Das war der BW-Newsticker am Dienstag

Bergung von entgleistem Zug läuft, Spürbares Erdbeben registriert, 88-Jährige in Pflegeheim vergewaltigt, Was passiert, wenn man sein geklautes Auto zurück klaut?

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker, heute von Jakob Fandrey.

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Stand

Von Autor/in Jakob Fandrey

Wiedersehen!

Das war's für heute. Morgen hält euch mit dem Newsticker am Morgen Barbara Reeder auf dem Laufenden. Bis dahin findet ihr alle aktuellen Nachrichten und Hintergründe für Baden-Württemberg unter SWRAktuell.de/bw, in der SWR Aktuell App, in unserem Newsletter am Morgen, auf WhatsApp, bei Instagram, Facebook und YouTube und natürlich auch im Radio und TV.

Ärger mit syrischer Großfamilie in Stuttgart: OB Nopper fordert Abschiebung von Straftätern

Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) will, dass Kriminelle mit syrischer Staatsangehörigkeit in ihr Heimatland abgeschoben werden. Hintergrund für Noppers Forderung ist eine syrische Großfamilie, die in Stuttgart lebt und seit einiger Zeit immer wieder für Schlagzeilen sorgt. Laut der Stadt sollen Mitglieder der Familie mehr als 150 Straftaten begangen haben. Erst vergangene Woche haben Spezialeinsatzkräfte der Polizei ein Wohnhaus der Familie in Stuttgart-Zuffenhausen durchsucht. Gegen einen 15-jährigen Familienangehörigen wurde wegen Verdacht auf Körperverletzung ermittelt, gegen einen 44-Jährigen wegen Verdacht auf Sozialleistungsbetrug.

Unwetter-Schutz: Kann sich die Bahn gegen Ereignisse wie am Sonntag wappnen?

Vorab: Züge gehören zu den sichersten Verkehrsmitteln. Das zeigen eigentlich sämtliche Statistiken, die man sich anschaut. "Vergleicht man die Sicherheit von Zug und Auto pro Personenkilometer, ist das Risiko einer schweren Verletzung bei jeder Autofahrt gut 137 Mal höher als bei einer Bahnfahrt", schreibt zum Beispiel die Interessenorganisation Allianz pro Schiene. Nach den Ereignissen vom Sonntagabend fragen sich trotzdem viele Menschen, wie sicher die Bahnfahrt noch ist. Im Video ordnet unser SWR-Bahnexperte Frieder Kümmerer die aktuelle Debatte ein. Zugunglücke mit einem Ausmaß wie bei Riedlingen (Kreis Biberach) sind seiner Meinung nach zum Glück sehr selten. Dennoch stehe die Bahn vor ernstzunehmenden Herausforderungen, denn: Durch die Folgen des Klimawandels sei in Zukunft mit einer Zunahme von Starkregenereignissen zu rechnen.

Raser und Poser geraten in Heilbronn stärker in den Fokus der Behörden

Die Stadt Heilbronn will stärker gegen Raser und Poser vorgehen. Das Ordnungsamt hat - in Zusammenarbeit mit der Polizei - mehr Kontrollen angekündigt. Zusätzlich zu den Blitzern plant die Stadt Kontrollen mit städtischen Beamten vor Ort. Uniformierte Teams sollen unterwegs sein und Raser und Poser abschrecken, etwa in der Allee, dem neuen Stadtteil Neckarbogen oder auch der Kernstadt. Diese Gebiete haben Ordnungsamt und Polizei als Hotspots ausgemacht. Außerdem sollen sich die Bürgerinnen und Bürger leichter beschweren können - auf der Website der Stadt gibt es eine neue Rasermelder-Rubrik.

Gerichtsprozess startet: 88-Jährige in Pflegeheim vergewaltigt

Die Anklage lautet auf Vergewaltigung und sexueller Missbrauch: Ein 72 Jahre alter Mann steht heute vor dem Amtsgericht Konstanz vor Gericht. Er soll in einem Pflegeheim in Radolfzell eine schwer kranke 88-Jährige missbraucht haben. Der Mann ist gelernter Krankenpfleger. Eigentlich ist er seit Jahren in Rente, war aber in dem Pflegeheim als Aushilfspfleger beschäftigt. Laut Anklage übernahm er im Januar Pflegedienste unter anderem bei dem 88-jährigen mutmaßlichen Opfer. Dabei soll er nach Angaben eines Sprechers des Amtsgerichts Konstanz die schwer kranke und bettlägerige Frau missbraucht haben.

Radolfzell

Urteil des Schöffengerichts Konstanz Haftstrafe für 72-jährigen Pfleger wegen Missbrauchs einer 88-Jährigen

Ein 72-jähriger Altenpfleger ist wegen Vergewaltigung einer bettlägerigen Bewohnerin eines Pflegeheimes in Radolfzell zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Bahnstrecke bleibt nach Unfall weiter gesperrt

Aktuell laufen die Bergungsarbeiten der entgleisten Waggons nach dem tödlichen Zugunglück bei Riedlingen im Kreis Biberach weiter und sollen laut Bahn bis gegen Mittag abgeschlossen sein. Bei der Bergung kommt auch ein Spezialkran zum Einsatz, ein Tieflader transportierte die ersten Waggons ab. Erst wenn diese dann abgeschlossen ist, können Experten die Schäden an der Strecke prüfen. "Über die Dauer der Sperrung ist eine verlässliche Aussage erst möglich, nachdem die Begutachtung der Schäden erfolgt ist", hieß es in einer Mitteilung der Bahn. Weiterhin gibt es einen Ersatzverkehr mit Bussen, der zwischen Munderkingen und Herbertingen läuft.

Unbekannte sprengen Geldautomat im Kreis Esslingen

Unbekannte Täter haben in der Nacht einen Geldautomaten in Aichtal gesprengt. Die Täter seien nach dem Vorfall geflüchtet, sagte uns ein Polizeisprecher vor wenigen Minuten. Ob sie Geld erbeuteten, ist aktuell noch unklar. Der Automat war laut dem Sprecher an der Fassade eines Gebäudes angebracht. Das Gebäude sei bei der Sprengung beschädigt worden, Einsturzgefahr bestehe allerdings nicht.

Verpackungssteuer in Rastatt kommt nicht

Der Gemeinderat von Rastatt hat eine Verpackungssteuer gestern Abend mit deutlicher Mehrheit abgelehnt. 27 Gemeinderäte stimmten mit Nein, 11 mit Ja. Die Stadtverwaltung wollte mit Einführung einer Verpackungssteuer nach Tübinger Vorbild die enormen Mengen an Verpackungsmüll in Rastatt verringern. Die Steuereinnahmen sollten zumindest teilweise die Entsorgung des Mülls finanzieren. Besteuert werden sollten Einwegverpackungen von Speisen und Getränken, wie Pizzakartons oder Kaffeebecher. Im Vorfeld der Entscheidung gab es Kritik vor allem vom Hotel- und Gaststättenverband. Er sprach von Mehrkosten für Gastronomen und Kunden.

Nach Zugunglück: Erste Verletzte können Krankenhaus verlassen

Viele der 41 zum Teil schwer verletzten Menschen werden nach dem schweren Zugunglück vom Sonntagabend weiterhin in den Krankenhäusern der Umgebung versorgt. Laut unserem aktuellen Kenntnisstand befinden sich an der Uniklinik in Tübingen und dem Alb-Donau-Klinikum noch zwei Personen, die in Lebensgefahr schweben. Es gibt aber auch erste gute Nachrichten aus den Kliniken, denn die ersten  Patienten konnten das Krankenhaus bereits wieder verlassen, so zum Beispiel an der Uniklinik in Ulm.

Nach Hakenkreuz-Vorfall: Born behält sein Landtagsmandat

Nach dem Hakenkreuz-Vorfall im baden-württembergischen Landtag tritt Daniel Born von seinen SPD-Parteiämtern zurück und verzichtet auf seine Landtagskandidatur. Sein schwerer Fehler solle nur ihn belasten, teilte der Jurist mit. Sein Landtagsmandat wolle er aber bis zum Ende der Legislaturperiode behalten.

Stuttgart

Landes-SPD fordert kompletten Rückzug Hakenkreuz-Vorfall: Abgeordneter Born will Mandat nicht abgeben

Die Landes-SPD fordert, dass Daniel Born nach dem Hakenkreuz-Vorfall sein Mandat abgibt. Derweil betont Ministerpräsident Kretschmann, dass Born durch sein Geständnis weiteren Schaden vom Parlament abgewendet habe.

Enkeltrick und Co.: Callcenter für Schockanrufe zerschlagen

Sie sind gerade dabei, ein Opfer aus Baden-Württemberg auszunehmen, als die Polizei vor der Türe steht: In Polen haben Ermittlungsbehörden ein Callcenter für Schockanrufe zerschlagen. Deutsche und polnische Ermittler stellten zwei Verdächtige auf frischer Tat. Während der Festnahme versuchten die Anrufer gerade, ein Opfer aus der Region Tübingen mit einem Schockanruf unter Druck zu setzen. Bei dem Callcenter soll es sich laut Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt "um den organisatorischen Mittelpunkt der kriminellen Organisation handeln". Die Tatverdächtigen sollen in zehn Fällen Kontakt zu überwiegend älteren Menschen in Deutschland aufgenommen haben. Sie sollen sich ihnen gegenüber als Polizeibeamte oder Staatsanwälte ausgegeben und - die Masche ist bekannt - eine Notlage eines Angehörigen vorgetäuscht haben. Zumindest diesen Betrügern ist jetzt aber das Handwerk gelegt worden.

Offenburg stellt klar: Hitler ist kein Ehrenbürger mehr

Während der Nazi-Diktatur ernannten viele Kommunen Adolf Hitler zum Ehrenbürger. In Offenburg wurde die Ehrung später aberkannt, war aber fehlerhaft. Das hat der Gemeinderat jetzt nachgeholt und mit großer Mehrheit Ehrenbürgerschaften für Adolf Hitler und fünf weitere Personen endgültig annulliert. "Bisher war man davon ausgegangen, dass ein Beschluss des Stadtrats aus dem Juni 1946 die Ehrenbürgerschaften aus dem Jahr 1933 rechtswirksam annulliert hat", berichtete die Stadtverwaltung. Neue Forschungen zeigten jedoch, dass Entscheidungen aus der Nachkriegszeit unvollständig und fehlerbehaftet sind. So seien die Räte damals etwa ohne weitere Begründung davon ausgegangen, dass die Ehrenbürgerschaften von Hitler, dem damaligen Reichspräsident Paul von Hindenburg und einer weiteren Person, mit deren Tod erloschen waren. Jetzt, 80 Jahre nach Kriegsende, ist das Thema endgültig erledigt.

Klinik-Verbund soll heute beschlossen werden

Der angestrebte Verbund der beiden Universitäts-Klinika Mannheim und Heidelberg ist heute Thema in der baden-württembergischen Landesregierung. Laut einem Bericht des "Mannheimer Morgen" könnte heute der Verbund endgültig beschlossen werden. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) soll sich dem Bericht zufolge heute Mittag auf einer Pressekonferenz zum Klinik-Verbund äußern. Heute Nachmittag steht das Thema auch auf der Tagesordnung im Mannheimer Gemeinderat. Fest steht, dass das Heidelberger Uniklinikum fast 90 Prozent der Anteile der Mannheimer Universitätsmedizin übernehmen soll. Bei der Stadt Mannheim sollen rund 10 Prozent verbleiben. Dem Vernehmen nach soll es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Der Plan sieht vor, dass der Klinikverbund ab Januar 2026 formal seine Arbeit aufnimmt. Seit fünf Jahren wird an einem Verbund der beiden Klinika gearbeitet. Das Kartellamt hatte zwischenzeitlich sein Veto dagegen eingelegt.

Lkw-Unfall auf der A7: Aktuell 8 Kilometer Stau

Vor allem auf der A7 in Richtung Süden dauert es heute Vormittag länger: Ein Lkw-Unfall zwischen Altenstadt und Dettingen sorgt dafür, dass die Fahrbahn derzeit blockiert ist. 8 Kilometer Stau mit einer Verzögerung von rund 30 Minuten sind die Folge. Ansonsten sehen wir beim Blick auf die Straßen den üblichen Dienstag-Vormittag-in-die-Arbeit-Verkehr.

Wie es auf eurer Strecke aussieht, erfahrt ihr in der SWR Aktuell App und hier:

Die aktuelle Wetterlage: Sommer? Der ist weit entfernt

Von angenehmem Sommerwetter kann derzeit keine Rede sein - und auch heute geht es wechselhaft weiter: mal sonnig, mal wolkig, zwischendurch regnet es und lokale Gewitter sind möglich. Die Höchstwerte liegen zwischen 18 und 24 Grad. Morgen und am Donnerstag bleibt es wechselhaft, es gibt ab und zu Schauer. Außerdem wird es etwas kühler.

Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr immer in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Den Wetterbericht von gestern Abend könnt ihr hier anschauen:

Mann klaut sein eigenes Auto zurück: Kurioser Fall - und wie es jetzt weiter geht

Das klingt schon wieder so kurios, dass es wahr sein muss. Und ja, das ist es wirklich. Im Mai hatte ein Mann aus Mannheim in Dortmund sein eigenes Auto zurück gestohlen. Dem Mann war das Auto zuvor in Rumänien geklaut worden. Kurze Zeit später konnte er den BMW über seine Ortungs-App in Dortmund ausfindig machen. Mit einem Freund holte er sich den Wagen mit seinem Zweitschlüssel einfach zurück. Der BMW stand dort bei einem Autohändler, der den Wagen wiederum als gestohlen meldete. Der Autohändler ortete den Wagen dann in Mannheim. Die Polizei nahm daraufhin den vermeintlichen Autodieb vorläufig fest. Doch dann der nächste Dreh: Es stellte sich heraus, dass der BMW sein eigener war. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Dortmund auf SWR-Anfrage neue Details zu dem Fall mitgeteilt: Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen sieht es so aus, als hätten sich beide Männer nicht strafbar gemacht. Ja, klingt komplett verwirrend - im Audio versucht meine Kollegin das alles noch einmal einzuordnen und sagt auch, was jetzt mit dem Wagen passiert:

Tornado über Baden-Württemberg? Experte klärt auf

Ein Video aus dem Rems-Murr-Kreis von Sonntagabend hat gestern für kurze Aufregung gesorgt. Zu sehen sind Aufnahmen während eines Gewitters bei Leutenbach - und man könnte meinen, einen Tornado zu sehen. Doch es sei keiner gewesen, sagt der SWR-Wetterexperte Bernd Madlener. Es sehe sehr stark nach einem Wolkenfetzen aus, der sehr tief aus der Wolke herunterhänge. Außerdem würden die bisher zur Verfügung stehenden Wetterdaten nicht auf einen Tornado schließen. Gegen einen Tornado spreche auch, dass es keine Schäden gibt, die eigentlich entstanden sein müssten, wenn sich "was am Boden drehe". Bei der Polizei haben wir auch nachgefragt - auch dort sind in der Gegend keine Unwetterschäden bekannt.

SWR Extra zum Zugunglück bei Riedlingen

Ihr wollt zum Start in den Tag noch einmal einen Überblick über alle Informationen und Entwicklungen zum Zugunglück bei Riedlingen im Kreis Biberach? Dann nehmt euch gerne die 15 Minuten Zeit für das gestrige SWR Extra. Hier könnt ihr es nachschauen:

Erdbeben in Baden-Württemberg: Hunderte Menschen spüren Erschütterung

Ein Erdbeben hat gestern Nachmittag zahlreiche Menschen zumindest kurzzeitig aufgeschreckt. Der Landeserdbebendienst lokalisierte das Beben mit einer Stärke von 2,9 auf der Richterskala bei Schopfheim im Kreis Lörrach. Der Schweizer Erdbebendienst stufte es mit 3,1 ein. Laut der baden-württembergischen Behörde gab es im Umkreis von etwa 20 Kilometern um das Epizentrum herum über 600 Wahrnehmungen, auch die Schweizer Kollegen listen etliche Verspürt-Meldungen auf. Das Beben in einer Tiefe von sieben Kilometern dürfte keine spürbaren Schäden verursacht haben, bislang sind uns keine Meldungen bekannt. Der Schweizer Erdbebendienst betont, dass zu erwarten sei, dass in den nächsten Tagen und Wochen Nachbeben auftreten werden, die möglicherweise spürbar sein werden.

Das wird heute wichtig

Nach dem tödlichen Zugunglück bei Riedlingen hat die Bergung des entgleisten Zugs begonnen. Sie wird heute weitergehen. Bei dem Unfall am Sonntagabend kamen drei Menschen ums Leben, 41 wurden verletzt.

In Friedrichshafen wollen heute Beschäftigte von ZF vor der Konzernzentrale am Bodensee protestieren. Dabei geht es um die geplanten Sparmaßnahmen.

Der Battertfelsen bei Baden-Baden ist ein beliebter Kletterfelsen mit Routen von bis zu 60 Metern Höhe. Die Stadt hat eine Allgemeinverfügung verhängt: Ganzjähriges Betretungsverbot für den Battertfelsen "Badener Wand". Vier Klagen gegen das Verbot werden heute in Karlsruhe verhandelt.

Shootingstar aus BW: Sehen wir Florian Lipowitz bei der WM und der Deutschland-Tour?

Florian Lipowitz - den Namen kennt spätestens seit dem Wochenende so gut wie jeder Sport-Fan in Deutschland. Der 24-Jährige aus Laichingen im Alb-Donau-Kreis hat sich mit seinem dritten Platz bei seiner ersten Tour-de-France-Teilnahme einen Namen gemacht und ist DIE Radsport-Hoffnung für die kommenden Jahre. Was würde da besser passen als eine erfolgreiche Fortsetzung des Sportjahres 2025? Über eine Nominierung zur Weltmeisterschaft in Ruanda Ende September würde sich Lipowitz freuen, wie er sagt: "Eine WM ist immer etwas Besonderes und ich glaube, jeder deutsche Fahrer freut sich, wenn man da nominiert wird und da für sein Land an den Start gehen kann". Zuvor wäre da auch noch die Deutschland-Tour, die am 20. August in Essen beginnt und fünf Tage später in Magdeburg endet. "Ich hätte auf jeden Fall Lust drauf", sagte Lipowitz. Aber jetzt ist erst einmal Urlaub angesagt. Hat er sich verdient.

Woltemade ist zurück im VfB-Training - und bleibt wohl auch weiterhin ein Schwabe

Ausgerechnet in Bayern hat Nationalspieler Nick Woltemade das Training beim VfB Stuttgart wieder aufgenommen. In Rottach-Egern bereiten sich die Schwaben auf die neue Saison vor - mit dem vom FC Bayern München umworbenen Jungstar. Der VfB zeigt dabei weiter kein Interesse daran, seinen Stürmerstar abzugeben. "Nick wird mit einer sehr, sehr großen Wahrscheinlichkeit auch in dieser Saison zum Kader gehören", sagte Sportvorstand Fabian Wohlgemuth. Woltemade mache einen "motivierten Eindruck", erklärte Wohlgemuth. Die Mannschaft habe sich auf die Rückkehr des Nationalstürmers gefreut. Am vergangenen Samstagvormittag habe er ein "längeres" und "gutes Gespräch" mit dem Angreifer geführt. Und was denkt Woltemade selbst? Bei der Ankunft am Mittag war Woltemade aus dem Bus gestiegen und trug dabei eine Mütze, auf der ein großes "M" prangerte. Ein Seitenhieb?

Proteste gegen Sparmaßnahmen bei ZF: 4.000 Teilnehmer erwartet

Der Automobilindustrie in Deutschland und speziell auch in Baden-Württemberg ging es schon einmal besser. Die Nachrichten über geplante Kürzungen, Stellenstreichungen und Umsatzrückgänge prasseln fast täglich auf uns ein. Beim angeschlagenen Autozulieferer ZF rumort es gewaltig. Wie die Konkurrenten Bosch, Continental und Schaeffler leidet auch das Unternehmen vom Bodensee unter ausbleibenden Aufträgen der Hersteller und hohen Kosten für den Wandel hin zum Elektromotor. Das Unternehmen treibt daher mehrere Sparprogramme voran - und prüft, für einzelnen Sparten Investoren an Bord zu holen, diese zu verkaufen oder an die Börse zu bringen. Bis Ende 2028 will ZF außerdem bis zu 14.000 Stellen in Deutschland streichen - das wäre jeder vierte ZF-Arbeitsplatz im Land. Die Belegschaft des angeschlagenen Autozulieferers will heute gegen die weiteren Sparmaßnahmen ein Zeichen setzen. Allein am Konzernsitz in Friedrichshafen werden rund 4.000 Teilnehmer erwartet. Nach einem Marsch durch die Innenstadt zur Firmenzentrale soll es dort Betriebsversammlungen geben. Die jüngste Eskalation ausgelöst hatte der Sparkurs des Managements um ZF-Chef Holger Klein: Bei Betriebsversammlungen vor rund zwei Wochen wurden dem Betriebsrat zufolge weitere Einschnitte angekündigt. Mitarbeiter sollen auf Geld verzichten, auch betriebsbedingte Kündigungen sind demnach nicht mehr ausgeschlossen.

Im Video haben wir die aktuelle Lage der Wirtschaft und speziell der Automobilindustrie in BW zusammengefasst:

Zugunglück: Überlebender schildert Eindrücke - "Am Anfang habe ich gedacht, ich sterbe"

Dass Joscha Loibl das Zugunglück bei Riedlingen im Kreis Biberach nur mit Prellungen überstanden hat, grenzt anhand seiner Schilderungen fast an ein Wunder. Einen Tag nach den Ereignissen schilderte er dem SWR, was er in dem Unglückszug erlebt hat und sagt: "Am Anfang habe ich gedacht, ich sterbe". Gegenseitig hätten sich die Passagiere geholfen und aus der Lage befreit, erzählt der Ludwigsburger. Eine Frau habe mit einem Schlüssel seinen Pulli zerschnitten, damit er, eingeklemmt zwischen Sitzen, frei kam.

Riedlingen

"Diesel lief mir über das Gesicht" Zug bei Riedlingen entgleist: Wie ein Fahrgast das Unglück erlebt hat

Joscha Loibl hat das Zugunglück vom Sonntagabend bei Riedlingen (Kreis Biberach) leicht verletzt überlebt. Er ist einer von 36 Verletzten und berichtet unter anderem von der großen Hilfsbereitschaft unter den Fahrgästen.

SWR Extra: Zugunglück bei Riedlingen SWR

Drei Tote nach Zugunglück bei Riedlingen: Das ist die aktuelle Lage am Morgen

3 Tote, mehr als 40 Verletzte: Die Bilder der in sich verkeilten Waggons haben wir alle vor Augen und werden sie so schnell sicher nicht vergessen. Vor Ort sind seit gestern Spezialisten im Einsatz, die die Bergung des entgleisten Zuges vorantreiben - und voraussichtlich am heutigen Vormittag damit fertig sein werden. Wie vor wenigen Minuten ein Bahn-Sprecher betonte, laufen die Arbeiten zum jetzigen Stand nach Plan. Bei der Bergung kommt auch ein Spezialkran zum Einsatz, ein Tieflader transportiert die Waggons ab. Die ermittelnden Behörden hatten die Bergungsarbeiten gestern genehmigt. Nach deren Abschluss sollen Experten die Schäden an der Strecke prüfen.

Hier im Video haben wir die Entwicklungen des gestrigen Tages zusammengefasst:

Guten Morgen

Auch 36 Stunden nach dem schweren Zugunglück bei Riedlingen sind viele Menschen erschüttert ob der Ereignisse. Wir werden heute Vormittag alle Entwicklungen natürlich für euch abbilden. Und damit einen schönen guten Morgen. Ich bin Jakob Fandrey und ich informiere euch heute in unserem Newsticker am Morgen bis 10 Uhr über alles, was gerade wichtig in Baden-Württemberg ist. Bei Fragen, Wünschen, Lob oder Kritik schreibt mir gerne per E-Mail an newsticker-bw@SWR.de

SWR-Redakteur Jakob Fandrey
SWR-Redakteur Jakob Fandrey
Baden-Württemberg

Das war der BW-Newsticker am Montagmorgen ++ Erdrutsch wohl Ursache für schweres Zugunglück mit drei Toten ++ Lipowitz Dritter bei Tour de France ++ Hitler noch Ehrenbürger in Offenburg? ++

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker.