Heimwerker-Tipps

Lacke, Lasuren & Öle: Holzschutz für den Außenbereich

Damit Holz im Außenbereich lange schön und geschützt ist, benötigt es immer einen Anstrich? Aber was eignet sich eigentlich am besten? Hier ein paar Tipps!

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Von Autor/in Stephan Gramsch

Holz, das im Außenbereich eingesetzt wird, kann zum einen durch die Art und Weise der Konstruktion vor Witterungseinflüssen etwas geschützt werden.
Zum anderen dient der Auftrag von Holzschutzmitteln dazu, das Holz vor dem Vergrauen und der allmählichen Verwitterung und Zerstörung zu schützen.

Lackierung

Holz wird lackiert
IMAGO / Westend61

Eine farblose oder farbige Lackierung schafft eine wasserundurchlässige Beschichtung des Holzes. Die Holzmaserung ist dabei nicht mehr zu erkennen.

Wenn aber die Lackierung eine Schadstelle bekommt und reißt, dringt Wasser ins ungeschützte Holz ein, was nicht gut ist.

Lackierungen ausbessern

Eine defekte Lackierung lässt sich nicht gut lokal ausbessern, sondern muss meist abgeschliffen und neu lackiert werden. Die Farb-Industrie hat aber mittlerweile gute Lackierungen im Programm, z.B mit Kunststoffanteilen, die das Arbeiten des Holzes bei unterschiedlichen Temperaturen gut mitmachen kann.

Im Handel sind Lacke in vielen Farben und verschiedenen Oberflächenoptiken erhältlich. Dabei wird zwischen lösemittelbasierten und Wasserbasierten Lacken unterschieden.

Während Lacke nur die Oberfläche schützen, ziehen Lasuren und Öle auch in das Holz ein.

Lasur

Brettewand wird lasiert
IMAGO / Shotshop

Eine Lasur dringt je nach Konsistenz mehr oder weniger tief ins Holz ein, ist aber dennoch ein offenporiger Schutz des Holzes.

Man unterscheidet Dünnschicht- und Dickschichtlasuren
Bei Dünnschichtvarianten dringt die Lasur tiefer in das Holz ein, schützt es also von innen. Sie eignen sich beispielsweise ideal für die Beschichtung von Zäunen oder Sichtblenden.

Dickschichtlasuren dagegen bilden einen lackähnlichen Film auf der Holzoberfläche. Diese Lasuren bieten einen wirksamen Schutz vor eindringender Feuchtigkeit und eignen sich insbesondere für alle Bauteile, bei denen es wichtig ist, dass sie ihre Form behalten. Ein Beispiel hierfür sind etwa Fenster und Türen.

Lasuren ausbessern

Eine Beschichtung mit Lasuren lässt sich gut reparieren und nachbessern. Dazu das Holz bei Flecken und abblätternder Lasur abschleifen, noch „gute“ Stellen nur leicht anschleifen und dann die Lasur neu auftragen.

Tipp: Dünnschichtlasuren sollten alle 2 Jahre zumindest gut begutachtet werden und dann gegebenenfalls erneuert werden. Bei guten Dickschichtlasuren kann der Pflegeintervall auch bis zu 5 Jahren betragen.

Auch bei Lasuren wird zwischen lösemittelhaltigen und wasserbasierten Produkten unterschieden.

Holz-Öl

Unbehandeltes und geöltes Holz
IMAGO / Panthermedia

Natürliches Holz- oder Möbelöl dringt tief ins Holz ein und lässt dessen Oberfläche dunkler und glänzender erscheinen. Die Maserung wird hervorgehoben, die Holzfarben erscheinen intensiver. Fachleute sprechen davon, dass Öle das Holz „anfeuern“. Zugleich werden die Poren des Materials nicht verschlossen, das Holz bleibt also dampfdurchlässig.

Holzöle haben allerdings den Nachteil, dass sie nicht besonders langlebig sind. Praktisch jedes Jahr sollte man die Oberflächenbehandlung mit Öl erneuern, da die Schutzwirkung schnell nachlässt. Außerdem reagiert geöltes Holz relativ empfindlich auf Feuchtigkeit. Unterm Strich lässt sich sagen, dass Holzöle zwar durchaus Schutz vor normalen äußeren Verschmutzungen bieten, die Oberflächen aber weniger stark versiegelt werden, als es mit Lasuren und erst recht mit Lacken möglich ist.

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Autor/in
Stephan Gramsch