Berufsorientierung nach der Schule

Mit Berufsberatung Stärken erkennen und Perspektiven schaffen

Endlich ist die Schule vorbei – klingt nach einem echten Befreiungsschlag! Doch für viele Schüler kommt mit dem Abschied auch die Unsicherheit: Wie geht es nach dem Abitur, dem Realschulabschluss oder einem Schulabbruch weiter?

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Dorothea Schüpferling unterstützt mit der KIWI-Berufsberatung Schüler bei der Berufswahl. KIWI steht für "Keiner ist wie ich". Wir haben mit ihr darüber gesprochen, wie sie Schülern konkret dabei hilft, ihre Stärken zu erkennen und den richtigen Beruf zu finden.

Berufsberatung: Erste Schritte

SWR1: Wie gehen Sie im Einzelnen in Ihrer Beratung konkret vor?

Dorothea Schüpferling: Eine Frage, die wir gerne stellen, ist, wenn die liebe Fee angeflattert käme und Geld keine Rolle spielen würde, was würdest du beruflich gerne machen? Das ist ein super Türöffner und da kommt man dem Kern auf die Spur.

SWR1: Es heißt dann hoffentlich nicht, ich möchte Influencer oder YouTuber werden.

Schüpferling: Doch das tatsächlich auch (lacht). Dann schauen wir, was man noch als Plan B erarbeiten kann, der dann vielleicht auch zu Plan A werden kann. Damit sich auf jeden Fall noch eine andere Möglichkeit auftut.

Potenzialanalyse: Ein wichtiger Schritt in der Berufsberatung

SWR1: Wie unterstützen Sie konkret?

Schüpferling: Wir machen bei der KIWI-Berufsberatung die Potenzialanalyse, die vier Stunden dauert. Dabei arbeiten wir gemeinsam an ihren Stärken. Die müssen wir kennen, denn daraus können wir viele Berufsvorschläge und Studienrichtungen ableiten.

Dann schauen wir auch, was für ein Persönlichkeitstyp die Person ist – eher menschenorientiert oder aufgabenorientiert? Was sind Ihre Wünsche und Werte? Diese Sicht brauchen wir, um eine Langzeitperspektive auf ihr Leben zu haben.

Selbstreflexion durch Tests: Wie Schüler ihre Stärken erkennen

SWR1: Oft haben junge Leute Schwierigkeiten, ihre Stärken zu erkennen und zu wissen, was sie wirklich wollen. Wie finden Sie das heraus?

Schüpferling: Da haben wir gute Tests, zum Beispiel den Fähigkeits-Workshop, wo sie sich selbst einschätzen. Was kann ich gut? Was macht mir Spaß? Das wird dann zusätzlich nochmal von jemandem ausgefüllt, der die Person besonders gut kennt – meistens von den Eltern.

SWR1: Sie beraten nicht nur Abiturienten, sondern auch Schüler der Realschule plus. Gibt es dabei deutliche Unterschiede?

Schüpferling: Die Schüler der Realschule plus haben nur eine Auswahl von 350 verschiedenen Ausbildungsberufen – im Gegensatz zu Studenten, die dazu 22.000 Studiengänge mit dabeihaben. Realschule plus Schüler sind viel jünger und müssen daher eher die Entscheidung treffen, was es auch nicht leichter macht.

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Mit Berufsberatung Selbstbewusstsein und soziale Kompetenz entwickeln

SWR1: Ich finde es auch schwierig, so früh eine Entscheidung zu treffen, besonders da sich Berufsfelder ständig verändern und man wahrscheinlich nicht den gleichen Beruf bis zum Rentenalter ausübt.

Schüpferling: Wichtig ist nur, dass sage ich auch den Schülern, dass, wenn sie etwas anfangen, es idealerweise auch fertig machen. Dann haben sie was in der Hand, es sieht im Lebenslauf besser aus, und wenn sie sich gut machen, dann können sie auch immer noch mit einer guten Bewerbung woanders zeigen, dass sie ihre Stärken einsetzen können.

SWR1: Im Wesentlichen geht es bei Ihnen ja auch darum, den Schülern Selbstbewusstsein zu vermitteln.

Schüpferling: Auf jeden Fall. Das Auftreten ist ganz wichtig, dass sie sich gut präsentieren können und die sozialen Kompetenzen auch gestärkt werden.

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Guten Morgen RLP SWR1 Rheinland-Pfalz

Erstmals publiziert am
Stand
Das Interview führte
Frank Jenschar
SWR1 RP Moderator Frank Jenschar
Interview mit
Dorothea Schüpferling
Onlinefassung
SWR1