Zwischen Wut und Zärtlichkeit Konstantin Wecker über Rausch, Reue und Poesie
Rausch, Rebellion, Poesie: Konstantin Wecker blickt auf ein bewegtes Leben. Trotz Krankheit bleibt er politisch und künstlerisch unbeugsam – und geht weiter auf Tour.
Wenn er nicht singt, dann raucht er: Seit über zehn Jahren feiert Marco Wanda als Frontmann mit der Wiener Band Wanda Erfolge. Inzwischen steht Selbstheilung für ihn im Fokus.
Am 1. September wurde bekannt gegeben, wer in diesem Jahr den Albert Mangelsdorff Preis bekommt – ein Preis, von dem wohl jede Jazzmusikerin, jeder Jazzmusiker in Deutschland träumt – denn er ist nicht nur nach einer der legendärsten deutschen Jazz-Ikone benannt – er wird auch von der Deutschen Jazzunion vergeben – wer ihn bekommt, wird also auch von den eigenen Kolleg*innen hochgeschätzt. In diesem Jahr freut sich die Vokalistin Lauren Newton über diese Ehrung. Julia Neupert mit einem Porträt.
Das Debutalbum der Berliner Jazzsängerin Dora Osterloh behandelt die Liebe in all ihren Facetten. Die Ideen dafür fallen der Musikerin und Komponistin als Melodiefetzen im Alltag ein, auf dem Fahrrad oder beim Einkaufen. Aus all diesen Klangnotizen hat sie ein beeindruckendes Album geschaffen zusammen mit ihrem Ensemble Phoenix Love. Neben den meist harmonischen Passagen finden sich auch wilde laute Improvisationen und garantieren klangliche Vielfalt, meint Musikredakteur Georg Waßmuth.
Die Berliner Jazz-Trompeterin und Komponistin Līva Strazdiņa gilt als eine der interessantesten Neuentdeckungen der Jazzszene. Die 1997 geborene Trompeterin hat an der „Hochschule für Musik Carl Maria von Weber“ in Dresden bei Till Brönner und Sebastian Studnitzky studiert und ihren klaren, unaufdringlichen, gefühlvollen Sound entwickelt.
Der Song der US-amerikanischen Band „Smashing Pumpkins“, was so viel wie zerschmetternde Kürbisse heißt, erschien im Jahr 1995 auf dem Album „Melon Collie and the Infinite Sadness“. Sänger Billy Corgan verarbeitet in der Grammy-prämierten Hymne des Alternative Rock die Fremdbestimmg im Musikbusiness. Mit der prägenden Textzeile über das Dasein als „Ratte im Käfig“ fängt der Song das Gefühl einer ganzen Generation ein und ist ein zeitloser Meilenstein der 90er-Jahre.
„Erklär mir Pop“. Udo Dahmen kann das und macht es seit 2013 in SWR KULTUR am Samstagnachmittag. 20 Jahre lang war er künstlerischer Direktor, Geschäftsführer und Professor der Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim, einer in dieser Form einzigartigen Institution, die er maßgeblich mitaufgebaut hat. Seit mehr als 40 Jahren setzt er sich für die Aus- und Weiterbildung im Pop ein. Und ist selbst ein exzellenter Schlagzeuger: Mit der Jazz-Rock-Band „Kraan“ schrieb er in den 1970er Jahren deutsche Musikgeschichte. Außerdem hat er mit Eberhard Schoener, Sting und vielen anderen zusammengearbeitet.
Der Jazzpianist verbindet auf „Allá En las Alturas“ zeitgenössischen Jazz mit Einflüssen aus Lateinamerika. Entstanden als Live-Mitschnitt, lebt das Album von der Energie des Augenblicks, starken Melodien und viel Raum für Improvisation. Ein Album, dessen Strom der Töne Vertrauen und Zuversicht transportiert, meint unser Jazzexperte Konrad Bott.
Auf seinem neuen Album feiert der Pianist - der vor allem als Jazz-Mann bekannt ist, den Singer-Songwriter Elliott Smith, der 2003 verstarb. „Ich bekomme von seiner Musik etwas Ähnliches wie von Schuberts Sonaten, Mahlers Symphonien, den Beatles Songs, Radiohead - diese Mischung einer dunklen, düsteren Stimmung und zugleich einer großen Schönheit.“
Ein ungewöhnliches Album, meint unser Jazzkritiker Johannes Kaiser.