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Mit neuen Büchern von Nelio Biedermann, Jehona Kicaj, Nava Ebrahimi und Pier Vittorio Tondelli

Rilke offenbart seine künstlerische Seite, zwei Titel von der Longlist zum Deutschen Buchpreis könnten unterschiedlicher nicht sein und um Caroline Wahl tobt ein heftiger Shitstorm.

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Stand

Rainer Maria Rilkes unbekannte Seite

Dass der Dichter Rainer Maria Rilke kunstvoll mit Worten umzugehen verstand, ist bekannt. Dass er zugleich ein Talent zum Malen hatte, zeigt der neue Band „Rilke zeichnet“ mit überwiegend unbekannten Bildern des Autors. Die Zeichnungen wurden im Deutschen Literaturarchiv in Marbach gesichtet, das 2022 das Familienarchiv Rilkes aus Gernsbach erhalten hat.

Rilke, der schon seit früher Kindheit im Zeichnen geschult wurde, zeigt zwar keinen eigenen Stil, aber dennoch eine bemerkenswerte Fähigkeit im Malen. Und Rilke konnte sogar Comics. Silke Arning nimmt uns mit ins Rilke-Archiv nach Marbach.

Caroline Wahl und der Social Media-Shitstorm

Die Debatte um die Autorin Caroline Wahl reißt nicht ab: Seit dem Erscheinen ihres dritten Buches „Die Assistentin“ stören sich ihre Fans im Netz an so Einigem: Darf Caroline Wahl ein teures Auto fahren und über Armut schreiben? Sind die Literaturkritiker*innen zu nett und lassen sich von ihrem Erfolg blenden?

Und wie groß war denn nun ihr Vorschuss für das neue Buch? Zwischen BookTok und Feuilleton wird Caroline Wahl nicht für ihre Literatur kritisiert, sondern vor allem als Person. Nina Wolf ordnet die Debatte für uns ein.

Zwischen Wahnsinn und Trieb

Kaum ein Roman hat in diesem Jahr eine so große Welle an Aufmerksamkeit vor sich hergeschoben wie „Lázár“, der neue Roman des Schweizers Nelio Biedermann. Bereits vor Erscheinen waren die Rechte in mehr als 20 Länder verkauft; in allen großen Blättern erschienen Porträts.

Das Erstaunliche daran: Der Autor ist Jahrgang 2003, also gerade einmal 22 Jahre alt. „Der neue Zauberer“, wie eine deutsche Wochenzeitung in Anspielung auf Thomas Mann titelte? Christoph Schröder hat den Roman gelesen.

Knirschendes Sprechen

Jehona Kicajs Debtüroman „ë“ hat den kürzesten Titel der Bücher, die auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis stehen. Sie erzählt darin von einer Frau, die als Kind vor dem Kosovokrieg geflohen ist. Die das Leid in jeder Faser ihres Körpers trägt und die in Deutschland eine neue Sprache finden musste. Wir sprechen mit der Autorin.

Berichte aus der Käfighaltung

Nava Ebrahimis Roman „Und Federn überall“ steht ebenfalls auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis. Er spielt in einem aufstrebenden Geflügelbetrieb im Emsland. Ein kurioser Schauplatz, der leider zu einer Menge Geflügelmetaphern führt.

Warum Nava Ebrahimis Roman „Und Federn überall“ leider misslungen ist, sagt uns Carsten Otte.

Wiederentdeckung eines Kulturautors

Sein Debütroman wurde von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt, die Kritiker rümpften die Nase – das tat aber seinem Erfolg keinen Abbruch. Pier Vittorio Tondellis Bücher standen in den 1980er Jahren in jeder italienischen WG.

Jetzt erscheint sein letzter Roman in einer neuen Ausgabe beim Gutkind Verlag. Wir sprechen mit der Literaturkritikerin Maike Albath darüber, warum es sich unbedingt lohnt, Tondelli wieder zu entdecken.

Neues von „22 Bahnen“-Autorin Machtmissbrauch im Verlag – Caroline Wahls neuer Roman „Die Assistentin“

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