- Beziehungskiller: Wenn der Partner die Macken nicht akzeptiert
- Was tun, wenn der Partner mit seinen Macken nervt?
- So funktioniert ihre Beziehung auch mit Macken
- Tipps im Überblick: So gehen Sie am besten mit Macken in ihrer Beziehung um
Beziehungskiller: Wenn der Partner die Macken nicht akzeptiert
Es ist sehr wichtig in einer Beziehung, dass man sich Freiräume gibt und einander so akzeptiert, wie man ist. Dazu gehören auch Marotten.
Wenn ich mich in meiner Beziehung dauernd irgendwie erzogen fühle, beurteilt oder korrigiert, dann fühle ich mich irgendwann gar nicht mehr richtig wohl.
Es geht um emotionale Sicherheit: Wenn man das Gefühl hat, dass der andere einen nur liebt, wenn man sich verändert, dann fühlt man sich nicht wirklich akzeptiert und geliebt. Dann will der andere eine Wunschversion.
Was tun, wenn der Partner mit seinen Macken nervt?
Jeder Mensch hat seine Macken, ob Kinder oder Erwachsene. Das kann einen in den Wahnsinn treiben und zu Streit führen. Mal sind es die Klamotten, die überall rumliegen oder die offene Zahnpastatube im Bad. Dabei mag der andere es gern ordentlich. Das kann zu Spannungen in der Partnerschaft führen. Doch laut SWR4 Psychologin Felicitas Heyne ist keiner perfekt.
Das Problem ist nicht die Macke selbst, sondern wie ich diese Macke deute.
Wenn der Partner beispielsweise immer zu lang mit dem Nachbarn redet, dann kann man sich darüber ärgern, weil man auf ihn warten muss. Oder man kann denken: Er ist kontaktfreudig und offen und er hat sich gerne Zeit für andere Menschen genommen. Das ist positiv und das kommt auch mir und unserer Beziehung zugute. Denn ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn ist von Vorteil. Es geht darum, die Sichtweise auf das zu verändern, was einen sonst ärgert.
So funktioniert ihre Beziehung auch mit Macken
"Sicher und geliebt fühle ich mich dort, wo ich weiß, ich muss mich nicht ändern", so die Psychologin. "Ich muss nicht etwas Bestimmtes leisten, ich muss nicht bestimmte Verhaltensweisen zeigen und ich darf genauso sein, wie ich bin." Der Partner sollte sich in der Beziehung so geliebt fühlen, wie er ist – mit all seinen Macken. Denn das ist genau das, was wir alle haben wollen, sagt Felicitas Heyne.
Tipps: So gehen Sie am besten mit Macken in ihrer Beziehung um
- Perspektivwechsel: Um Streit in der Partnerschaft zu vermeiden, sollten Sie sich immer bewusst machen, dass jeder Mensch Macken hat. Überlegen Sie sich, welche positiven Seiten die Eigenheit ihres Partners mit sich bringt.
- Humor: Vielleicht schaffen Sie es, die kleine Marotte ihres Partners liebevoll und mit einem Augenzwinkern zu betrachten.
- Grenzen setzen: Sollte Sie eine Macke wirklich belasten, dann sprechen Sie das respektvoll an. Beschreiben Sie, was Sie wahrnehmen, was das in Ihnen auslöst und was Sie sich wünschen.
- Kompromisse: Suchen Sie nach einer gemeinsamen Lösung, wie Sie in Zukunft damit umgehen wollen. Wenn es um das Thema Ordnung geht, könnten Sie einen ordentlichen und einen chaotischen Bereich vorschlagen.
Beim Thema Haushaltsführung können die Vorstellungen auseinandergehen und man kann schnell das Gefühl bekommen, dass einer mehr macht als der andere. Psychologin Felicitas Heyne hat deshalb Tipps für Sie, wie sie die Arbeit im Haushalt gerecht aufteilen können und ihrer Beziehung damit etwas Gutes tun.