kastanien- oder Walnusslaub. Mit ein paar Tricks gelingt es dennoch:
- Schwer verrottendes Laub mit Rasenschnitt, Schafwollpellets oder einem Löffel Joghurt mischen. Das hilft den Kleinstlebewesen bei der Arbeit.
- Gerbsäure neutralisieren: Walnusslaub und anderes säurehaltiges Laub mit etwas Kalk oder Bentonit versetzen, um die Säure abzupuffern.
- Humusbildung fördern: Gut vermischtes Laub liefert im Frühjahr wertvolle Nährstoffe.
Alternative zum Komposter: Flächenkompostierung
Auch ohne Komposter können Sie Herbstlaub nutzen – mit der sogenannten Flächenkompostierung. So funktioniert es:
- Verteilen Sie das Laub in einer fünf bis zehn Zentimeter dicken Schicht auf Beeten, unter Bäumen oder Sträuchern.
- Streuen Sie etwas reifen Kompost darüber.
- Arbeiten Sie alles leicht in die oberste Bodenschicht ein.
Bis zum Frühjahr ist das Laub weitgehend verrottet und verwandelt sich in nährstoffreichen Humus. Das verbessert die Bodenqualität und sorgt für gesundes Pflanzenwachstum.
Laubhaufen sind wichtig für Tiere
Ein kleiner Laubhaufen in einer ruhigen Ecke des Gartens kann wahre Wunder für die Artenvielfalt bewirken:
- Igel finden hier Schutz für ihren Winterschlaf.
- Vögel wie Rotkehlchen und Amseln stöbern im Laub nach Insekten.
- Amphibien wie Molche und Erdkröten nutzen das Laub als Winterquartier.
- Millionen kleiner Bodenlebewesen profitieren ebenfalls und tragen zur Bodenfruchtbarkeit bei.
Hier finden Sie weitere Tipps, wie Sie Igeln in Herbst und Winter helfen können und was Sie im Garten tun können, um Vögel im Winter zu unterstützen.
Ein Laubhaufen ist also nicht nur ein Beitrag zur Natur, sondern auch eine Investition in einen gesunden Garten. Und im Frühjahr helfen die tierischen Bewohner wie Kröten und Vögel bei der Schädlingsbekämpfung – ganz ohne Chemie!