Ingrid und Thomas haben Mut bewiesen

Wie man eine denkmalgeschützte Scheune zum Wohnhaus umbaut

Mit Anfang 60 haben Ingrid und Thomas Farian einen Neuanfang gewagt: Sie haben eine alte, denkmalgeschützte Scheune in Markgröningen gekauft und als Wohnhaus umgebaut. Altersgerecht sollte der Umbau sein – und der ursprüngliche Charme erhalten bleiben.

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Von Autor/in Beate Metschies

Jahrelang suchte die Stadt Margröningen nach einem Käufer für eine alte, heruntergekomme Scheune im historischen Ortstkern. Das Gebäude aus dem Jahr 1804 ist teils an die Stadtmauer angebaut und steht unter Denkmalschutz. Vor acht Jahren dann wagten Ingrid und Thomas Fahrin den Kauf und nahmen den Umbau der Scheune in Angriff.

Herausforderungen: Denkmalschutz und Finanzierung

Die größte Herausforderung: den Anforderungen des Denkmalschutzes gerecht werden. So durften beispielsweise die Holzbalken, die noch in gutem Zustand waren, nirgendwo entfernt werden. Das Haus mit über 200 Quadratmetern hat drei Etagen. Die beiden wollten es altersgerecht umbauen - und es sollte auf jeden Fall einen Aufzug haben. Weil die Balkenkonstruktion keinen Platz dafür lässt, musste der Aufzug ins Nachbargebäude verlegt werden.

Auch die Finanzierung war nicht einfach. Denkmalgeschützte Häuser sind Projekte mit Risikofaktoren. Niemand konnte dem Ehepaar sagen, was die Renovierung kosten würde. Sie erhielten Zuschüsse, nutzten Steuervorteile und machten vieles selbst.

Preis für Sanierung

Der große Aufwand bei der Renovierung hat sich für das Ehepaar gelohnt. Der Charme der alten Scheune ist erhalten geblieben. Der Wohnstil: große, helle Räume, viel Holz, individuell. Inzwischen ist das Gebäude ausgezeichnet: Für den Umbau gab es einen Sanierungspreis.

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Beate Metschies