Wir haben mit ihm darüber gesprochen, was Italien für ihn so besonders macht, wie die Italiener leben und welche Tipps den nächsten Italien-Urlaub perfekt werden lassen.
Axel Hackes Liebe zu Italien
SWR1: Gibt es für Sie kein schöneres Urlaubsziel als Italien, oder warum zieht es Sie immer wieder dahin?
Axel Hacke: Ja, ich muss dahinfahren (lacht). Wir haben da ein ganz altes Haus, das ist viele 100 Jahre alt, mitten in einem kleinen Dorf. Das ist mit den Jahrzehnten wie so ein Familienmitglied geworden, wie so ein alter Onkel, der so seine Gebrechen hat und den man so ein bisschen pflegen muss. Also, es ist reines Pflichtgefühl, das mich nach Italien treibt (lacht).
SWR1: Verbringen Sie ihre Zeit dort hauptsächlich mit Arbeiten?
Hacke: Ja, das ist tatsächlich so, aber wir lieben das natürlich und all diese Macken und Schrullen dieses alten Gebäudes haben wir wahnsinnig gern. Und wir lieben dieses Dorf und natürlich auch Italien.
Zwischen Alltag und Lebensfreude: Was wir von den Italienern lernen können
SWR1: Wie erleben Sie die Italiener und ihre Lebensart und was können wir uns von ihnen abschauen?
Hacke: Ich glaube, die Italiener werden ein bisschen falsch gesehen in Deutschland, weil wir sie oft aus einer Urlaubsperspektive heraus sehen. Wenn man auch einen Alltag in Italien hat wie wir, dann sieht man auch, wie anstrengend das Leben dort ist. Wie schlecht das Gesundheitssystem und wie anstrengend die Arbeit dort oft ist – auch in der Hitze. Es ist nicht alles so goldig, wie es aussieht. Aber natürlich haben die Italiener trotzdem sehr viel Freude am Leben, und das können wir uns schon manchmal abschauen.
Dieses Gemosere, wie das in Deutschland so ein bisschen Alltag ist, das kenne ich so aus Italien eigentlich nicht. Das Leben ist schon ein bisschen schöner, auch gefühlvoller, emotionaler, das finde ich sehr schön.
Sprachbarriere? In Italien kein Problem!
SWR1: Wie gut ist denn Ihr Italienisch?
Hacke: Nicht so gut, wie ich es gerne hätte. Ich komme im Alltag klar und es ist auch ein bisschen mehr als Restaurant-Italienisch. Das Problem ist: Wenn die Italiener das Gefühl haben, man versteht sie, dann fangen sie ganz schnell an, sehr geschwind zu reden, und dann komme ich nicht mehr mit.
SWR1: Viele Deutsche stolpern im italienischen Restaurant über klassische Aussprachefehler: von "Gnocchi" über "Espresso" bis hin zu "Bruschetta" oder landesuntypischen Bestellungen wie Pizza Hawaii. Was nehmen uns die Italiener wirklich übel?
Hacke: Ach, gar nichts. Die Italiener freuen sich wahnsinnig, wenn jemand auch nur ansatzweise Italienisch spricht. Das ist zum Beispiel ganz anders als in Frankreich. Die Franzosen können da ja eher so ein bisschen hochnäsig reagieren, wenn man ihre Sprache nicht beherrscht. In Italien ist das überhaupt nicht so.
Die Italiener sind nicht gut in Fremdsprachen, deswegen sind die wahnsinnig tolerant und freuen sich einfach. Das mag ich an den Italienern: Die sind grundsätzlich ein freundliches und auch hilfsbereites Volk.
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Tipps von Axel Hacke für den Italien-Urlaub
SWR1: Wie kriegt man es am besten hin, dass ein Italienurlaub absolut gut wird?
Hacke: Man guckt sich ein bisschen das "Entspannt Sein" ab, auch in schwierigen Situationen. Wenn man gerne gut isst, dann muss man sich vielleicht ein bisschen Mühe geben, um gute Lokale zu finden. Am besten fragt man Einheimische, da werden die Leute sehr hilfsbereit sein und meistens findet man da was. Ist mir jedenfalls oft schon so gegangen.