Kaum Kritik von den US-Stars

Oscars 2026: Wie politisch war die Preisverleihung?

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Er war der große Sieger der 98. Oscar-Verleihung in Los Angeles: Der Politthriller „One Battle After Another“. Ganze sechs Preise hat die Geschichte einer Radikalisierung mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle gewonnen.

Dass die Entscheidung der Jury politische motiviert war, glaubt Reinhard Spiegelhauer nicht. Der Korrespondent im ARD-Studio Los Angeles verweist auf den Horrorfilm „Blood and Sinners“, mit 16 Nominierungen größter Konkurrent im Vorfeld:

„Blood and Sinners ist auch ein politischer Film, da geht es um Rassismus, da geht es um schwarze Kultur, da geht es um den Ku-Klux-Klan, […] da geht es um US-Geschichte.“

Möglicherweise habe „One Battle After Another“ am Ende die Nase vorne gehabt, da er „ein etwas universellerer Film ist, bei aller politischen Ausrichtung und Auseinandersetzung.“

Los Angeles

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„Revolutionär“ nennt Spiegelhauer die Auszeichnung von Ryan Coogler in der Kategorie „Original-Drehbuch“ für „Blood and Sinners“ und hebt auch die Auszeichnung von Autumn Durald Arkapaw hervor. Als erste Frau überhaupt gewann die filipino-amerikanische Kamerafrau den Kamera-Oscar.

Trotz Ankündigung von Moderator Conan O'Brien, der Abend könne politisch werden, seien die Oscars am Ende dann doch wieder so verlaufen, wie es meistens der Fall sei, findet Spiegelhauer: „Die wirklich politischen Töne, die kamen eben nicht von den US-Stars oder von den Hosts, […] sondern von Europäern.“

So habe der David Borenstein, Regisseur des prämierten Dokumentarfilms "Ein Nobody gegen Putin", von Gesprächen mit russischen Freunden berichtet. Dabei sei es um die Entwicklung in den USA im Vergleich zu ihrer Heimat Russland gegangen. Die Antwort der Freunde habe gelautet: „Bei Trump geht das alles viel schneller, als es bei Putin gegangen ist.“

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Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Frauke Oppenberg
Frauke Oppenberg, Team SWR Kultur
Interview mit
Reinhard Spiegelhauer