Tiktok, Youtube und Co.: Deshalb ist Zukunftsforscher Tristan Horx für Social Media ab 16 Jahren

Tristan Horx forscht an der Zukunft der Digitalisierung, Globalisierung und Nachhaltigkeit. Er ist Digital Native und schaut kritisch auf die Entwicklung von Social Media.

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Wir als Gesellschaft haben das vergurkt. Wir werden in 10-20 Jahren darauf zurückschauen und sagen ‚Soziale Medien, das ist eine wunderbare Angelegenheit, aber erst ab einem gewissen Alter, weil es ein unglaubliches Suchtpotenzial hat‘.

Smartphones und Social Media beenden die Kindheit

Die Generation Z, also die Jahrgänge ab den späten 1990ern bis 2010, sind komplett mit Smartphones, dem Internet und Social Media aufgewachsen. Zukunftsforscher Tristan Horx nennt sie auch "Digital Zombies".

Laut der KIM-Studie 2024 nutzen Kinder zwischen 6 und 13 Jahren in Deutschland Whatsapp (73 Prozent), Tiktok (42 Prozent) und Instagram (25 Prozent) bereits wöchentlich, obwohl die Nutzung eigentlich erst ab 13 Jahren erlaubt ist.

München

Digitaltrainer Daniel Wolff | 14.4.2025 Was Kinder am Handy und im Internet wirklich erleben

Daniel Wolff ist Gymnasiallehrer und Vater. Er gibt Tipps für den Umgang von Kindern und Jugendlichen mit Smartphones. Und er weiß, wie Eltern dabei am besten unterstützen können.

Leute SWR1 Baden-Württemberg

Tiktok, Youtube und Instagram erst ab 16 Jahren

Tristan Horx sagt, es sei ein wichtiger pädagogischer Schritt Kindern ein Smartphone zu geben. Die Kindheit werde beendet und gleichzeitig mache Social Media häufig süchtig.

In Australien sind Soziale Medien mittlerweile erst ab 16 Jahren erlaubt. Tristan Horx ist davon ein großer Fan. Auch wenn er einräumt, dass man mit Pädagogen sprechen müsse, ob Verbote der richtige Weg sind. Aber er sagt: "Immerhin probiert es mal ein Land aus und schaut, welche Konsequenzen es hat".

Heilbronn

Clemens Beisel | 6.9.2024 Sozialpädagoge erklärt: So geht gesunder Umgang mit Medien

Tiktok, Whatsapp, Instagram oder Snapchat haben ein Ziel: Nutzer:innen lange in ihren Apps zu halten. Clemens Beisel berät, wie wir Kinder vor einer Abhängigkeit schützen können.

Leute SWR1 Baden-Württemberg

Wie muss sich Social Media verändern?

Zukunftsforscher Tristan Horx erzählt: Es gab eine Befragung unter Jugendlichen, ob ihre eigenen Kinder später Tiktok haben sollten. Die Mehrheit sagt: Nein. Von radikalisierenden Inhalten über Bilder und Videos aus Kriegen, sehen Kinder und Jugendliche alles auf Social Media-Plattformen.

Gegen die aktuellen Entwicklungen in der Welt von Social Media müssten wir uns wehren. Soziale Medien seien ein Gemeinwohl. Tristan Horx fordert eine öffentlich finanzierte Social Media-Plattform aus Europa.

Wenn wir Information und Wahrheit nur an ökonomische Prinzipien binden, dann geht das schief und das sehen wir jetzt gerade.

Berlin

Alice Rombach Zukunftsforscherin verrät: Wird unsere Zukunft gut oder schlecht?

Wie sieht unsere Zukunft aus? Alice Rombach forscht an Megatrends wie Urbanisierung, Digitalisierung und Individualisierung, die auf alle Ebenen der Gesellschaft wirken.

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Interview mit Zukunftsforscher Fachkräftemangel und KI - So leben wir in 10 Jahren

Zukunftsforscher erwarten, dass Arbeitskräftemangel und Digitalisierung unser Leben massiv verändern werden. Wie werden wir in zehn Jahren in RLP und BW leben?